Ab wann ist man krankhaft perfektionistisch?

6 Antworten

Perfektionismus ist nichts schlechtes. Ich ertappe mich auch manchmal dabei, einen Satz zum vierten Mal neu zu formulieren.

Kritisch wird es erst, wenn du vor lauter Perfektionismus deine Ziele aus den Augen verlierst. In manchen Situationen hast du keine 8 Stunden Zeit. Dann musst du deine Ansprüche herunterschrauben.

Überlege dir die nächsten Male, wenn du dir für etwas viel Zeit nimmst, warum du das tust. Wenn dir Zeichnen Spaß macht, ist es nicht verkehrt, viel Zeit darin zu investieren. Bei manchen anderen Dingen ist es aber unsinnig, perfektionistisch sein zu wollen. Solange dir das bewusst ist, ist es völlig in Ordnung.

Es ist völlig normal und eine tolle Eigenschaft an dir. Bestrebt zu sein, ist ein Wesenszug, der dich im Leben viel bereichern wird.

Vertraue darauf, wenn es sich gut für dich anfühlt, ist es eine Stärke von dir. Ich denke, dass das bestimmt eine andere Art deiner Freunde/Familie ist, dir dafür ihre Bewunderung zuzusprechen.

Perfektionismus ist nur ungesund, wenn er in Zwang ausartet und sich für dich nicht richtig anfühlt :)

Das kann ich nachvollziehen. Was man benutzt, also in diesem Fall die Sprache, ist ein Werkzeug, um seine Meinung, seine Gefühle, seine Wünsche klar, bildhaft und stringent auszudrücken.

Jeder gute Handwerker wird einem bestätigen, dass man sein Werkzeug in Ordnung halten muss, wenn man gute Arbeit abliefern will.

Deshalb ist man keinesfalls ein krankhafter Perfektionist, wenn man sich weigert, auf den Genitiv zugunsten des Dativs zu verzichten oder ständig "anscheinend" und "scheinbar" zu verwechseln.

Man ist nur ein Mensch, der die Sprache liebt. Und einen Liebenden sollte man doch wohl besser nicht nicht als einen kleinkarierten Korinthenkacker einstufen.

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