Ab wann ist man (frau) zu alt um Kinder zu bekommen?

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25 Antworten

Medizinisch gesehen liegt das ideale Alter für eine Schwangerschaft zwischen 20 und 29 Jahren.

Die "Natur" macht selten Fehler, also lässt man ihr am besten freien Lauf. In der Zeit ihrer Fertilität (ab der Pubertät bis zur Menopause mit durchschnittlich 50 Jahren) ist die Frau dafür gemacht, Kinder zu bekommen und auch selbst zu versorgen.

Die meisten Frauen in Deutschland bekommen heute um das 30. Lebensjahr ihr erstes Kind und schon jedes 4. Baby wird von einer Frau geboren, die über 35 Jahre jung ist. Es ist normal geworden, sich Zeit zu lassen und die Berufsausbildung zu beenden. Dieser Trend zur „späten Mutterschaft" wird laut Experten weiter anhalten und durch die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin sogar noch zunehmen.

Je später eine Schwangerschaft geplant wird, desto wichtiger ist die körperliche Gesundheit der Frauen und ihr Lebensstil: Wer sich gesund ernährt, regelmäßig bewegt und auf Nikotin verzichtet, hat gute Chancen auch über 35 problemlos schwanger zu werden. Erst wenn zusätzlich zum Lebensalter noch weitere Faktoren wie Übergewicht hinzukommen, kann es bei Frauen ab 35 (oder ab 40 mit dem zweiten bzw. dritten Kind) problematisch werden.

Im Vorhinein schon das richtige Alter (für einen selbst oder im Allgemeinen) festzulegen, halte ich nicht für durchfürbar.

Was ist, wenn "das" Alter erreicht ist, aber die finanzielle Situation es gerade nicht hergibt, man die einmalige Möglichkeit für eine Weltumseglung geboten bekommt, man doch noch studieren möchte, der Traumjob im Ausland winkt, die eigenen Eltern pflegebedürftig werden... oder schlichtweg der (richtige) Partner fehlt?

In der Generation meiner Eltern war "Hausfrau und Mutter" ein Berufsziel und man war durch das Versorgungsmodell Ehe für den Rest seines Lebens versorgt.

In der heutigen Zeit halte ich es für dringend erforderlich, dass eine Frau (bevor sie Kinder in die Welt setzt) auf eigenen Füßen steht und sich gegebenenfalls für den Rest ihres Lebens selbst versorgen kann.

Aber das mütterliche Alter ist statistisch gesehen ein Risikofaktor für Spontanaborte. Mit 20 - 30 enden 9 - 17%, mit 30 - 35 17 - 23% und mit 35 - 40 23 - 45% aller klinischen Schwangerschaften als Fehlgeburt.

Das Risiko für eine Trisomie 21 liegt in Abhängigkeit vom Alter der Mutter bei 20-Jährigen bei 1:1070, bei 35-Jährigen bei 1:270 und bei 40-Jährigen bei 1:70.

Auch das Risiko für andere kindliche Chromosomenstörungen, wie z. B. eine Trisomie 18 (Edwards-Syndrom) oder Trisomie 13 (Pätau-Syndrom) hängt eng mit dem Alter der Mutter zusammen.

Aber Statistiken sollten die Entscheidung zu Kindern nicht beeinflussen.

Letztendlich ist der richtige Zeitpunkt, wenn es sich einfach richtig anfühlt. Also zu gegebener Zeit mit dem richtigen Partner und es einfach die logische Konsequenz ohne Abwägen von Pro und Kontra ist.

Alles Gute für dich!

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carn122004 05.10.2017, 14:47

"Letztendlich ist der richtige Zeitpunkt, wenn es sich einfach richtig
anfühlt. Also zu gegebener Zeit mit dem richtigen Partner und es einfach die logische Konsequenz ohne Abwägen von Pro und Kontra ist."

Sorry, "logische" Konsequenzen ohne Abwägen von Pro und Kontra aber basierend auf "richtig anfühlt" zu ziehen, mag zwar Konsequenzen ziehen sein, hat aber wenig mit Logik zu tun.

Dem logisch Konsequenzen ziehen geht vielmehr gerade eine Abwägung von Pro und Contra voraus und gerade eine weniger starke Gewichtung von Gefühlen; "logisch" also echt unpassend.

"Aber Statistiken sollten die Entscheidung zu Kindern nicht beeinflussen."

Warum nicht?

Wenn eine 4 Kinder im Leben will, ist es doch schon relevant, dass mit 4 ab 45 ihre Chance auf wenigstens eines mit Down so ca. 30% sein dürfte, während 4 Kinder ab 30 Chance auf mindestens eines mit Down eher so bei 1% liegen dürfte oder drunter.

Die Entscheidung, wann Kinder, sollte sinnvollerweise schon auch ein wenig von medizinischen Faktoren beeinflusst sein. Vor allem, wenn man "logisch" vorgehen will.

"In der Generation meiner Eltern war "Hausfrau und Mutter" ein
Berufsziel und man war durch das Versorgungsmodell Ehe für den Rest seines Lebens versorgt.

In der heutigen Zeit halte ich es für dringend erforderlich, dass
eine Frau (bevor sie Kinder in die Welt setzt) auf eigenen Füßen steht und sich gegebenenfalls für den Rest ihres Lebens selbst versorgen kann."

Klasse, wie die Gleichberechtigung der Frau vorangeschritten ist.

Früher hatten sie nur die Wahl zwischen Kinder oder erstmal Beruf und später Kinder oder Beruf und gar keine Kinder oder (mit Oma/Verwandten) Beruf und gleichzeitig Kinder.

Heute haben Frauen die Wahl zwischen Beruf und erstmal Beruf und später Kinder und beruf und gleichzeitig Kinder (mit Kita) mit jeweils zusätzlich den Nebenentscheidungen mit welchen chemischen Mitteln die eigene weibliche Biologie zu unterdrücken ist und wie der ungeborene Nachwuchs beseitigt wird, wenn das doch mal versagt.

Bestimmt wird das dann in 50 Jahren nochmal besser sein und die Wahlmöglichkeiten von Frauen werden sich im Umfang entsprechend der bisherigen Tendenz weiter verändert haben. Fortschritt macht ja immer alles nur besser.

(Und Zynismus hilft dabei, den Fortschritt auch immer mit Humor zu nehmen)

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isebise50 06.10.2017, 11:19

Vielen Dank für deinen Stern Lea269!

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Naja...in/nach der Menopause wirds doch bedeutend schwerer als davor.

Aber es ist auch mit 30 schon schwerer, als mit 20 und mit 40 schwerer als mit 30.

Ab Mitte 20 sinkt die Wahrscheinlichkeit, bei ungeschützten Verkehr schwanger zu werden kontinulierlich ab und die Schwangerschaften werden riskanter.

Ab wann es dann gar nicht mehr geht, ist bei jeder Frau anders.

Und ab wann man sich zu alt fühlt, obwohl man es körperlich noch könnte oder ab wann die Gesellschaft einen als zu alt erachtet, ist nochmal eine ganz andere Sache und ziemlich subjektiv.

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Sicherer ist es, wenn die Frau zumindestens bei ersten Kind unter 40 und der Mann unter 50 ist. Das ideale biologische Alter ist aber rund 10-15 Jahre früher. Davon mal abgesehen ist die Medizin aber so gut geworden, das auch eine Frau, die sich mit 45 Jahren für das erste Kind entscheidet nicht unbedingt ein großes Risiko eingeht. Es ist immer individuell

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Ab 45 und ohne festen Partner sollte man drauf verzichten. 

Ich finde es in erster Linie den Kindern gegenüber egoistisch. Ich habe mal eine 12 jährige gehört, die erzählt hat, wieviel Angst sie hat, ihre Mutter zu verlieren, die schon über 50 ist. Kinder haben Ängste und die darf man nicht einfach alleine lassen. 

Nur weil heute medizinisch fast alles möglich ist, sollte man es nicht auch tun. 

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Kitharea 05.10.2017, 11:07

Kinder haben alle Ängste - und wenn es nicht diese sind, dann Andere. Weil die Eltern zu viel rauchen, zu schnell fahren, morgens nicht im Bett liegen weil sie am Klo sitzen. Denke nicht, dass das ausreichend Grund ist diese Kinder erst gar nicht zur Welt zu bringen. Mit Ängsten kann man umgehen lernen.

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Ab Anfang 40 sollte frau sich das gut überlegen und auch intensive Gespräche mit Mann und Gynäkologe führen. Ab diesem Alter steigt das Risiko von Fehlgeburten bzw. Mißbildungen ganz erheblich. Dessen sollte man sich bewußt sein, wenn man noch eine Schwangerschaft in diesem Alter in Betracht zieht.

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Kitharea 05.10.2017, 11:05

Woher hast du dieses "ganz erheblich"? Würde mich interessieren. Die Zahlen die ich mal so in einem Krankenhaus mitbekommen haben waren statistisch gesehen zwar höher als unter 40 aber auch nicht sonderlich hoch. Die sprachen da eher von einem Prozentsatz von 2-5%. Dein Beitrag klingt wie irgendwas ab 25%. Das ist mitunter schon ein riesen Unterschied ob zwei von 100 Behinderungen aufweisen oder 25 von 100. Die 2-5% "Problemgrenze" hast nämlich auch dann schon (statistisch gesehen), wenn das Kind einen Tag nach Termin zur Welt "kommt".

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GanMar 05.10.2017, 11:19
@Kitharea

Der Anstieg ist relativ, nicht absolut. Wenn die Wahrscheinlichkeit bei einer 35-Jährigen bei 1,5% liegt, bei einer 45-Jährigen aber bei 3%, dann ist das immerhin eine Verdoppelung - also eine Steigerung um 100%.

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carn122004 05.10.2017, 11:49
@GanMar

Ist eher so, dass sich das Risiko zwischen 35 und 45 mehr als verzehnfacht:

http://www.netmoms.de/magazin/schwangerschaft/risikoschwangerschaft/down-syndrom-risiko-tabelle/

"
Alter       Anzahl Föten (SSW 16) mit/ohne Down-Syndrom
...
35                               1 von 250

... 45 und älter         1 von 20"

Für Downsyndrom von 0,04% auf 5%

=>

Wenn man die freie Wahl hat, ob Kinder mit 35 oder 45, ist 35 objektiv die richtige Wahl.

Oberhalb von 45 wird es übrigens nicht schöner, ich vermeine bei 50 oder so, kommt man in den Bereich von 1 zu 10 und 55 1 zu 5 nur für Down-Syndrom.

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GanMar 05.10.2017, 12:08
@carn122004

Nun ja, die Pränataldiagnostik ermöglicht zwar, die Geburten mit schweren Erbschäden dann doch geringer zu halten, um es mal ganz ganz vorsichtig auszudrücken - aber um welchen Preis? Die Wahrscheinlichkeit, daß die Eltern eine schwere Entscheidung treffen müssen, steigt eben nicht unerheblich. Und eben dies sollte man bedenken. Nichts anderes wollte ich mit meiner ursprünglichen Antwort zum Ausdruck bringen.

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Ab 45 kann es rein biologisch vorbei sein, ob man sich ab 40+ das noch "antun" möchte, muss jede/r für sich entscheiden.

Kinder brauchen fitte Eltern, die körperlich und geistig noch voll dabei sind.

Aber sofern keine chronischen Krankheiten vorhanden sind, sehe ich da grundsätzlich kein Problem, auch mit 50 noch Mutter bzw. Vater zu werden.

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Also jetzt Biologie ausgeklammert.

Finde ich auch nach 40 kann man mutter werden. Das alter hat auch einige Vorteile für ein kind.

Wenn aufgrund von Biologie eine Schwangerschaft nicht in Frage kommt kann man immernoch adoptieren. 

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Biologisch: Nach den Wechseljahren.

Menschlich: Wenn es Dir persönlich zu spät ist.

Risiko ab 35, was aber nichts bedeutet. Den das Alter allein macht es nicht zur Risikoschwangerschaft. Du bekommst nur mehr Untersuchungen bezahlt.

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Einzig naturwissenschaftlicher Input zu der Frage ist, dass eben ab einem gewissen Alter sowohl Chance auf Schwangerschaft als auch Chance auf gesundes Kind abnehmen.

Rein daraus betrachtet wäre es besser, die gewünschte Anzahl an Kindern vor 40 erreicht zu haben.

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Das ist ja keine Frage was man dazu für eine Meinung hat. Das ist schlicht Biologie. Als grobe Orientierung gilt, dass Frauen ab 45 keine Eizellen mehr haben, Männer dagegen bis ins hohe Alter 70+ noch zeugungsfähig sein können. Natürlich können Frauen dann unter Umständen noch fremde Eizellen austragen. Das ist aber dann eine medizintechnische Frage.

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Ganz ehrlich? Mit 35 würde ich mich vom Kinderwunsch verabschieden. Ab da spricht man von Risikoschwangerschaften. 

Ich persönlich finde es auch nicht besonders schön wenn z.B. 45 jährige noch Kinder bekommen. Sind die Kinder aus dem Haus, sind die Eltern schon 65...wäre mir zu alt. 

Aber das ist eine Entscheidung die man für sich selber treffen muss. Das ist nur meine Meinung, und ich will damit defimir in niemanden angreifen. :)

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Das ist verschieden, lass dich untersuchen, der Arzt kann dir das genau sagen.

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Wenn du keine Eier mehr legst, also bis etwa 55 können Frauen Kinder Bekommen...

Eine Freundin hat mit 49 ihr erstes Kind bekommen, die hatte schon 1 Jahr lang keine Tage mehr und nicht mehr verhütet... Kind wohl auf, Gefahr von Mongolismus ist da sehr hoch

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Ich hab unseren Sohn mit 39,5 Jahren bekommen und heute profitiert er sehr stark von unserer Lebenserfahrung.

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Das ist mMn Definitionssache. Manche finden ab 40, andere ab 45... 

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das kommt auch drauf an wie frau drauf ist - ich persönlich aber finde das eine frau nicht älter als 40 sein sollte um ein kind zu bekommen

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Ist ganz individuell. Meine Frau bekam mit 43 noch unseren Sohn... War aber auch eine gewisse Zitterpartie...

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Ich finde über 30 ist man zu alt für ein erstes Kind und über 35 sollte man auch kein zweites, oder drittes mehr bekommen.

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Lea269 05.10.2017, 11:58

Und warum? ;-) 

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Sunny0402 05.10.2017, 22:58

Weil ich diesen Trend ganz schrecklich finde....nicht zu wissen ob es die Oma oder die Mutter ist.

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Lea269 06.10.2017, 09:21
@Sunny0402

Ich denke,das Kind wird es wissen. Und das sollte reichen! 

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Sunny0402 06.10.2017, 23:19

Na klar...denn von der echten Oma wird dieses Kind nicht lange was von haben

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Sobald es biologisch nicht mehr möglich ist.

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In der Postmenopause...

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