Ab wann ist es eine wirklich Vergewaltigung?

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7 Antworten

Das deutsche Recht unterescheidet sexuelle Nötigung (§ 177 Abs. 1 StGB) und Vergewaltigung als Qualifizierung der sexuellen Nötigung (§ 177 Abs. 2 StGB).

Seit der Verschärfung des Strafrechts reicht theoretisch ein Nein (praktisch kaum umzusetzen, da das in dubio pro reo dadurch nicht außer Kraft gesetzt wird), um eine sexuelle Nötigung zu realisieren, sofern Gewalt angewendet wird (vorher und aktuell noch gültig mußte hier körperliche Gegenwehr geleistet worden sein). Dies gilt nicht, wenn mit einer gegenwärtigen Gefahr gedroht wird (z.B. Drohung mit einer Waffe, denn Qualifizierung nach § 177 Abs. 3 - 4 StGB) oder die Person "schutzlos ausgeliefert" ist (gefesselt z.B.). Der Unterschied zwischen Nötigung und einer Vergewaltigung liegt darin, daß bei sexueller Nötigung eindeutig sexuelle Handlungen reichen, bei einer Vergewaltigung hingegen Vollzug stattfindet oder aber eine gemeinschaftliche Begehung erfolgt.

Sollte die Person widerstandsunfähig sein, spricht man von sexuellem Mißbrauch von Widerstandsunfähigen, § 179 StGB, auch hier wirkt Vollzug qualifizierend. Dabei reicht es, eine Situation der Widerstandsunfähigkeit, z.B. durch Alkoholkonsum, auszunutzen, man muß ihn nicht selber herbeigeführt haben.


Seit kurzem wurde das Gesetz geändert. Jetzt reicht wirklich schon ein klares nein, man braucht sich auch nicht mehr zu wehren.. 

Es gibt so viele Vergewaltigungsopfer die es über sich ergingen ließen aus zu viel Angst von dem Täter. Früher war das etwas schwierig aber wie gesagt seit kurzem wurde das geändert 

soweit ich weiß spricht man von einer vergewaltigung wenn die person nein sagt es aber trotzdem gemacht wird..sobald man zu stimmt ist es keine vergewaltigung mehr..wenn der partner drengt fällt es unter sexueller nötigung..und belestigung...( kann man auch anzeigen )...aber wenn man verdeutlicht nein sagt..und der her tuht es trotzdem..ist das eine vergewaltigung....wenn man es nicht will und nicht sich dan breitschlagen lässt..sobald du ja sagst stimmst du zu...das du es woltest...

Ach da wurde erst gerade ein Gesetz verabschiedet. Wenn du Frau "Nein" sagt und dann trotzdem mit ihr Sex hast, dann ist es schon "Vergewaltigung". Oder anders ausgedrückt: Die Frau definiert ob es Vergewaltigung ist oder nicht.

http://www.zeit.de/gesellschaft/2016-07/sexualstrafrecht-ueberblick-vergewaltigung-sexuelle-belaestigung-abschiebung

Was man davon halten mag, ist jedem selbst überlassen. Nur wird das mehr Probleme verursachen als lösen...

Wenn du gedrängt wirst obwohl du nein sagst ist das noch Nötigung. Wenn er dich anfasst und weitermacht ist es Vergewaltigung

LeonArdoni 11.07.2016, 04:44

Ja sie, denn sie vergewaltigt auch ihn bzw. sie vergewaltigt auch sie.

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PolluxHH 11.07.2016, 05:41
@LeonArdoni

Bis in die 90er wurde bei Vergewaltigung eine vaginale Penetration vorausgesetzt (damalige Definition von Beischlaf), d.h. eine Vergewaltigung konnte nur an Frauen ausgeübt werden. Erst danach konnte auch ein Mann "vergewaltigt" (sexuelle Nötigung war schon vorher möglich) werden, allerdings ist es immer noch eine Frage der gerichtlichen Beurteilung, ob, sollte ein Mann durch eine Frau "vergewaltigt" werden bei Penetration der Frau, ggf. die Erektion nicht schon als konkludente Einwilligung zu bewerten sei.

Es kommt übrigens weit häufiger vor, daß Frauen auch Männer "vergewaltigen", als man denken mag, wie von Opferberatungsstellen immer wieder zu erfahren ist, nur daß es kein Politikum ist, zumal es Männern noch schwerer als Frauen fällt, sowas zur Anzeige zu bringen, da es im Widerspruch zum gesellschaftlichen Rollenverständnis eines Mannes steht. Gemeinhin wird hier eine klare Rollenverteilung vorgegeben: Männer sind die Täter, Frauen die Opfer.

Die Statistiken kann man nicht bemühen, da hier eine doppelte, systematische Verfälschung enthalten ist, schon in der Wahrnehmung. Ein Betreuer im Kindergarten, der ein Mädchen, was wegen einer Verletzung weint, einfach nur in den Arm nimmt, wird wegen sexuellen Mißbrauchs von Kindern angezeigt und verliert seinen Job, auch wenn er freigesprochen wird, eine Betreuerin, die einem betreuten Jungen in den Schritt faßt, wird wegen ihrer mütterlichen Fürsorge gelobt.

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Wenn die Person in jeglicherweise einen dazu drängt egal ob mit Worten oder Gewalt. Mit Worten kann man ja auch jemanden gewaltätig drängen. Es zählt schon ab dem moment zur vergewaltigung. Allein der drang zur vergewaltigung ist strafbar.

LeonArdoni 11.07.2016, 03:03

Falsch, jemanden zum einvernehmlichen Sex drängen ist keine Vergewaltigung. Nur wenn man ohne die Zustimmung der Person Sex mit ihr hat ist es eine Vergewaltigung.

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Prinzessinrolle 11.07.2016, 03:38

dein name erinnert mich an attack on titan

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Wenn eine Person das nicht möchte,dann ist es für mich Vergewaltigung. Auch wenn besagte Person sich nicht wehrt etc. Wenn es nicht einvernehmlich ist, dann ist es Vergewaltigung.

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