Ab wann ist man ein alkoholiker?

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9 Antworten

Der Übergang vom Genusstrinken zum Alkoholiker ist fließend. Es geht dann über verschiedene fast unbemerkte Phasen:

Die voralkoholische Phase: Hier trinke ich schon nicht mehr aus Genuss an einem Glas Wein o.ä. sondern aus psychischen Gründen. Stressabbau, um lustiger zu werden, aus Unsicherheit, weil ich durch Alkohol lockerer werde, vermeintlich stärker bin, besser und freier reden kann.

Die Prodromalphase: Hier merke ich schon das ich den Alkohol brauche. Ich denke häufig an Alkohol, freue mich schon auf den nächsten „Umtrunk“ mit Freunden. Bekomme aber teilweise auch schon Ärger mit meinem Umfeld (Freunde, Familie, Arbeitgeber)

Die kritische Phase: Ab hier beginnt schon der Kontrollverlust. Hier liegt es schon nicht mehr am Willen nichts mehr zu trinken. Es geht manches mal nur Tage ohne Alkohol und dann nur unter eigenem oder fremden Zwang.

Die chronische Phase Hier geht es dann richtig bergab. Alkohol bestimmt mein Leben. Es dreht sich nur noch darum an den nächsten Schub zu kommen z.B. bei einem Pegeltrinker den Pegel zu halten. Ichbin fast nicht mehr nüchtern, trinke schon morgens, weil ich nachts - wenn ich überhaupt schlafe konnte - unter den Pegel rutschte.

Natürlich kann jeder aufhören zu trinken. Aber ab einem gewissen Punkt – der nicht vom Trinkenden erkannt wird – schafft er es nicht mehr und ab hier ist es für mich eine Krankheit. Der Kreislauf hat begonnen.

Trinke ich nicht habe ich Entzugserscheinungen und dann trinke ich weil die Entzugserscheinungen gelindert werden – und das immer wieder. Der Alkohol dient in diesem Moment übertrieben gesagt als Medikament. Ich hab keinen Einfluss mehr darauf. Der Kopf beherrscht den Körper. Körperlich trocken zu werden ist eine relativ einfache Geschichte in einem Krankenhaus mit Hilfe von Medikamenten z.B. Distraneurin, aber dann fängt das wichtigste und langwierigste erst an. Der psychische Entzug.

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Kommentar von BEAFEE
03.11.2015, 19:15

Sehr gut beschrieben, dafür DH !!!

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Bin kein Spezialist, aber ich denke wenn du dich ohne Alkohol unwohl fühlst. Du merkst das du den Alkohol brauchst weil du sonst Nervös, angespannt oder sonstige 'Entzugs' - Erscheinungen hast. Man trinkt immer öfter und rutscht damit weiter rein. Alkohol deine Notlösung bei Stress oder sonstigem ist. Also sobald man merkt das man ohne nicht mehr kann: Weg damit!

Wenn man jedoch jeden Tag ein Glässchen Sekt zum Feierabend trinkt oder sowas, ist zwar alles ok, aber muss man sich bewusst sein das man dieses auch weglassen könnte. 

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1. Es besteht ein starker Wunsch oder Zwang Alkohol zu trinken.

2. Der/die Betroffene besitzt eine verminderte Kontrollfähigkeit über die Menge seines Alkoholkonsums.

3. Körperliche Entzugserscheinungen bei Beendigung oder Verminderung des Konsums.

4. Nachweis einer Toleranzbildung - Zeichen ist die Steigerung der Trinkmenge, um einen vergleichbaren Effekt zu erreichen.

5. Vernachlässigung anderer Vergnügen/Aktivitäten zugunsten des Alkoholkonsums oder um sich von dessen Folgen zu erholen.

6. Anhaltender Alkoholkonsum trotz des Nachweises und Wissens um eindeutig schädliche Folgen.

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WEnn man ohne Alkohol nicht mehr auskommt.

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Wenn du Alkohol täglich brauchst.

ZB um Stress abzubauen usw.

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zwingend täglich trinken, meiner Meinung nach

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wenn Bier zu "Bierchen" wird, zum "Tröster" (auf den Du " jederzeit verzichten"   kannst,.... es aber jetzt gerade nicht möchtest.....)

wenn Du jedem der es nicht hören will lauthals verkündest,

Du seiest KEIN Alkoholiker.....

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wenn du morgens aufwachst und statt Kaffe ne halbe Flasche Wodka brauchst, dann wird es eng.

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Wie viel und was trinkst du?

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Kommentar von laptopgesucht
03.11.2015, 17:25

Ich nicht aber meine Mutter jeden tag Ne Flasche Wein. Manchmal auch mehr und selten garnicht.

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Kommentar von reneschuermann
03.11.2015, 17:27

Also bsp. ich bin ein Gewohnheit trinker.. ein feierabend Bier ist ein muss.. aber es bleibt bei eonem... eine Flasche und das jeden Tag Joa also sie könnte eins hsben

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