Ab wann Hunde kastrieren?

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7 Antworten

Eine Hündin kann vor oder nach der ersten Läufigkeit kastriert werden. Mit jeder Läufigkeit steigt das Risiko von Mammatumoren um 25%. Das heisst wenn du es vor der ersten Läufigkeit machst, liegt das Risiko bei null. Und lass dir hier nicht so einen Unfug erzählen. Jeder Tierarzt rät zur Kastration. Sie sprechen aus Erfahrung und das ist das was wirklich zählt.

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Kommentar von fischerhundefan
09.10.2009, 15:31

ja Katrin Du hast vollkommen recht:

und diese Erfahrung liegt darin, dass die Tierärzte (und ihre Helferinnen) das Elend sehen, in welch schlechter Verfassung eine Hündin mit akuter Pyometra im Notdienst und in einem Alter, wo man nicht mehr so ohne weiteres so eine große OP wegsteckt, ist. Oder wie sich ein älterer Rüde mit Prostatakrebs oder Analtumoren rumquält, nur weil sein Besitzer zu stolz ist, dem Hund die Hoden entfernen zu lassen... oder die Hündinnen mit offenen Gesäugetumoren, die man längst hätte operieren können - die aber viel zu spät gebracht werden - nämlich erst dann, wenn sie Teppiche und Polster einsauen...

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Kommentar von ordrana
10.10.2009, 10:39

hm, ist ja alles, schön und gut, nur sollte eine kastration nicht zur krebsvorbeugung herangezogen werden. natürlich reduziert sich das risiko an mamatumoren zu erkranken, je früher eine hü+ndin kastriert wird, ABER dafür steigt das risiko an schilddrüsenerkrankungen mit der kastration an.

die beiden felder bewegen sich immer proportional zueinander, je tiefer ein bestimmtes risiko sinkt, desto sträker steigt eines auf der anderen seite an. eine kastration ist KEINE gesundheitsvorsorge und sollte auch nicht dazu mißbraucht werden.

und nein, nicht jeder tierarzt rät zur kastration, wieso auch? du sprichst aus erfahrung? du studierst doch erst, also wie groß werden deine erfahrungen sein?

das soll jetzt kein persönlicher angriff sein, nur frage ich mich, wieso es tierärzte gibt, welche eben nicht mehr diese im studium vermittelten ansichten teilen? meist sind es jene, die sich privat mit bestimmten gebieten intensiv beschäftigen.

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die mit 6 Monaten ist die Frühkastration, da die Damen mit ca. 8 Monaten zum ersten Mal läufig werden. Ich bin Gegner der "Zwangskastration" des Hundes. Hunde leben mit und durch ihren Trieb. Es ist nicht wirklich wissenschaftlich bewiesen, dass diese Tiere länger leben. Die kriegen dann eben einen anderen Krebs. Sehr sinnvoll: Hund für kastrieren, dann dauerhaft entflohen, entwurmen und impfen, evtl. noch Superbilligfraß und sich dann wundern, wieso er doch an Krebs stirbt... Die psychische Komponente beim Hund wird völlig außer Acht gelassen. Und gerade die ist immens wichtig

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Tierärzte verdienen mit dem Kastrieren ne Menge Kohle.Deshalb raten sie gerne dazu!Das Argument mit den Tumoren,ist nicht bewiesen im Verhältniss zu den Nicht-Kastrierten.Kastrieren im Welpenalter finde ich noch unsinniger.Der brauch doch die ganzen Hormone um erwachsen zu werden.Kastrieren macht in meinen Augen erst Sinn,wenn durch Tests bewiesen ist,das eine Aggression durch einen zu hohen Hormonstatus vorliegt!!

Gott sei Dank gibt es auch Tierärzte die nicht wild rumkastrieren um den nächsten Südseeurlaub zu finanzieren.Denn jede Vollnarkose birgt auch für einen Hund kein unerhebliches Risiko.

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Kommentar von fischerhundefan
09.10.2009, 09:39

HAHAHA!!!! Tierärzte verdienten an einer Pyometra/Gebärmutterentzündung, an Tumorerkrankungen (Gesäugekrebs) oder chronischen Prostataentzündungen (bis hin zum Krebs) viiiiiiiel mehr, als durch diese läppische KastrationsOP - die auch noch für Hundehalter im Preis offensichtlich vergleichbar ist (siehe G.O.T.) wo hingegen eine der oben aufgezählten Erkrankungen Nachbehandlungen mit sich zieht und die gesamte Summe als solches keinen Vergleich bietet!!

Das Tierärzte eine "Menge Kohle" verdienen ist ja wohl utopisch! oder warum müssen so viele nebenbei z.B. auf dem Schlachthof in der Fleischbeschau tätig sein?? Schon mal hinter die Kulissen eines Tierarzthaushaltes geschaut? Sicher nicht, sonst würdest Du hier nicht so einen Unsinn verbreiten...!

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Kommentar von Biggi2007
09.10.2009, 17:43

Die meisten Tierärzte sind Ärzte aus Überzeugung, nicht weil sie Geld verdienen wollen.Hast Du so schlechte Erfahrungen gemacht? Ich bin nicht der Meinung, daß TÄ mit Kastration mehr verdienen. Wenn die Hunde dann krank sind, verdienen sie bedeutend mehr daran.

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hm, auch wenn hier wohl die meisten für eine frühkastration sind, halte ich davon recht wenig. kastration beim hund, finde ich ohnehin nur in bestimmten einzelfällen sinnvoll. aber das ist was anderes. fehlende erziehung macht man nicht durch eine OP wet. ;)

zum thema frühkastration, als gesundheitsvorsorge, würde ich sagen, vergiß es, die hilft dabei nicht, sondern verschiebt nur das krankheitsbild in eine andere richtung.

hier erst einmal für rüden, für hündinnen folgt die liste gleich. ;)

bei kastrierten rüden steigt das risiko für

  • übergewicht (x2)

  • prostatakrebs

  • nieren- und blasengeschwüre

  • diabetesrisiko

  • schilddrüsenüberfunktionen

  • osteosarcoma

bei unkastrierten rüden hätten wir ein erhöhtes risiko für

  • leukämie

  • hodenkrebs

  • analfisteln (6x)

  • bei Lymphoma eine kürzere krankheitsfreie Interval

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Kommentar von ordrana
10.10.2009, 11:07

bei kastrierten hündinnen steigt das risiko für

  • harninkontinenz (x8)

  • übergewicht (x2)

  • herztumor (x8)

  • blutschwamm

  • schilddrüsenüberfunktion

  • schilddrüsenkrebs

  • nieren/blasenschwäche

  • pancreatitis

  • chronische hornhautentzündung

  • schwund von muskelmasse und bindegewebe

bei unkastrirten hündinnen gibt es ein erhöhtes risiko für

  • analfisteln (x6)

  • scheidenetnzündung

  • scheidentumor

  • brustrkrebs (nur im vergleich zur frühkastration)

  • gebärmutterentzündung

die quelle von der ich diese infos abgetipselt habe ist leider nicht frei zugänglich ist aber sehr verläßlich. wenn interesse besteht selbst zugang zu diesen infos zu bekommen, kann mich gerne anschreiben.

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Mein Mann ist Tierarzt und ich arbeite mit in der Praxis. Hündin ab 4-5 Monate am besten kastrieren, aber auf jeden Fall vor der ersten Läufigkeit.

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Kommentar von JasminaAlthaus
08.10.2009, 21:22

Super, danke! Kannst du mir bitte noch etwas genauer erklären, weshalb VOR der Läufigkeit?

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Kommentar von fischerhundefan
09.10.2009, 09:50

@ rompi, Du arbeitest mit in der Praxis?! und dann lässt Du solche Vorwürfe wie die von lullebutz oben unkommentiert so stehen??? ich kanns fast gar nicht glauben... oder seid Ihr und Eure Praxis brandneu dabei?

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Kommentar von Katrin270182
09.10.2009, 11:08

Hi rompi- ich studiere Tiermedizin- aber die Leute wissen es TROTZDEM besser. Obwohl sie NULL- Ahnung vom tierischen Körper haben- NULL. Das ist unglaublich. Ich weiß garnicht warum ich mir dann das 6,5-jährige Studium antue wenn es auch ohne geht:-( Und bestätige doch bitte mal das dein Mann besser an einem Krebskranken Hund verdient als an einer Kastration- weil die Tierärzte kastrieren ja nur damit die Kasse klingelt- hört man hier...

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Kommentar von ordrana
10.10.2009, 10:49

es ist wissenschaftlich nicht bewiesen, daß sich frühkastrationen krebsvorbeugend auswirken. ich zitiere mich mal selbst aus einem anderen ähnlichen thema. ;)

ich nehme jetzt nur rüden als beispiel her, das ganze gilt auch für hündinnen, wobei es hier andere krankheiten sind, ist mir aber einfach zu viel tippselerei das beides aufzuzählen. ;)

bei kastrierten rüden steigt das risiko für

  • übergewicht (x2)

  • prostatakrebs

  • nieren- und blasengeschwüre

  • diabetesrisiko

  • schilddrüsenüberfunktionen

  • osteosarcoma

bei unkastrierten rüden hätten wir ein erhöhtes risiko für

  • leukämie

  • hodenkrebs

  • analfisteln (6x)

  • bei Lymphoma eine kürzere krankheitsfreie Interval

die quelle von der ich diese infos abgetipselt habe ist leider nicht frei zugänglich ist aber sehr verläßlich. wenn interesse besteht selbst zugang zu diesen infos zu bekommen, kann mich gerne anschreiben.

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Wir haben unsere Hündin kastrieren lassen, gleich, nachdem sie Geschlechtsreif war.

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Kommentar von JasminaAlthaus
08.10.2009, 21:09

Wie alt war sie da?

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Kommentar von XDiva
16.10.2009, 21:55

hmmm....1 jahr? da hats unser tierarzt uns empfohlen.

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Hallo Jasmina ;-)) Du hast Dir gerade erst ein Hundekind angeschafft... wieso jetzt schon diese Frage? Frühkastrationen sind sehr sehr umstritten, wie Du schon als Antwort bekommen hast, man kann sich seinen Hund nicht zurecht"schneiden"... was also ist los? was treibt Dich zu der Frage???

Wer verliert mehr Haare/Haarstruktur: dt. Pinscher oder Rotti?

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Kommentar von JasminaAlthaus
09.10.2009, 10:44

Hallo Mag diese Unterstellungen hier nicht so. Nein, ich habe (noch) keinen Hund. Darf man nicht einfach aus reinem Interesse/Horizonterweiterung fragen? Ich habe gestern ein Inserat von einer 8-mt. Hündin gesehen und mich gefragt, ob die evt. bereits kastriert ist. Dadurch kam mir die Frage in den Sinn, weil ich es eben nicht mehr genau wusste. Die Frage bezieht sich also nicht auf den Welpen, den ich evt. aufnehme! Hätte ich aber einen Rüden, würde ich in def. kastrieren lassen, damit er nicht rumstreunert (wohne auf einem Pferdehof) und nicht „leiden“ muss, wenn er läufige Hündinnen zu schnuppern bekommt. Manche werden nämlich regelrecht "verrückt", rennen über die Strasse oder entwischen aus dem Garten,liegen nur noch vor der Tür und winseln. Auch die Verträglichkeit zu anderen Rüden ist so eher da, was ich aber nie als Hauptgrund für eine Kastra. nennen würde! In manchen Hundeschulen/Kursen/Anlässe (Agility etc.) werden übrigens nur kastrierte Hunde aufgenommen! Damit es eben keine Zankereien, Probleme gibt wenn unkastrierte Rüden und läufige Hündinnen zusammen treffen. Und es muss nicht sein, dass sich private Hunde immer weiter vermehren (viele versuchen ja noch ein Nebeneinkommen dadurch zu erzielen). Es gibt aber genügende Hunde in den Heimen..! Also kastrieren und aus die Maus. Wird im Ausland auch so gemacht. Sollte sich ein Rüde total unauffällig verhalten, muss man ihn tatsächlich nicht „einfach so“ kastrieren lassen, aber welcher potente Rüde ist schon total unauffällig und sucht nicht nach Hündinnen? Und betr. Hündinnen: Es gibt viele, die stark bluten und sich nicht selber säubern. Also werden sie kastriert. Auch dies kann ich nicht verübeln. Habe schon eine Scheinschwangerschaft mitbekommen (was auch gefährlich werden kann). Dies ist nicht der letzte Grund für eine Befürwortung.

Sorry für den langen Text. Bei meinem zukünftigen eigenen Hund, werde ich erstmal warten und später irgendwann entscheiden, ob eine Kastra. notwendig ist oder nicht.

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