Ab wann hat man eine Essstörung, was zählt alles dazu?

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6 Antworten

Dich gedanklich nur noch mit Essen/Nicht essen beschäftigen,Kalorien ständig und permanent zählen, erbrechen,Fressanfälle,übermässiger Sport,Abführmittel,schlechtes Gewissen/Gefühl wenn man mal wirklich gegessen hat,sich täglich wiegen,manchmal am Tag sogar mehrfach und davon die Laune abhängig machen.

Mehr fällt mir so spontan dazu nicht ein.

Alles Gute!

Huhu :)

Also viele denken, dass eine Essstörung erst da anfängt, wenn man weniger isst oder hungert,...

das ist so nicht richtig!

Essstörungen treten ganz verschieden auf, es gibt welche, da essen die Betroffenen sehr viel (Fresssucht) und welche, da essen sie wenig (Magersucht) oder welche, da übergeben sie sich oder führen ab (Bulimie) und noch viele mehr.

Wichtig ist, dass eine Essstörung nicht nur auf das äußere Erscheinungsbild zurückzuführen ist (ob dick, ob dünn,... auch ein Übergewichtiger kann magersüchtig sein!) und auch ganz losgelöst vom Körpergefühl (z.B. als Methode zur Stressbewältigung) fungieren kann.

Eine Essstörung ist dann der Fall, wenn du eine gestörte Beziehung zum Essen hast. Du also nur noch an Essen denkst (positiv oder negativ) und deinen Tag darauf ausrichtest. Dabei zählt nicht nur, wie du umgehst mit essen, sondern vor allem, wie du darüber denkst (das psychische!).

Ich hoffe ich konnte die Frage beantworten, bei Fragen einfach fragen!

LG 

Canadiangirl20 08.07.2017, 13:08

Ganz tolle Antwort!! Ich selbst war Jahre lang essgestört und musste mich damit auseinandersetzen, was das eigentlich genau bedeutet. Extrem dumm fand ich oft Kommentare von Leuten, die meinen man seie nur magersüchtig etc. wenn körperlich aussieht wie ein Skelett. Man kann auch übergewichtig oder normalgewichtig sein und stark essgestört sein. Wenn man es einem anerkennt ist es schon zu spät.... beziehungsweise ist die Krankheit dann bereits viel zu weit entwickelt.

Um es kurz zu fassen: Sobald du beginnen musst du Lügen, um deine Prioritäten weiter durchzusetzen stimmt zumindest etwas nicht. Und wenn du dich gedanklich nur noch damit beschäftigst, wie du, wann, wie viel isst, solltest du etwas tun.

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Das Essen zwangsweise wieder herausholen

Die Tagesmahlzeiten bewusst auszulassen, dafür hungern.

Kalorien zählen, nur "gesund" essen wollen, eigenwillige bzw. einseitige Ernährungstheoriern verfolgen, häufig über Ernährung und Essen nachdenken, andere ständig  und ungefragt mit Ernährungsansichten belästigen, wann immer man mit anderen am Tisch sitzt über Ernährung zu reden etc.

wenn man nicht mehr ohne (Kalorien zählen, nur "vermeintlich Gesund isst, Ernährungsideologien folgt usw.)  kann.

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