Ab wann gilt ein Mensch bzw ein Elternhaus als bildungsfern?

8 Antworten

Die Ausbildung der Eltern macht nur einen Teil davon aus. Schwerer wiegt, wie das Familienleben gestaltet wird.

In bildungsfernen Familien ist der Medienkonsum deutlich höher. Bildungsnahe findet man auch schon mal in einem Museum oder einem Konzert. Sie sehen im Kino nicht nur den neuesten Blockbuster, sondern auch andere Filme. Sie lesen Zeitungen und Bücher und sind vielseitig interessiert.

auch du bist offensichtlich sehr von deinem Vorurteilen geprägt.

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@dasheimkid

Das sind Urteile, die auf Erfahrungen aus dem Leben basieren.

Schade, dass du uns nicht an deinem Wissen über Bildungsferne teilhaben lässt. Aber vermutlich gibt es das gar nicht und du bist nur ein Troll mit Langeweile.

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@dasheimkid

...weil Dich welche Aussage stört, möglicherweise Dir oder Deinem Umfeld nicht gerecht wird? Auch eine angemessene Streitkultur würde ich als Zeichen von Bildungsnähe sehen.... aber auch darüber wird sich trefflich streiten lassen....

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Frage:

Was sind Eltern, die sich fürs Freilernen entschieden haben, ihren Kindern freien Zugang zu den Medien gewähren, Diskussionen mit den Kindern führen, unterwegs sind und auch diverse Museen sowie andere Orte gesehen haben?

Natürlich nicht unbedingt alles auf einmal.

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Ich denke mal, ab dem Moment, wo die Sachzwänge verhindern sich zu bilden, weil man um das "Überleben" kämpfen muss.

In unserer Gesellschaft manifestiert sich das allerdings auf eine ganz andere Weise, als in einem sogenannten "Dritte Welt" Land. Dort können sich viele Menschen nicht bilden, weil sie erstmal was zu essen auf dem Tisch haben müssen. Da wird Schulbildung zweitrangig. Dort wird Bildung allerdings noch als hohes und erstrebenswetes Gut betrachtet, weil man dafür zahlen muss.

Bei uns ist der "Überlebenskampf" derart, dass die Menschen gefesselt durch Unzufriedenheit, Neid und "Habenwollen" (Unwort: Must Haves) sich nach dem Falschen, aber wirtschaftlich gewollten, "lang machen", und das Handy der neusten Generation wichtiger zu sein scheint, als sinnvolles und anwendbares Wissen.

Bildungsfern definiert sich deswegen für mich so: Jemand der lieber auf seinem (egal wie hohen) Wissens/Bildungsstand verharrt und nichts neues dazu lernen will. Und das trotz frei verfügbarem Material sich dieses aneignen zu können.

Kurz: Wozu sich bemühen, wenn einem doch alles in den A... geschoben wird?! Und dann auf hohem Niveau jammern!

Wieso denken so viele bei dem Wort "Bildung" an Schule?

Bildung findet überall statt.

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@kiniro

Stimmt, ich denke dabei gerne an die sogenannte "Herzensbildung", neudeutsch Empathie genannt.

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@heimkind1: Du hast gefragt, ab wann man als "bildungsfern" gilt, nicht ab wann man bildungsfern ist. Dann solltest du dich nicht wundern, wenn vieles genannt wird, was man durchaus als Vorurteil ansehen kann.

"Bildungsfern" ist ein genauso problematischer Ausdruck wie "sozial schwach", weil dabei eine Diskriminierung empfunden wird, auch wenn sie vom Sprecher gar nicht gemeint ist. 

Angestrebt ist bei "bildungsfern" meist die Aussage, dass für die Personen, die das sind, der Zugang zu Bildungsmöglichkeiten verschiedenster Art erschwert ist. So war Aleksis Kivi, der Begründer der finnischen Prosadichtung, in dem Sinne bildungsfern, weil es zu seiner Zeit (1870) keine literarisches finnisches Prosaschrifttum gab. Um so etwas kennen zu lernen, musste er erst Schwedisch lernen. Fichte war bildungsfern, weil seine Eltern nie darauf gekommen wären, ihn auf eine weiterbildende Schule zu schicken.

Beide aber waren von ihrer Veranlagung her vermutlich besser für Bildung aufgeschlossen als 99% ihrer Zeitgenossen. Und kaum jemand wird bestreiten, dass man auch ganz ohne Zugang zu jeder Art von Schriftlichkeit hoch gebildet sein kann (zu denken wäre z.B. an die Aborigines). 

Du solltest dich also nicht wundern, wenn dir auf deine Frage geantwortet wird und nicht auf etwas, wonach du nicht gefragt hast. Aber da du vermutlich nur eine Diskussion anregen wolltest, weil du den Ausdruck "bildungsfern" als unpassend ansiehst, kann ich dir versichern: Das ist dir gut gelungen.

Dies Frageforum ist freilich an sich nicht dafür gedacht. 

Leider denken viele, dass "schlecht in der Schule (gewesen) sein" gleich bildungsfern bedeutet.

Bildung ist für mich aber wesentlich mehr als das, was in der Schule gepaukt und wieder hochgewürgt wird.

Bildung bedeutet vielseitiges Interesse an dem, was in der Welt passiert und was die Welt so zu bieten hat.
Oft sind das aber Themen, die - wenn überhaupt - nur am äußersten Rand des Schuluniversums zur Sprache kommt.
Dann meist nur, um einen vorgefertigten Lehrplan abzuhaken.

Ich kenne einige Freilerner, die vielleicht im Sinne der schulischen Bildung "bildungsfern" sein mögen - letztendlich um einiges mehr an Bildung genossen haben, als ihnen irgendeine Schule hätte anbieten können.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Hobbylektorin - "unerzogen" ist eine Lebenseinstellung

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