Ab wann einen Menschen gehen lassen? Geräte abschalten?

8 Antworten

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Als Aussenstehender hat man immer leicht reden, jedoch würde ich die Geräte abstellen. Bei einem Schlaganfall sterben pro Minute Tausende Gehirnzellen ab und ja, es grenzt an ein Wunder, dass deine Tante noch leben aufgefunden wurde. Dennoch muss man mit irreversiblen neurologischen Schäden rechnen, die weder mit Lebensqualität einhergehen, noch moralisch in keinster Weise vertretbar sind. Auch wenn es ihre Tochter ganz sicher nur gut meint und vielleicht auch als Rechtfertigung dafür, dass sie ihre Mutter noch nicht gehen lassen will, ihre Kinder wird sie wenn nur bedingt "aufwachsen" sehen,geschweige denn wahrnehmen. Täglich entsteht neues Leben und endet nunmal auch, so ist das Leben. Und an der Endlichkeit angelangt ist es schwer, nicht an der Gegenwart festzuhalten und loszulassen.

Ich bedanke mich auch für diese Antwort... So ähnlich habe ich es auch versucht meinen Eltern zu vermitteln. Aber ich habe auch vollstes Verständnis für ihre Tochter, da sie anscheinend noch nicht bereit ist loszulassen, allerdings ist dies manchmal besser und das wird sie irgendwann einsehen.

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@justjxjx

Hey justjxjx

Frage: 

Wie muss ich mir das vorstellen? 

künstliche Beatmung usw. Gelegt aber hat versucht die Kabel durchzubeißen.

Das Kabel vom Beatmungsgerät? Sie ist doch bewusstlos? 

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@LouPing

Hallo nochmal... sie hatte ganz kurz einen halbwachen Zustand erreicht in dem sie sich wehrte und verlor gleich darauf wieder ihr Bewusstsein 

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Ohweh.... ein bitteres Schicksal!

Ich kann alle drei Beteiligten verstehen! Die Großtante, die Oma und die Tochter.

Vorneweg. Ich/ war zwar nicht in der Situation, die Geräte abzustellen, aber auch wir hatten die Verantwortung für die weitere ärztliche Versorgung bei meiner/unserer Mutter... Meine Mutter war damals 48 Jahre und ich 19. Hatte aber schon 2 Jahre zuvor meinen Vater verloren.

Weißt Du, beides ist so unendlich schwierig: Das Festhalten UND das Loslassen!

Deine Großtante: Jeder macht sich Gedanken, WIE er leben möchte. Sie möchte SO ein Leben nicht! Das zeigt schon die Tatsache, dass sie versucht, Kabel durchzubeißen! Trotz, dass ihr Gehirn sicherlich sehr stark beschädigt ist, "weiß" sie um ihren Umstand! Und genau diesen möchte sie nicht bzw. DAS, was auf sie zukommt. Ein Leben, das SIE so niemals wollte und auch nicht möchte!

Deine Oma: Sie respektiert den Wunsch ihrer Tochter. Eine Mutter möchte nicht, dass das eigene Kind leidet oder leiden muß. Deine Oma kennt ihre Tochter und dass sie den Wunsch der Tochter respektiert zeugt auch von sehr großer Liebe. Diese Liebe bedeutet, die eigenen Bedürfnisse zurückzustellen und der Tochter den Frieden zu wünschen - auch wenn dies den Tod bedeutet.

Die Tochter der Großtante: SIE will nicht, dass ihr Mutter für immer geht! Dass sie nicht mehr da ist! Dass es irgendwie weitergehen MUSS. SIE wünscht sich, das die Mutter die Enkel aufwachsen sieht. SIE will, dass die Mutter weiterlebt. SIE hält eisern am Leben der Mutter fest. Sie stellt ihre EIGENEN Wünsche VOR die der Mutter.

Sie will, dass ihre Mutter weiterleben DARF! SIE ist aber nicht diejenige, die dieses Leben leben MUSS!

Nimm es mir bitte, bitte nicht übel, dass ich dieses "sie" nun immer groß geschrieben habe! Ich verstehe die Tochter der Großtante und ihre Wünsche sind nicht egoistisch sondern einfach nur verständlich aber auch herzzerbrechend!

Die Tragik an der Sache: KEINER weiß, was wäre wenn... Das ist ja das Schlimme. JEDE Entscheidung könnte die falsche sein!

Ich habe den körperlichen und dann auch geistigen "Zerfall" meiner Mutter erlebt. Und gleichzeitig konnte ich Stück für Stück Abschied nehmen. Und irgendwann kommt der Punkt, an dem man - wir als Kinder - sich nur noch eines wünscht: Frieden. Egal wie "hart" dieser auch sein mag. Frieden und kein Leid mehr, dass man der Mutter weiterhin antut bzw. Leiden, dass SIE aushalten muß! Wir wollten einfach nur noch, dass es ihr nicht mehr schlecht geht, sie nicht mehr leiden muß! Auch wenn dies ihren Tod bedeutete! Wir mußten einsehen, dass jede Hoffnung ein Ende hat.  

Wir hatten damals Zeit uns irgendwie zu verabschieden und loszulassen und jeden Tag und jede Stunde zu fühlen, dass es zuende geht.

Ich glaube, das braucht auch die Tochter der Großtante um zu begreifen! Ganz Pragmatisch gesagt: Es bringt der Großtante nichts, wenn man sie weiter am Leben erhält - es schadet ihr aber auch nicht (die Großtante wird ja mit entsprechenden Medikamenten behandelt). Aber es hilft vielleicht der Tochter ein klein wenig, zu begreifen und Abschied zu nehmen, solange ihre Mutter noch lebt. Das sie loslassen kann.

Was sagen die Ärzte? Machbar ist ja vieles aber ist das "Ergebnis" dann auch noch lebenswürdig? Wünscht sich die Tochter wirklich SO ein Dasein für die eigene Mutter?

Oder ist, FÜR die Betroffene eben doch der Tod besser, weil dieser eben nicht nur tot sondern vor allem Friede und Ende des Leids bedeutet, als das Alles was da kommt? Ich denke ja...

Aber was ich denke, ist völlig unrelevant!

Ich wünsche Euch allen alles Liebe!

 

Also erstmal vielen Dank für deine schönen Worte... sie waren sehr treffend. Ausserdem möchte ich mein beileid aussprechen, aber es ist "schön" , dass du dich noch von deiner Mutter verabschieden könntest. Unter "lebenswürdig" versteht ja jeder was anderes. Sie wäre schwerstbehindert und von Betreuern abhängig... ihre Tochter ist aber noch nicht bereit loszulassen. Ich habe versucht ihr schonend zu erklären, dass es doch eine scheinbar bessere Variante wäre sie nun mit ihrem schönen normalen Leben abschließen zu lassen, als sie jetzt zu etwas retten was sie nicht gewollt hätte... aber natürlich wollte sie nicht wirklich was davon hören (sie meinte ich wäre zu jung um zu verstehen wie fortgeschritten die Medizin heutzutage ist, aber die Ärzte haben eindeutig gesagt dass man großteile des Gehirns nicht mehr aufbauen kann ) 

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@justjxjx

Kleiner Nachtrag:

So wie die Tochter reagieren in der Regel die Meisten, die in einer derartigen Situation sind! Es IST einfach schlimm, wenn man irgendwo noch Hoffnung hat, dass jemand weiterleben könnte!

Und ja, man vergisst hier meistens, dass das diese Menschen zwar am Leben sind, aber eben dieses "Leben" nichts mehr dem mit "Leben" zu tun hat, wie es vorher war!

Außerdem: Wer will die Verantwortung darüber übernehmen, ob man jemanden sterben läßt...???

Und nein, für derartige Themen ist man nicht zu jung. Tod und Sterben finden aber in unserer schnelllebigen Zeit irgendwie keinen Platz mehr. Es wird nur zu gerne verdrängt.

 

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Schade, dass sie keine Patientenverfügung hat, das würde die Entscheidung erleichtern.

Wenn sicher ist, dass sie keine wirkliche Lebensqualität mehr hat, falls sie wieder aufwacht, würde ich die Geräte abschalten lassen.

Allerdings hat natürlich die Tochter in diesem Fall das Sagen, denn es geht um ihre Mutter - sie kann sie noch nicht gehen lassen. So etwas braucht Zeit, Zeit die der Tochter gegeben werden muß.

Dankeschön auch für deine Antwort. Ja das ist wirklich schade... meine Familie hat erstmal nur die Entscheidung ob sie den luftröhrenschnitt durchführen damit sie künstlich beatmet werden kann. Diese Entscheidung muss relativ schnell getroffen werden, aber wir denken dass mein grostantchen das nicht gewollt hätte...

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