Ab wann darf man sich "wahrer Christ" nennen?


16.07.2020, 09:21

Alkohol bzw. Wein ist ja mit wenige mg beim Brotbrechen erlaubt. Ich meine hierbei Vodka und co.


16.07.2020, 09:48

Was sagt ihr zur Diskussion im Bild?

aber Jesus hat Wasser in Wein verwandelt... ich kann mich nicht erinnern, dass man als Christ keinen Alkohol zu sich nehmen darf...

Ja klar, so beim Brotbrechen (wenige mg). Ich meine Vodka und co. Und sich absolut betrinken bis zum geht nicht mehr. Denn das ist für mich kein Christ mehr.

30 Antworten

Die Frage geht an alle bibeltreue Christen:

Was ist Deiner Ansicht nach ein bibeltreuer Christ? Jemand, der sich wörtlich nach der Klarheit der Bibel, frei von jeder Interpretation, richtet, jemand der sich insbesondere nach dem Alten Testament oder der Lehre Jesu gemäß den Evangelien oder den Briefen des Paulus richtet, ohne betreffende Schriften zu interpretieren oder jemand der an so ziemlich allem davon heruminterpretiert, um alles irgendwie vermeintlich in Einklang zu bringen?

Für mich steht eindeutig fest, dass das Alte Testament eine Vorbereitung auf die Lehre Jesu (gewesen) ist, dass Jesus der Sohn Gottes und damit die beste Quelle göttlicher Wahrheit ist und dass die Evangelien, soweit die Bibel korrekt übersetzt wurde, die Lehre Jesu gemäß der Klarheit noch immer enthalten, insbesondere was die Evangelien angeht, die noch während der irdischen Lebzeit der Apostel entstanden (aber ebenso auch was die Offenbarung angeht, die ja auch von einem der Apostel Jesu stammt), während die briefe des Paulus von dem einzigen Apostel Jesu stammen, welcher, im Gegensatz zu den anderen Aposteln, nie von Jesus zu dessen irdischer Lebzeit unterrichtet wurde. Trotzdem haben die Briefe des Paulus, soweit sie besonders mit den Evangelien im Einklang sind, auch einen gewissen Aussagewert für mich, aber soweit sie der Aussage der Evangelien gemäß der Klarheit der Bibel entgegen stehen, haben die Evangelien für mich ohne jeden Zweifel Vorrang.

Ab wann darf man sich "wahrer Christ" nennen?

Meiner Ansicht nach, wenn man wirklich aktiv entsprechend dem lebt, was Jesus laut den Evangelien gemäß der Klarheit der Bibel gelehrt hat, allem voran was in Matthäus 22,37-40, 18,23-35 und 25,31-46 steht. Ebenso gilt auch in Hinsicht auf das Weltgericht, was in Offenbarung 20,12f und 22,11f steht. Wer also dann noch meint, dass der Glaube allein etwas nützen würde, der kann kein wahrer Christ sein.

Meine Meinung: Christ ist jemand, der absolut die Regeln einhält. Zwar ist Jesus für die Sünden gestorben, aber das heißt nicht, dass man extra sündigen sollte. Kein Alkohol, kein Sex vor der Ehe (für beide Geschlechter). Als Christ sollte man Nächstenliebe praktizieren und Menschen helfen. Außerdem sollte jeder ein Apostel Jesu sein und die Evangelien verbreiten und selber wie Jesus leben.

Man kann nur dann angemessen das Evangelium Jesu verbreiten, wenn man selbst ein gutes entsprechendes Vorbild für andere ist. Anderenfalls ist man trotz allem nur ein Heuchler. Das ist nicht böse und schon gar nicht persönlich gemeint, sondern es kann nur Heuchelei sein, wenn man nicht wirklich nach dem lebt, was man anderen mitzuteilen versucht.

Meinung vieler "Christen" heutzutage: Christ ist man, wenn man in die Kirche geht, Weihnachten und Ostern feiert. Und wenn man getauft ist. Exzesives Feiern und Alkohol ist erlaubt.

Wer nur an Weihnachten, Ostern und bestenfalls noch ähnliche Feiertage die Kirche besucht, ist meiner Ansicht nach so etwas wie ein "U-Boot-Christ", also jemand der hin und wieder mal in der Kirche auftaucht.

Wer meint, dass regelmäßige Kirchenbesuche und bestenfalls noch Glaube an das, was in der Kirche vermittelt wird, ausreicht, aber nicht aktiv nach dem lebt, was Jesus der Bibel nach gelehrt hat, ist meiner Ansicht nach ein Couch-Christ, also jemand, der zwar glaubt, aber zu Gunsten der Bequemlichkeit (daher Couch) nicht wirklich aktiv Werte wie Hilfsbereitschaft und Vergebungsbereitschaft auf Basis der Nächstenliebe lebt.

Was sagt die Bibel dazu? Ab wann ist man ein wahrer Christ?

Das erfährt man am besten, wenn man selbst in der Bibel liest, ohne Berücksichtigung auch nur einer einzigen Konfessionslehre, und auch ohne jede Interpretation, sondern wirklich nur das, was klar in der Bibel steht - insbesondere jedoch, was Jesus laut den Evangelien gemäß der Klarheit der Bibel gelehrt hat.

Der christliche Glaube ist eine persönliche Entscheidung. Christ wird man, wenn man an den Gott glaubt, der sich uns in der Bibel offenbart und das stellvertretende Opfer vom Kreuz von Jesus Christus zur Vergebung unserer Sünden für sich in Anspruch nimmt.

Das bedeutet, dass wir alle in Worten, Taten und Gedanken sündigen und deshalb Gottes heiligen, reinen und gerechten Maßstab verfehlen und eigentlich nicht zu ihm kommen können. Deshalb ist Gott in Jesus Christus selbst Mensch geworden, um stellvertretend für unsere Sünden zu sterben. Wenn wir darauf vertrauen, sieht uns Gott als reingewaschen von aller Schuld an und wir dürfen uns seine Kinder und Freunde nennen. Das ist wirklich wunderbar!

Und: Das ist absolut einzigartig. In keiner anderen Religion oder Glaubensvorstellung bietet uns Gott die Vergebung unserer Sünden an, indem Er sie selbst am Kreuz für uns getragen hat.

Wir können also nicht durch unsere Werke gerechtfertigt werden, sondern nur durch den Glauben allein:

Die Bibel macht an vielen Stellen deutlich, dass ein Mensch allein aus Glauben errettet wird (Johannes 3,14; 5,24; Apostelgeschichte 16,31; Römer 3,21–26, Römer 6,23 u.a.) und nicht aus eigenen Werken (Epheser 2,8–9; Römer 3,20; 4,5; Galater 2,16 u.a.).

Alle Menschen sind Sünder und werden vor Gott in Worten, Taten und Gedanken schuldig. Da Gott rein, heilig und gerecht ist, kann er Sünde nicht tolerieren. Deshalb müssten eigentlich alle Menschen in die Hölle kommen, da niemand ein völlig sündloses Leben geführt hat.

Doch Gott hat uns einen Rettungsanker ausgeworfen. Er ist selbst in Jesus Mensch geworden, hat Versuchungen erlebt und hat als einziger jemals ein völlig sündloses Leben geführt. Deshalb konnte er am Kreuz als reines und makelloses Opfer zur Vergebung unserer Sünden sterben. Wenn wir dieses Opfer für uns in Anspruch nehmen, bekommen wir die Vergebung unserer Sünden und können reingewaschen und geheiligt vor Gott stehen. Nach der Bibel gibt es nur diesen einen Weg.

Johannes 3,16: "Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat."

Hebräer 11,6: "Ohne Glauben aber ist es unmöglich, Gott wohlzugefallen."

Römer 6,23: "Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn."

Johannes 1,12: "Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben."

Epheser 2,8-9: "Denn aus Gnade seid ihr errettet durch den Glauben, und das nicht aus euch — Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme."

Allerdings sollte Glaube automatisch zu guten und gottwohlgefälligen Werken führen. Ansonsten ist es fragwürdig, ob der Glaube echt ist, wenn keine Werke folgen. Deshalb schreibt Jakobus, dass Glaube ohne Werke tot ist (Jakobus 2,20.26).

Diese Werke tun wir aber freiwillig, weil wir Jesus lieben und Ihm folgen wollen und nicht, weil wir versuchen, uns durch Werke erretten oder besser darstellen zu müssen (= Werksgerechtigkeit).

Ab wann ist man ein wahrer Christ?

Wenn man an Jesus Christus als seinen Erlöser glaubt und sich stets darum bemüht ihm bestmöglich nachzufolgen.

Alkohol bzw. Wein ist ja mit wenige mg beim Brotbrechen erlaubt. Ich meine hierbei Vodka und co.

Stehen in der Bibel genaue Prozentangaben, wie viel Alkohol pro Liter enthalten sein darf oder wonach das Getränk schmecken muss?

Was sagt ihr zur Diskussion im Bild?

Ich sage dazu, dass du dich nach eigener Aussage nicht an Orten aufhalten darfst, an denen du die Nächstenliebe nicht praktizieren kannst. Dies schließt insbesondere ein, dass du dich nicht alleine in deinem Zimmer aufhalten darfst.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Intensive Recherche über mehr als 6 Jahre

Christ kann man nicht aus eigener Leistung werden. Man ist Sünder und wird frei, weil Jesus für unsere Sünden gestorben ist. Wenn man das für sich in Anspruch nimmt, dann ist man Christ.

Es ist eine Illusion, dass ein Christ ein perfektes Leben lebt. Wir werden immer wieder sündigen, solange wir in dieser Welt leben. Der einzige sündlose Mensch war Jesus. Aber natürlich sollen wir uns verändern und Jesus immer ähnlicher werden. Dazu schenkt Gott uns seinen Heiligen Geist. Die Frucht des Geistes kann man in Galater 5,22+23 nachlesen (Liebe, Frieden, Freude, Güte, Geduld, Freundlichkeit, Treue, Rücksichtnahme, Selbstbeherrschung).

Rein formal: Ein Christ ist getauft.

Inhaltlich: Er glaubt an Christus als den Erlöser und Sohn Gottes.

Lebensphilosophie: Er lebt nach seinem Gewissen und versucht, das Hauptgebot zu verwirklichen: Du sollst den Herrn, deinen Gott lieben aus deinem ganzen Herzen und in deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand.’ Dies ist das erste und größte Gebot. Das zweite aber ist ihm gleich: ‚Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.’ An diesen beiden Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.

Haltung: Er stellt keine Gesetzeskriterien auf und beurteilt dann andere, ab wann man sich "wahre Christen" nennen darf. Sich selbst benennt er zumindes nicht mit diesem "Titel".

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