Ab wann darf ein Kind auf gehfrei? (Er ist 8 kg und 4 Monat alt)?

15 Antworten

Hallo!

Sollte es erst, wenn es seine Rückenmuskulatur so gestärkt hat, dass es sie gut beherrscht.

Es sollten schon Versuche da sein sich selbst in die Höhe zu schaffen.

Aber ganz ehrlich: Sowas braucht ein Kind nicht!!!

Die Dinger können außerdem kippen, was dann noch gefährlicher ist, als wenn sich das Kleine auf den Hosenboden setzt.

Jedes gesunde Kind WILL aufstehen und WILL laufen - und wenn es erst im 16 Monat ist.

Ich würde dir eher empfehlen:

Ecken und Kanten in der Wohnung zu vermeiden,

Treppen abzu sichern,

alles, was herunter fallen könnte oder sonst gefährlich werden könnte hoch genug zu deponieren.

keine Stecker eingesteckt zu lassen oder in Griffhöhe (der Toaster kann auch auf dem Kopf landen),

die Steckdosen zu sichern.

Schränke, Regale und Sedeboards an die Wand zu verdübeln (kippen beim klettern)

Den Herd gegen herunter fallende Töpfe zu sichern (Vorsicht: auch bei der besten Herdsicherung kommen die Kinder an die Knöpfe - selbst wenn sie abgedeckt sind!!!)

Kamine einzuzäunen (Verbrennungsgefahr),

giftige Pflanzen zu entsorgen - auch im Garten!!!

Boiler vom  Netz nehmen

Tischdecken zu verbannen (können mit Inventar vom Tisch gezogen werden)

Kleinteile unter 6 cm Durchmesser zu verbannen

Geländer, die zwischen den Stangen mehr als 10cm Abstand haben zu sichern (Kind kann durch rutschen und mit dem Kopf hängen bleiben)

Fenstergriffe mit Schloß

Türen: Schlüssel außer Reichweite: z.B. Nagel am Türrahmen

Schubladen gegegen das herausfallen sichern

Putzmittel und Schnüre usw weg schließen (auch Spülmittel)

Alles was dir wichtig ist: Bilder, Bücher, usw sichern (macht prima Konfetti!)

falls du einen Garten mit Teich hast: absichern! Ebenso Regentonnen, in die Kinder rein klettern können.

Vorsicht ist auch bei den spitzen Jägerzäunen geboten.

Kinder können schon in einer 5cm hohen Pfütze ertrinken! Sie haben in den ersten 3 - 3 1/2 Jahren einfach nicht die Kraft sich rechtzeitig zu drehen, Stürze abzufangen und wenn sie erstmal mit dem Kopf im Wasser sind wieder alleine hoch zu kommen.

Diese und unzählige weitere Tips kannst du auch beim Jugendamt erfragen.

Ich war 4 Jahre lang Tagesmutter und musste diese Sicherheitsmaßnahmen bei mir im Haus umsetzen.

Das ist deutlich zu früh und würde der Entwicklung des Kindes deutlich schaden. Grundsätzlich ist es natürlich am Besten, wenn man das Kind erst gar nicht oder nur sehr wenig in so ein Ding steckt. Zum einen lernt es dadurch eine vollkommen falsche Körperhaltung und lernt dadurch  erst später laufen, wenn es zu lange in so einem Ding ist. Man tut dem Kind keinen Gefallen damit. 

Die Natur hat ihren eigenen Rhythmus und jedes Kind seine eigenen Schritte auf dem Weg zum aufrechten Gang. Das eine Kind robbt lange, das andere gar nicht, manche überspringen grabbeln, manche haben eine Mischung aus Robben und Grabbeln, aber jedes gesunde Kind findet am Ende zum aufrechten Gang. Und diesen eigenen Weg sollte man einem Kind auch lassen. 

Zudem darf man die Unfallgefahr von diesen Dingern nicht unterschätzen. Verbrühungen, Verletzungen und Stürze sind nicht selten. Sie sind schnell da und reißen alles schnell runter, was sie erwischen. Und mit so einem Ding die Treppe runter, weil man mal eine Sekunde nicht aufgepasst hat, das ist nicht lustig. 

Hat der Sohn eines Bekannten mit 15 Monaten gemacht. Der Treppenschutz war nicht schnell genug geschlossen und schon ging es die Kellertreppe runter und mit dem Rettungshubschrauber auf die Intensivstation. Ging zum Glück gut aus und blieb nichts zurück.

Gehfrei... du meinst diese Dinger in die man ein Kind reinsetzt das grade laufen lernt... so das das Kind ebenerdig vorwärts kommt ohne das man die ganze Zeit festhalten und stützen muss?

Idealerweise garnicht, sind schon viel zu viele folgenschwere Unfälle passiert.

Mit 4 Monaten ist es eh noch zu früh. Was lernt ein Kind in einem solchen Ding? Das es sich nicht aufs eigene Gleichgewicht verlassen muss, das es keine große Muskelkraft aufbauen muss dafür.... Nebenbei lernt es eine falsche Fußstellung dabei (hallo Ergotherapie).

Das ist falsches "Laufenlernen". Ist vergleichbar mit Stützrädern am Fahrrad. Dadurch zieht sich das lernen an sich viel viel länger hin und man muss - später ohne - nochmal von grund auf lernen.

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