Ab wann darf die Arbeitsagentur meine Leistungen beenden?

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3 Antworten

Das ist doch totaler Unsinn,was dir da erzählt wurde !

Selbst wenn du deinen Arbeitsvertrag bereiz unterschrieben hättest,stehen dir weiterhin Leistungen zu,sie können zwar von dir weiterhin Bewerbungen fordern,die du ja problemlos schreiben kannst.

Sollte es dennoch zu einem Vorstellungsgespräch kommen,kannst du deine feste Anstellung ja bekannt geben,das macht sich nicht gut,wenn du das bereiz in der Bewerbung schreiben würdest,denn davon möchte das Amt ja immer eine Kopie.

Dann wird sich das Vorstellungsgespräch schnell erledigt haben.

Bekommst du also jetzt noch aufstockend ALG - 2 gezahlt und du beginnst dann deinen Job,dann entfällt ab dem 1 Tag der Beschäftigung dein ALG - 1 Anspruch,aber dafür muss dir dann euer Bedarf vom Jobcenter übernommen werden.

Das muss es so lange machen,bis du deinen ersten Lohn auf deinem Konto hast.

Würdest du also angenommen am 01.09.2014 deine Beschäftigung aufnehmen und erst im Folgemonat deinen ersten Lohn aufs Konto bekommen,dann stünde dir der volle ALG - 2 Bedarf für den September zu,den müsstest du auch nicht zurück zahlen,obwohl du bereiz einen vollen Monat gearbeitet hättest.

Auch für den Oktober müsstest du noch einmal volle Leistungen bekommen,nur mit dem Unterschied,das nach dem Eingang deines ersten Lohnes,dieser nach dem Abzug von Freibeträgen nach § 11 b SGB - ll , auf eure gezahlte Leistung für Oktober angerechnet würde.

Du müsstest dann das anrechenbare Einkommen,welches sich nach dem Abzug der Freibeträge ergibt,an das Jobcenter zurück zahlen,weil dann eine Überzahlung vorgelegen hat.

Das ganze kannst du aber dann auf Antrag auch in Raten abzahlen.

Ok. Vielen Dank. Sehr hilfreich. Die Informationen von dir hab ich jetzt, trotzdem weiß ich nicht wie ich mich nun durchsetzen kann. Bräuchte etwas schriftliches, aus einem Merkblatt oder ähnlichem.

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@Lusama

Das findest du überall im Internet,das dir dein ALG - 1 ( wenn der Anspruch noch nicht verbraucht ist ) ist zur Arbeitsaufnahme zusteht !

Beginnst du zum Beispiel am 07.07.2014 eine Beschäftigung in Vollzeit,dann hast du Anspruch bis zum 06.07.2014,dieser würde dir dann am letzten Werktag des Monats überwiesen.

Dann würde dir bei Arbeitsaufnahme ein Überbrückungsgeld zustehen,muss nur beantragt werden,das würde zutreffen,wenn du nur ALG - 1 bekommen würdest.

Bekommst du aber noch ALG - 2 als Aufstockung gezahlt,gilt für dich das SGB - ll und dann hast du wie von mir erklärt,Anspruch auf volles ALG - 2 ( unter Berücksichtigung deines noch gezahlten Anteils von deinem ALG - 1 ) bis du deinen ersten Lohn auf dein Konto bekommen hast.

Nachlesen kannst du das unter Einkommensanrechnung ( Zuflussprinzip ) bei ALG - 2 Bezug.

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Ein herzliches Dankeschön. Jetzt heißt es DURCHSETZEN!!!

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@Lusama

@isomatte ich hab jetzt eine halbe Ewigkeit gegoogelt und nichts passendes zu meinem Thema gefunden. Ich glaube dir alles was du mir geschrieben hast, dennoch muss ich meinem Sacharbeiter etwas vorzeigen können. Hast du einen Link oder irgendetwas?

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@Lusama

Nicht du musst etwas vorlegen oder nachweisen,das muss dir dein Sachbearbeiter mit §§ belegen,das dir dann angeblich keine Leistungen mehr zustehen !

Habe mir deine Frage noch einmal genauer durchgelesen.

Du darfst natürlich den Arbeitsvertrag nicht zum Juli unterschreiben,wenn darin steht,das du angenommen am 25.07.2014 eine Beschäftigung aufnimmst,tatsächlich aber erst im September dort mit arbeiten beginnst.

Dann stünde dir natürlich auch keine Leistung mehr zu,weil du ab diesem Datum nicht mehr als Arbeitslos gelten würdest.

Unterschreiben kannst du den Arbeitsvertrag ohne Probleme,wenn du auch das Datum des Arbeitsbeginns,welches im Arbeitsvertrag steht einhalten würdest.

Also jetzt unterschreiben,Beginn laut Arbeitsvertrag angenommen der 01.09.2014 und an diesem Tag beginnst du deine Beschäftigung.

Dann steht dir bis zum 31.08.2014 dein ALG - 1 zu und deine ALG - 2 Aufstockung und dann nur noch ALG - 2,dann aber euren vollen Bedarf nach dem SGB - ll,bis du deinen ersten Lohn auf deinem Konto hast.

Dein ALG - 1 würdest du zwar bis 31.08.2014 bekommen,aber nur für 30 Tage,weil das die Berechnungsgrundlage beim ALG - 1 ist.

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ALG 1 darf dir nicht gestrichen werden, solange es noch nicht ausgelaufen ist, da es sich dabei um eine Versicherungsleistung handelt. Und für ALG 2 musst du zwar meist dem Arbeitsmarkt zu Verfügung stehen und evtl. auch eine Urlaubsvertetung annehmen, aber wenn du angibst, dich weiterhin zu bemühen und Bewerbungen für einen Kurzzeitjob vorlegst, müsstest du auch dieses weiterhin bekommen. Desweiteren stehen dir im Jahr 3 Wochen bezahlte und 3 Wochen unbezahlte Ortsabwesenheit zu - wenn du diese noch benatragst, müssten sie eigentlich bewilligt werden, denn für diesen kurzen Zeitraum ist mit der Vermittlung eines Jobs oder einer Maßnahme seitens des JobCenters nicht zu rechnen.

Wenn die Zahlung eingestellt werden soll, musst du einen schriftlichen Bescheid bekommen. Lege gegen diesen umgehend Widerspruch ein (sicherheitshalber mit Quittung - entweder beim persönlichen Abgeben oder per Einschreibbrief). Stellen sie die Zahlung ein, ohne dich zu informieren, dann fordere schriftlich die Weiterzahlung innerhalb einer bestimmten Frist ein und gehe, falls die Frist abgelaufen ist und sich nichts rührt, vor das Sozialgericht (in der ersten Instanz brauchst du noch keinen Anwalt ). Du hast Anspruch auf Prozesskostenhilfe.

Das klingt schon etwas eigenartig. Ich denke da liegt ein Missverständniss vor. Frage nochmal nach wovon du und dein Kind bis zum ersten Gehalt leben sollen. Wenn das nichts bringt, lass dir diese Entscheidung schriftlich geben, lege Widerspruch ein und geh damit zum Anwalt. Kleiner Tipp;: bei uns in der Stadt vermittelt der Arbeitslosenverband einen kostenlosen Anwalt für solche Sachen.

Mein Sachbearbeiter meinte, ich müsse mir einen Job bis dahin suchen. Für mich macht das überhaupt keinen Sinn. Gerade auch jetzt wo mein Kind sechs Wochen Ferien hat. Das mit dem kostenlosen Anwalt hört sich gut an. Ich werde mal googlen ob es bei uns sowas auch gibt. Danke.

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@Lusama

Solch eine Situation kann einen Menschen auch (psychisch) krank machen. Dann sei geraten, dies einmal mit dem Arzt seines Vertrauens zu besprechen... :-)

Ansonsten (in der Zeit des Gesundseins) ordnungsgemäß weiter bewerben, und dies dem Amt auch nachweisen. Bei evtl. Vorstellungsgesprächen sagen, dass Du zum 1.8. (oder zum 1.9.) bereits eine feste Stelle hast. Kaum ein Unternehmen wird Dich dann einstellen. Wenn doch beabsichtigt, meldest Du Dich hier noch einmal.

Dass Du über den Tag der Arbeitsaufnahme (1.8. bzw. 1.9.) hinaus irgendwelche Ansprüche auf Geldzahlung seitens ALG I oder ALG II haben sollst, halte ich für ein Gerücht. Hier muss @isomatte etwas falsch verstanden haben!

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