Ab wann BKH?

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1 Antwort

Der normale Weg geht meist über den Hausarzt. 

Bei dem Hausarzt macht man einen Termin zum Gespräch aus und schildert dort seine aktuelle Situation, die Symptome et cetera - der Hausarzt übernimmt meist das Gespräch und stellt dann auch im Zuge dessen die wichtigsten Fragen.

Sofern von Patientenseite der Bedarf für eine psychiatrische Klinik besteht, stellt der Hausarzt für eine Klinik eine Einweisung aus. Die Einweisung muss nachfolgend von der Krankenkasse abgesegnet werden und dann hat man ein Anrecht auf eine stationäre Behandlung in einem Krankenhaus. Eine Einweisung wird allerdings nur dann ausgestellt, wenn aus der vorhergehenden Prüfung sich ein dringender Handlungsbedarf herauskristallisiert.

Eine weitere Möglichkeit ist die Überweisung. In diesem Falle überweist einen der Hausarzt an einen Arzt, der in dem entsprechendem Fachgebiet tätig ist. Eine Überweisung kann auch an ein Krankenhaus gehen, dass wird meist dann gemacht, um die Fachärzte vor Ort entscheiden zu lassen ob ein Handlungsbedarf gegeben ist oder nicht. Allerdings ist der bürokratische Aspekt bei solchen unterfangen oft etwas konfus.

Genau aus diesem Grund ist es am besten sich in der entsprechenden Klinik zu melden und anzufragen. Dafür ist es gut, sich zu erkundigen ob ein Therapieangebot besteht, wie man dieses wahrnehmen kann und was sie dafür genau von dir brauchen. 

Als Richtlinie, mal ganz grob gefasst, gilt aber das ein dringender Handlungsbedarf besteht und wenn du diesen siehst, dann ist davon auszugehen, dass auch der Haus- beziehungsweise Facharzt diesen sehen wird, wenn du deine Lage schilderst.´

Sollte allerdings der Bedarf so dringlich sein, dass eine Wartezeit absolut ausgeschlossen ist, dann kannst du auch direkt in das nächstgelegene Krankenhaus gehen und deine Situation schildern - gerade bei akuten Suizidgedanken et cetera. Unter diesen Umständen folgt eine sofortige Aufnahme im Rahmen einer Krisenintervention. Diese dient primär dafür, dich in einem geschützten Rahmen setzen zu können. In dieser Zeit wird auch ein Facharzt mit dir sprechen und sich Zeit für dich nehmen.

Kurzum - in solchen Fällen ist die erste Anlaufstelle der Hausarzt oder das Telefon, um sich in der entsprechenden Klinik zu erkundigen. Nachfolgend wird dir dann auch mitgeteilt welche Wege du gehen musst, um das Angebot vor Ort in Anspruch nehmen zu können. Im Notfall, kannst du jedoch immer zur Krisenintervention in einem Krankenhaus vorstellig werden.

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute für die weitere Zeit und hoffe, du bekommst die Unterstützung, die du suchst.

Liebe Grüße.

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Kommentar von jackycoke
27.07.2016, 21:40

Ich habe ziemlich jeden Tag Suizidgedanken. Muss ich deswegen ins BKH oder muss da noch mehr sein. Ich war noch nicht beim Arzt ich wollte nur wissen ob es sein könnte das ich ins BKH muss.

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Kommentar von jackycoke
27.07.2016, 22:03

Ich habe schon immer mehr bedenken das ich bald die Kontrolle verlieren könnte ich will eigentlich nicht zum Arzt geschweigedenn BKH.

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Kommentar von jackycoke
27.07.2016, 22:03

Vielen Dank für die Antworten. :)

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