Ab wann Alkoholkonsum überdenken?

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7 Antworten

Auf jeden Fall den Alkoholkonsum Vermeiden! Offensichtlich versuchst du dich mittels Alkohol abzulenken oder zu "flüchten" Hol die gute Hilfe gerade wenn du Psychisch nicht die stärkste bist. sonst nimmt`s ein böses Ende.

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Kommentar von MiaB24
27.02.2017, 10:31

ja, eh. im Endeffekt flüchte ich mich darin, weil alles einfacher wird.

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Kommentar von MiaB24
27.02.2017, 10:36

ich weiß einfach nicht richtig weiter. oft geht es mir so extrem gut, dass mich schon mal Leute gefragt haben was mit mir los ist. dann auf einmal ist es ganz anders. dann werd ich nachdenklich und gehe total in mich, oder weine nur. keine Ahnung, ob dies mit dieser manischen Depression zusammen hängt. ich komme auch nicht klar, sobald ich meinen besten Freund unter stärkeren Alkoholeinfluss sehe. ich denk dann nur an ihn und bin fertig. dann such ich mich ablenkung durch andere. das schlimmere ist eigentlich, dass mein Wochenende nur aus Weggehen, trinken und schlafen besteht.

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Das Gute zuerst: Du bist Dir bewusst, dass was schiefläuft! Das ist das allerwichtigste, um die Reißleine zu ziehen. 

Ab dem Moment, wo Du Dir selbst die Frage stellst, bist Du bereits an einem kritischen Punkt angekommen. Zumal Du eine gewisse Vorgeschichte und andere psychische Probleme ist. Ein gutes Zeichen ist, dass Du zwischendurch eine längere Phase hast und anscheinend der Alkoholkonsum eine Art Bewältigung von schlechten Stimmungen darstellt. Damit kann man arbeiten, indem Du lernst, Dir andere Bewältigungsmethoden zuzulegen, z.B. Sport. 

Es ist eigentlich ganz simpel: trink die nächsten vier Wochen nichts. Keinen Tropfen. Egal, ob Du unterwegs oder zuhause bist, ob es Dir gut oder schlecht geht - trinke nichts.Versuch mal, wenn Du das Verlangen nach Alk hast, eine Runde Joggen zu gehen, um Dich anderweitig abzulenken.

Wenn Du merkst, dass Du das nicht hinbekommst, solltest Du Dich an einen Arzt oder eine Suchtberatung wenden.

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Du benutzt den Alkohol als Medikation. Das machen leider viele psychisch Kranke, weil sich durch den Alkohol Anfangs vermeintlich Besserung einstellt. Aus eigener Erfahrung als Manisch-Depressiver kann ich dir nur dringend raten dich schnellstens in Therapie zu begeben. Möglichst stationär. Erst mal mußt du vom Alk weg und du mußt medikamentös vernünftig eingestellt werden. Durch den Alkohol verschlimmert sich die Erkrankung nur. Du brauchst immer mehr Alk, bis du nichts mehr kontrollieren kannst. Das ist ein Tanz auf dem Drahtseil und du fällst schneller runter, wie du glaubst. Ich bin etwa 2000 erkrankt und habs nicht bemerkt. 2006 wurde die Erkrankung festgestellt und 2007 bin ich stationär aufgenommen worden, nachdem die ambulante Therapie gescheitert ist. Es war auf jeden Fall der richtige Weg. Ich habe mein Leben wieder in den Griff bekommen, nachdem ich vor der Klinik so war wie du. Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Kraft!

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Kommentar von MiaB24
27.02.2017, 10:39

aber bei mir wurde noch nichts fix festgestellt. vor knapp vier Jahren eben die Angststörungen usw. er meinte damals nur, dass er einen Anflug manischer Depression sieht bzw merkt. Ich überlege ja, zum Arzt zu gehen.. dann denk ich mir, vielleicht rede ich mir nur was ein. aber ich hab leider diese Tage, wenn ich zuhause bin, dass ich nur traurig bin, viel zu viel nachdenke usw. bis auf wenige Male verletzte ich mich zumindest nicht mehr selber. Medikamente nehme ich momentan nicht ...

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Übermorgen fängt die Fastenzeit an. Eine gute Gelegenheit um es auch mal ohne Alkohol zu versuchen - da musst du dich nicht so viel erklären, falls dir das vor deinen Freunden peinlich ist, warum du jetzt plötzlich nichts trinkst.

Versuchen kannst du es auf jeden Fall alleine - aber ich fürchte, du wirst doch auch professionelle Hilfe brauchen. Jetzt weniger für den Entzug als mehr für die psychologischen Probleme die du hast.

Hast du schon einmal daran gedacht, dir eine Selbsthilfegruppe zu suchen? Sich mit Leuten zu unterhalten, die in ähnlichen Situationen sind wie man selbst hilft oft mehr als mit einen Psyochodoc zu sprechen.

 

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Kommentar von MiaB24
27.02.2017, 10:33

Vor meinem besten Freund und meiner Freundin ist es mir nicht peinlich. sie kennen mich ja, und würden mich sicher auch unterstützen. meist ist es aber eher so, dass ich sie in solche Sachen nicht viel einbeziehen will, weil es meine Probleme sind. Wo erfährt man mehr über solche Selbsthilfegruppen? also ich bin aus Österreich..

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Wenn du schon selber die Befürchtung hast, zuviel Alkohol zu trinken, dann ist dem auch so. Deine Entscheidung weniger zu trinken ist also richtig.

Versuch mal zu lernen, bewußt zu trinken, indem du dir Regeln aufstellst (bspw. unter der Woche gar nicht, am Freitagabend max. drei Bier, am Samstag max. vier Bier).

Sollte dir das so nicht gelingen, solltest du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen (die Notwendigkeit dazu sehe ich aber, auf Grund deiner Schilderung, noch nicht).

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Kommentar von Stellwerk
27.02.2017, 10:40

"Versuch mal zu lernen, bewußt zu trinken, indem du dir Regeln aufstellst (bspw. unter der Woche gar nicht, am Freitagabend max. drei Bier, am Samstag max. vier Bier)."

Letzteres würde ich lassen. Erfahrungsgemäß ist es einfacher, gar nicht erst zu trinken als sich dann zu stoppen - zum einen fällt ja die Hemmschwelle und die Kontrolle mit den ersten Gläschen, zum anderen hat man die Ausrede, na, jetzt kommt's auch nicht mehr drauf an. V.a. bei Menschen, die eine kritische Schwelle schon erreicht haben, ist der Gesamtverzicht einfacher zu händeln.

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Kommentar von MiaB24
27.02.2017, 11:12

es geht nicht nur um letzte Zeit. Das hat alles vor drei Jahren, mit einem Jahr Pause angefangen. Nur merke ich jetzt, dass ich anscheinend versuche, meine Sorgen und Ängste weg zu trinken, und weil es die letzten zwei Monate solche Abstürze gab, dass ich angesprochen wurde, ob irgendwas nicht funktioniert bei mir. mir machen eben vor allem diese Situationen Angst, in denen ich gegenüber Freunden bzw meinem besten Freund abfällig werde und einmal zugeschlagen habe. oder einfach gar nichts mehr weiß..

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Kommentar von MiaB24
27.02.2017, 11:15

edit: am nächsten Tag habe ich dann die ärgsten Gewissensbisse, weil ich nichts mehr weiß, oder ich erst durch andere mehr erfahre. ich möchte auch aus Liebe zu meinen besten Freunden versuchen, etwas zu ändern. die machen sich sorgen, aber wissen womöglich nicht, wie sie mit mir umgehen sollen. auf jeden Fall werd ich einen Arzt aufsuchen. mir ist es auch damals mit Medikamenten besser gegangen. sollte nicht die Lösung sein, aber irgendwas muss ich ändern, und ich befürchte, es nicht allein zu schaffen.

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Kommentar von MiaB24
27.02.2017, 11:26

ah ok, ich trink ja zum Glück nicht mehr täglich, aber wenn eben richtig viel.

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Wenn du regelmäßig, selbst geringe Mengen (1 Glas), Alkohol trinkst. Wenn du mit dem Trinken etwas anderes als gelegentlichen Genuss bezwecken willst (nicht dran zu denken oder schlafen zu können). Wenn du etwas vermisst wenn du nicht trinkst. Mit Alkohol werden keine Probleme gelöst sondern es kommen nur neue dazu. Deshalb gehe zu deinem Hausarzt und berichte ihm von deinem Alkoholmissbrauch.

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Rede so schnell wie möglich mit Deinem Hausarzt. Wenn Du es allein nicht schaffst, vom Alkohol wegzukommen (das musst Du auch wirklich wollen), brauchst Du eine Entziehungskur.

Denn das

weiß am nächsten Tag einige Sachen nicht mehr. Öfter wache ich mit
Blutergüssen oder kleinen Verletzungen auf und weiß nicht woher diese
stammen.



klingt schon sehr bedenklich.

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