Ab viel viel jahren darf man abtreiben lassen?

15 Antworten

KONKRET  ZU DEINER FRAGE

  • Ab 16 Jahren ist eine Einwilligung der Eltern NICHT erforderlich und es ist problemlos möglich, einen Abbruch ohne Kenntnis der Eltern durchführen zu lassen.
  • Schon ab 14 Jahren gilt die Schweigepflicht des Arztes uneingeschränkt. Hat er also Zweifel an der Einwilligungsfähigkeit, so darf er nicht gegen den Willen des Mädchens die Eltern informieren, sondern allenfalls den Abbruch verweigern. Das Mädchen kann sich also problemlos und ohne Angst an einen Frauenarzt oder an ProFamilia wenden und sich ausführlich beraten lassen.

ALLGEMEINE TIPPS FÜR DAS MÄDCHEN

  • Ganz entscheidend ist, die Schwangerschaft unverzüglich von einem Frauenarzt bestätigen (oder ausschließen) zu lassen. Nur wenn die Schwangerschaft ärztlich festgestellt ist, hat es Zweck, weiter darüber nachzudenken. Als Minderjährige kannst Du jederzeit ohne Termin als Notfall zu einem Frauenarzt gehen und kommst mit Sicherheit ran, wenn Du sagst, dass Du ungewollt schwanger bist.
  • Falls Du wirklich schwanger bist, solltest Du Dir UNVERZÜGLICH einen Termin für eine dringliche SCHWANGERSCHAFTSKONFLIKTBERATUNG geben lassen. ProFamilia berät neutral, professionell und umfassend. Auf profamilia.de findest Du rechts-oben "Angebote vor Ort" und kannst dort eine nahegelegene Filiale kontaktieren. Nach der Beratung hast Du immer noch ALLE Optionen und kannst Dich fundiert entscheiden.
  • In Deutschland hat jede Frau die freie Wahl, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen. Diese freie Wahl sollte sie nutzen und dabei ihre Lebensziele und Lebensplanung, ihre eigenen Ansichten und Wertvorstellungen, ihre wirtschaftliche Lage und die eventuelle familiäre Zukunft und Partnerschaft berücksichtigen. Schwangerschaftsabbrüche sind immer eilig. In Deutschland gilt die strenge Fristenlösung, nach der Abbrüche nur bis zur 12. Woche nach Empfängnis erlaubt sind.
  • Bis zur 12. Woche hat ein Embryo mit Sicherheit KEIN Bewusstsein, keinerlei Gefühle wie Angst und kein Schmerzempfinden. Anhaltspunkte nach Entwicklung: erste Motorik (16. SSW), Schmerzreizweiterleitung (ab 24-28, SSW), Bewusstsein (nicht vor 30. SSW) und Schmerzempfinden (35.-37. SSW): http://www.svss-uspda.ch/de/facts/embryo.htm
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Da wäre der Text anzupassen:

"Falls Du wirklich schwanger bist,"

da er schreibt:

"(M/17)".

Da er unten schreibt, dass er gar nicht für die Abtreibung ist, weil das als einziges für seine Freundin akzeptabel wäre, sondern weil er "moslem" sei und deshalb fürchtet, dass sein Vater ihn deshalb "fickt", weil er halt mit dem "druck in den eiern" anders als mit unverhütetem Sex nicht zurecht kam, ist aber der Hinweis mit dem, dass die Frau entscheiden soll, hier mehr als angebracht.

Bei der Freigabe von Abtreibung gings nämlich nicht darum, dass irgendein Mann dann so vermeiden kann, dass wenn es halt grad mal wieder "druck in den eiern" gab und es dann halt ein Problem gab weil kein Sex haben oder Verschieben bis Verhütungsmittel verfügbar nun wirklich überhaupt nicht möglich war, ihn sein Vater ggf. aufgrund bestimmter kultureller Vorstellungen "fickt".

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@carn112004

Bitte beachte die Überschrift des zweiten Absatzes: "An das Mädchen" -- ich denke, die Tipps sind nur für die frau relevant und wenn er ihr das zu lesen gibt, dann passt das.

Ich mache mich frei von ideologischen Rahmenbedingungen und antworte so sachlich wie möglich auf die eigentliche Titelfrage. Ich verbinde damit die Hoffnung, dass sachliche Information immer noch am meisten hilft.

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@Kajjo

Die Information, dass es von den Grundwerten der deutschen Gesellschaft her unerwünscht ist, wenn ungeborene abgetrieben werden, weil andernfalls der Vater des jugendlichen Erzeugers diesen "fickt", ist eine vollständig sachliche.

Insbesondere da der Staat hierfür Instrumente und Gesetze vorgesehen hat, damit ein solches Problem anders gelöst wird als mit Abtreibung.

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@carn112004

Ich beziehe mich in meiner Antwort nur auf die Titelfrage und nicht auf nachgereichte Informationen. Ich habe die anderen Kommentare nicht einmal dafür gelesen.

"Vom Vater f*cken lassen" soll wohl bedeuten, dass er starken Ärger bekommt. 

In Deutschland hat eine Frau die freie Wahl, eine ungewollte Schwangerschaft abbrechen zu lassen. Ich würde mich da nicht in irgendwelche "Grundwerte" versteigen wollen. Noch weniger, wenn die Betroffenen möglicherweise einer anderen Kultur entstammen.

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@Kajjo

"In Deutschland hat eine Frau die freie Wahl"

Irgendwann würde es mich mal interessieren, was unter "hat eine Frau die freie Wahl" eigentlich genau zu verstehen ist, wenn eine Frau bei Unterlassen der Abtreibung fürchten muss, dass was richtig unangenehmes passiert, z.b. dass der Vater des Kindsvaters diesen "fickt", was immer das auch genau bedeuten mag.

Aber wohl nicht hier und jetzt.

"Ich würde mich da nicht in irgendwelche "Grundwerte" versteigen wollen."

Was das Auslassen einer sachlichen Information ist, vor allem wenn die Betroffenen aufgrund des kulturellen Hintergrunds diese Information vielleicht fremd ist; aber gut, man kann nicht immer alle Informationen nennen. Um den sachlichen Hinweis auf die Menschenwürde ungeborener kümmere ich mich ja häufig.

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In einer Schwangerschaftkonfliktsituation ist in jedem Alter keine Option leicht und jede Entscheidung schwer zu treffen. Da wäre es gut, auch die Eltern mit ins Boot zu holen.

Viele junge Frauen haben Angst davor, ihrer Mutter oder ihren Eltern zu erzählen, dass sie schwanger sind. Die meisten, die sich ihrer Mutter oder ihrem Vater anvertrauen, erfahren Unterstützung – oft viel mehr, als sie zunächst gedacht haben. Meist ist die Reaktion gar nicht so "schrecklich" wie befürchtet.

Auch Eltern waren mal jung und naiv und vielleicht sogar ein bisschen leichtsinnig. Nach dem ersten Schock - sicherlich haben sie sich etwas anderes für ihre Tochter gewünscht - wollen sie bestimmt nur ihr helfen, sie schützen und unterstützen und nicht ihre Zukunft durch eine sehr frühe Mutterschaft gefährdet sehen. Da ist auch von elterlicher Seite der Gedanke an eine Abtreibung naheliegend.

Frauen unter 18 Jahre dürfen einen Schwangerschaftsabbruch aber auch ohne Wissen bzw. Einwilligung der Eltern durchführen lassen, wenn die nötige geistige Reife gegeben ist. Die nötige geistige Reife wird im Allgemeinen ab 16 vorausgesetzt.

Wenn ein Mädchen zwischen 14 und 16 Jahren alt ist, wird der Arzt vielleicht die Zustimmung der Eltern oder zumindest von einem Elternteil für den Schwangerschaftsabbruch einholen wollen. Er entscheidet dann, ob eine Minderjährige nach ihrer Einsichtsfähigkeit die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs und seiner Gestattung zu ermessen vermag.

Wenn deine Freundin einen Schwangerschaftsabbruch erwägt, ist sie verpflichtet, sich in einer anerkannten Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle beraten zu lassen, z.B. bei der

https://www.profamilia.de/fuer-jugendliche/rechte-und-sexualitaet/schwangerschaftsabbruch.html

Dort erhält sie nützlichen, individuellen und unparteiischen Rat und Hilfe bei der Entscheidung, wie es denn nun weiter gehen soll.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen ist das Gespräch ergebnisoffen zu führen. Natürlich dient die Beratung dem Schutz des ungeborenen Lebens, der jedoch nur mit und nicht gegen den Willen der Schwangeren möglich ist.

Die Beratung umfasst die Konfliktklärung hinsichtlich der emotionalen, seelischen, partnerschaftlichen und lebensplanerischen Aspekten von Elternschaft bzw. eines Schwangerschaftsabbruchs.

Sie gibt Informationen über staatliche und andere Sozialleistungen und Unterstützungen – Elterngeld, Kindergeld, Unterhalt, Wohngeld, existenzielle Leistungen.

Deine Freundin erhält dort eine medizinische Aufklärung hinsichtlich eines operativen oder medikamentösen Eingriffs, eine Erläuterung der Rechtsgrundlage und bekommst die Kosten und Finanzierung eines Schwangerschaftsabbruchs erklärt.

In der Beratung kann auch der potentielle Kindsvater oder eine andere Vertrauensperson anwesend sein, wenn sie das möchte.

Alles Gute für euch!

Im allgemeinen darf man ab Alter 16 ohne Einverständnis oder Wissen der Eltern das ungeborene Kind töten lassen.

Nimm folglich deine Angst, sie könnte solches einfach so tun, als Motivation für sie da zu sein und sich um sie zu kümmern und ihr soweit wir dir möglich zu helfen, damit eine solche Entscheidung vermeidbar ist, und behandele sie mit dem Respekt, den die Mutter deines Kindes grundsätzlich verdient.

Genau genommen könnte es auch sinnvoll sein, ihr einfach nur klar zu machen, dass sie und dein Kind auf deine Unterstützung zählen können und sie ansonsten in Ruhe zu lassen, z.b. wenn sie von deiner Fresse gerade die Schnauze voll hat.


Und dass deine Angst daher rühren könnte, dass sie möglicherweise Schwierigkeiten mit dem Abtreiben hat und deshalb dein ungeborenes Kind am Leben bleiben und geborenen werden könnte und es dich dann gruselt, dass irgendwann mal dir dein eigenes Kind in die Arme gedrückt wird, habe ich gleich ausgeschlossen, da du natürlich weißt, dass man sich als Mann nicht vor kleinen Kindern fürchten sollte, vor allem nicht vor den eigenen, sondern sie vielmehr soweit als möglich schützen sollte.


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Da du unten schreibst, dass dein Vater ggf. nicht glücklich wäre, verschweigt es ihm einfach bis die Abtreibungsfrist rum ist, dann ist auch diese Gefahr gebannt.

Nutzt den Zeitraum, bis er es dann unvermeidlich erfährt, den gelegentlichen in deinen "Eiern" scheinbar auftretenden "Druck" dahingehend zu lenken, dass deine "Eier" emotional nicht mehr ganz so verkümmert sind wie aktuell, denn mit gescheiten "Eiern" in der Hose wirst du auch irgendwie damit zurecht kommen, wenn dein Vater Stress macht.

Im Zweifelsfall helfen hier das nächste Jugendamt und ggf. die nächste Polizeidienststelle aus, falls deine eigenen "Eier" sich als vollkommen unzureichend herausstellen, um mit deinem Vater zurecht zu kommen.

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Schwanger mit 15 J - Eltern zwingen abzutreiben, dürfen sie das.?

Bevor fragen aufkommen, ja, ich und mein Freund hatten verhütet, mit einem Kondom, nur hat was nicht gestimmt und das Kondom ist gerissen.

Pille nehmen ich nicht mehr, weil ich keind gute Erfahrungen damit hatte.

Und wie es so ist, bin ich nun schwanger...mit 15 Jahren.

Natürlich ist es ein Schock für mich, aber dennoch will ich es nicht abtreiben, zum einen bin ich selber nicht dafür und zum andern, sind ja ich und mein Freund selber schuld.

Wir beide wollen das mit dem Kind gemeinsam durchziehen, auch wenn wir Minderjährig sind.

Die Eltern meines Freundes nahem es locker auf....nur meine Eltern nicht.

Beide Elternteile sagen, ich MUSS abtreiben, egal ob ich es will oder nicht.

Sie sagten, wenn ich das Kind nicht loswerde, würden sie mich rausschmeißen.

Dürfen meine Eltern das?

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