Ab 2015 Nettorechnung bei eBay auch für Kleinunternehmer?

4 Antworten

@Elbdeichdani1: mich würde das interessieren woher du dies mit den 19% her hast, mir ist davon nichts bekannt. Soweit ich weiß sollen ALLE gewerblichen Verkäufer ab dem 01.01.15 umgestellt werden (ohne Ausnahme ( (als Kleingewerblicher kann man sich ja eine ID besorgen und hinterlegen))

@IngNiesen, wie hast du denn bisher die MWST bezahlt, du hast dir doch sicherlich nicht die 15% berechnen lassen (Sofern du eine ID hast kannst du dir diese zurück fordern, Gutschrift erfolgt über dein Kontoguthaben, du musst lediglich nachweisen können seit wann du eine ID hast)??

Wenn du bei Ebay als gewerblicher registriert bist, spielt es keine Rolle, ob du ein normales Gewerbe hast oder als Kleingewerblicher agierst. Denn hier greift "Die Umkehrung der Steuerschuldnerschaft", diese ist in § 13b UStG geregelt, sprich da Ebay über Luxemburg fakturiert, bist du verpflichtet die Steuern dort abzuführen, wo du gemeldet bist, sprich in Deutschland und das auch als Kleingewerblicher! D.h. du hättest mit Beginn deiner Registrierung auf Ebay die 19%Steuer für deine Verkaufsprovisionen in DE abführen müssen! Nachteil als KGW, bist du nicht Vorsteuerabzugsberechtigt, daher kannst du diese auch nicht wieder abziehen... (da man ja keine UST abführt ;) ) .

Viel Aufwand...da du die Steuern i.d.R. in den ersten 2 Jahren monatlich melden musst, später wohl Quartalsweise...ist mir zu viel Aufwand...sprengt ja den Rahmen

Hallo,

diese Mail stiftet ja eher Verwirrung als Klarheit und ich würde zu gerne wissen, ob das wirklich Fachleute geschrieben haben...

Folgendes: Ab 2015 sind elektronisch erbrachte Dienstleistungen an Privatpersonen im Land des Leistungsempfängers umsatzsteuerpflichtig, bei gewerblichen Leistungsempfängern ist das schon seit 2010 so. Die Folge ist: Für private Verkäufer muss ebay ab 2015 die Gebühren z.B. in Deutschland anmelden und mit 19% versteuern, bei gewerblichen Kunden besteht weiterhin die Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers.

Was heißt das für dich als Kleinunternehmer? Du bist zwar gewerblicher Verkäufer, aber als Kleinunternehmer nicht zur Abführung von Umsatzsteuer verpflichtet. Ebay wird dir also ab 2015 Rechnungen mit 19% deutscher Umsatzsteuer statt - wie bisher - 16% luxemburgischer Umsatzsteuer schreiben. Machen musst oder kannst du da nichts. Da du nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt bist, werden deine Gebühren also etwas höher.

Das ist wohl auch der Grund für die verschwurbelte Mail, ebay wollte das sicher nicht so deutlich werden lassen, obwohl sie dafür ja nun wirklich nichts können...

Ein Frohes neues Jahr wünsche ich! Sorry, hatte nicht mitbekommen dass bereits Antworten vorliegen, da es anscheinend leider keine eMail-Benachrichtigung gibt.

@Svanje: Besten Dank, die Antwort hat mir schon mal geholfen ein wenig Licht in die Sache zu bringen. Hier mal meine Interpretation des bisher Recherchierten:

Auch als Kleinunternehmer gilt für mich das Reverse-Charge-Verfahren nach §13b UStG. Bedeutet: Da eBay als Leistungserbringer in Luxemburg sitzt und ich als Leistungsempfänger in DE, muss ich für eBay die Umsatzsteuer hier abführen. Bedeutet für mich - da ich glücklicherweise noch nicht so lange bei eBay aktiv bin: Ich fordere nachträglich eine Anpassung der letzten Rechnungen an, um Nettorechnungen zu erhalten.

Deine Aussage, dass die Meldung monatlich erfolgen muss, konnte ich bisher jedoch nicht verifizieren. Die Quelle wehwehweh.mercuria-fw.info/docs/Arbeitshilfen/Steuern/Umsatzsteuer/Reverse-Charge-Verfahren.pdf sagt, dass "nicht Umsatzsteuervoranmeldungspflichtige" die aus dem Reverse-Charge-Verfahren resultierende Steuer vierteljährlich melden müssen. Außerdem natürlich zusätzlich in der jährlichen Steuererklärung.

Was ich bisher NICHT gefunden habe: Wie wird die Steuer aus dem Reverse-Charge-Verfahren in der Einkommensteuererklärung angegeben und wie bzw. mit welchem Formular wird sie vierteljährlich gemeldet?

Mit freundlichen Grüßen

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Update: Auch dem örtlichen Finanzamt war die Sache mit eBay und dem Reverse-Charge-Verfahren bis heute nicht bekannt. Nachdem sich der nette Beamte aber erkundigt hat, hat er mich zurückgerufen und meine Interpretationen bestätigt. Ich muss laut ihm aber keine Voranmeldung abgeben - eine Abrechnung in der jährlichen Steuererklärung reicht aus (pers. Anm.: Wahrscheinlich, weil als Kleinunternehmer keine hohen Umsatzsteuerabgaben zu erwarten sind). Nun bekomme ich demnächst auch eine USt-Id, die mir vorher verweigert wurde, weil ich sie angeblich nicht brauche :)

Zusammenfassung für Kleinunternehmer bei eBay:

  • Kleinunternehmer bei eBay brauchen eine USt-Id-Nr. (weil eBay im EU-Ausland sitzt)
  • auch Kleinunternehmer zahlt bei eBay nur Nettorechnung
  • Umsatzsteuer für von eBay erhaltene Rechnungen muss an das deutsche Finanzamt abgeführt werden - dies passiert im Rahmen der jährlichen Steuererklärung mit dem Vordruck "Umsatzsteuererklärung"
  • ob eine vierteljährliche oder monatliche Voranmeldung an das Finanzamt übermittelt werden muss, sollte mit dem jeweiligen Finanzamt abgeklärt werden
  • alle Punkte gelten bereits seit 2010

Mit freundlichen Grüßen

Ingenieurbüro Marco Niesen

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Hallo IngNiesen,

freut mich wenn ich dir helfen konnte :) Ich hatte nämlich das gleiche Problem, allerdings teilte mir mein Finanzamt mit, dass ich dies monatlich melden müsse, daher habe ich nämlich meinen Ebay Shop geschlossen, da mir dies alles zu aufwändig ist. Obwohl ich das Geschäft gerne weiter mitgenommen hätte ;o).

Was mich sonst interessieren würde bzgl. der Voranmeldung: das wäre doch das Formular Umsatzsteuervoranmeldung 2015...man müsste den entsprechenden Monat ankreuzen, in den entsprechenden Felder alles nötigen Daten ergänzen absenden... ...dann am Ende des Jahres wie immer die Jahressteuererklärung dazu die Umsatzsteuererklärung einreichen.

Sprich das FA rechnet dann doch komplett erst am Jahresende ab...verstehe ich doch richtig oder?!

Zur Ebay Rückerstattung: Ich denke das wird Ebay nicht machen, denn du muss nachweisen können seit wann du deine UST-ID hattest, so wie du schreibst hast du diese jetzt erst beantragt, oder?! die Monate in dem man keine ID hatte wurden mir nicht erstattet, zum Glück waren es nur 3 Monate, also nicht die Welt...ärgern tut es einen trotzdem...

Viele Grüße Svanje

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Steuerfrage: Was passiert, wenn ich als journalistische Kleinunternehmerin, den Betrag von 17500 Euro überschreite?

Im November 2014 habe ich mich nach einem Volontariat als freie Journalistin selbstständig gemacht, man nennt das Rumpfjahr, wenn ich es richtig versteh. Dadurch bin ich als Kleinunternehmerin in das Jahr 2015 gestartet. Alle meine Rechnungen für das Jahr 2015 habe ich dementsprechend mit der Klausel nach §19 Abs. 1 Kleinunternehmerregel des UStG versehen und auf die Mehrwertsteuer verzichtet. Bei der Jahresendabrechnung stelle ich nun fest, dass die Summe aller in Rechnung gestellten Beträge, die im Kalenderjahr 2015 auf mein Konto eingegangen ist die 17500-Euro-Grenze um etwa 3000 Euro übersteigt. Den Hauptteil meines Einkommens habe ich als Redakteurin in einer Produktionsfirma für einen öffentlich-rechtlichen Rundfunksender und als Redakteurin für eine Corporate-Publishing-Agentur sowie als Autorin/Redakteurin für ein Stadtmagazin erworben.

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Kann ich bei allen meinen Auftraggebern rückwirkend darum bitten mir die Mehrwertsteuer auszuzahlen?

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