AAls einzigster kein Urlaubsgeld bekommen wieso?

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5 Antworten

Ich meine er darf das doch nicht oder?

Richtig!

Da gibt es doch so ein gleichberechtigungsgesetz.

Richtig - jedenfalls so ähnlich!

Wenn ich Deine weiteren Kommentierungen richtig verstehe, handelt es sich um eine "freiwillige" Leistung des Arbeitgebers, für deren Beanspruchung er arbeitsvertraglich keine besonderen Bedingungen formuliert hat.

Erstens bedeutet alleine der Hinweis auf "Freiwilligkeit" noch lange nicht, dass nicht aufgrund der konkreten Umstände für den Arbeitgeber eine rechtliche Verpflichtung zur Leistung entstanden ist.

Zweitens darf er die Leistung nicht aus Gründen verweigern (oder zurückfordern), die nicht vertraglich vereinbart wurden (Arbeitsvertrag, Betriebsvereinbarung).

Drittens darf er eine Leistung nicht einzelnen Arbeitnehmern verwehren, wenn er sie ansonsten allgemein gewährt; das verbietet der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz (nicht zu verwechseln mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz AGG). 

Wenn der Arbeitgeber diese Leistung schon mindestens über 3 Jahre in tatsächlich oder proportional gleicher Höhe erbracht hat, ist für die Arbeitnehmer ein Rechtsanspruch darauf entstanden, sofern er nicht bei jeder Gewährung erklärt hat, dass daraus kein Anspruch für die Zukunft entstehen soll; alleine der Hinweis auf "Freiwilligkeit" verhindert nicht das Entstehen eines solchen Rechtsanspruchs.

Einzelne Arbeitnehmer (oder Gruppen von ihnen) darf er nur von einer solchen, ansonsten allgemein gewährten Leistung ausschließen, wenn er vor der Erbringung der Leistung nachvollziehbare sachliche Gründe dafür angegeben hat.

Ausgehend von Deinen Informationen hast Du also einen Anspruch auf diese Leistung.

Du kannst - wenn Du zu einer eventuell auch streitigen Auseinandersetzung mit Deinem Arbeitgeber bereit und in der Lage bist - Deinen Arbeitgeber (schriftlich) zur Zahlung auffordern.

Du kannst Deine Forderung aber auch noch nachträglich (sollte es zu einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses kommen) geltend machen.

In beiden Fällen sind aber Fristen zu beachten:

Entweder gibt es vertragliche vereinbarte ein- oder zweistufige Ausschlussfristen (arbeitsvertraglich mindestens 3 Monate, tarifvertraglich mindestens 1 Monat), nach deren Verstreichen ab Fälligkeit Forderungen verfallen sind; oder es gilt die gesetzliche Verjährungsfrist von 3 Jahren nach dem BGB § 195, für Forderungen aus 2017 also bis zum 31.12.2020.

Kommt drauf an was genau im Arbeitsvertrag festgehalten ist.

Bei uns im Unternehmen war damals das Weihnachts- und Urlaubsgeld auch als "Anwesenheits- und Leistungsprämie" ausgestaltet.

Wer viel krank war und wenig geleistet hat bekam nichts oder wenig, wer viel geleistet hat und wenig krank war bekam viel...

In meinem Vertrag steht nichts bzgl. UG oder WG deswegen 

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Das ist eine Frechheit von deinem Chef. Je nachdem was im Arbeitsvertrag steht, ist er aber im Recht.

Wenn im Arbeitsvertrag steht, dass dir Urlaubsgeld zusteht, dann muss er dir es zahlen. Falls du nur Teilzeit arbeitest oder nur das bezahlt bekommst, was du arbeitest, muss er dir evtl. kein Geld zahlen.

Wende dich an einen Anwalt.

Im Vertrag steht halt nur "....handelt sich um eine freiwillige sonderzahlung des AT aufgrund einer von ihm jeweils gesonderten zu treffenden Entscheidung " heißt das der ist damit noch im recht ???

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@Blubb1234568890

Die Sonderzahlung ist ja freiwillig, also ist er im Recht.

So wie es sich anhört, solltest du den Arbeitsplatz so schnell wie möglich wechseln.

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@regenbrause19

Aber was ist mit diesem Gleichberechtigubgsgesetz? 

Haftet das in diesem Fall? Mir geht's nicht um das verdammte Geld... Ich fühle mich nur total diskriminiert... und werde unterschwellig als faul bezeichnet... 

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@Blubb1234568890

Das würde schon als Mobbing oder Rufmord durchgehen.

Du solltest eine Anzeige machen und versuchen das Geld einzuklagen.

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@regenbrause19

Gehen werde ich so oder so wenn ich das passende finde.

Aber Anzeige ist mir dann zu extrem... mir geht's einfach ums Prinzip...

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@Blubb1234568890

Naja, aber dann wirst du das Urlaubsgeld niemals sehen.

Wenn du was anderes gefunden hast, solltest du einfach von einem auf den anderen Tag gehen und deinen Chef 'auflaufen' lassen. Geh dann einfach nicht mehr hin ohne etwas zu sagen und dann haben die ihre Lektion.

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@regenbrause19

Ich finde es einfach nur Hammer hart... aber vielleicht löst sich das Problem ja von alleine weil anscheinend stehe ich ja auf der abschussliste 

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@regenbrause19

@ regenbrause19:

Die Sonderzahlung ist ja freiwillig, also ist er im Recht.

Das ist selbstverständlich Unsinn, denn mit "Freiwilligkeit" hat das alles überhaupt nichts zu tun!

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@ regenbrause19:

Falls du nur Teilzeit arbeitest oder nur das bezahlt bekommst, was du arbeitest, muss er dir evtl. kein Geld zahlen.

Doch, auch dann würde ein Anspruch bestehen, aber eben nur ein anteiliger!

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Grundsätzlich gilt das Gleichbehandlungsgebot. Danach muss auch Weihnachtsgeld gleichberechtigt ausbezahlt werden.

Wenn das Weihnachtsgeld als eine Art Treue- oder Leistungsprämie behandelt wird dann muss das im Arbeitsvertrag oder einer subsidiären Betriebsvereinbarung geregelt sein.

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