99 Schüler*innen (12 - 14 Jahre) mussten mit Hubschrauber gerettet werden. Sind die 8 Lehrer dafür verantwortlich?

Das Ergebnis basiert auf 24 Abstimmungen

Die Lehrer sind für diese Notlage verantwortlich. 79%
Andere Meinung,... 13%
Die Lehrer sind nur teilweise dafür verantwortlich. 4%
Die Schüler*innen waren nur zu doof zum Klettern. 4%
Die Lehrer trifft überhaupt keine Schuld, an dieser Situation. 0%

Lehrer*Innen.

Bleibe beim gendern konsequent oder lass es

In den Artikeln ist nur von 99 Schülerinnen und Schülern + 8 Lehrer die Rede! Weiblichen Lehrerinnen werden nirgendwo erwähnt!

Was sagst Du nun?

17 Antworten

Die Lehrer sind für diese Notlage verantwortlich.

Informationen sind zu verifizieren - und wenn sie nicht genau verifiziert sind, sollte man Abstand nehmen. Wenn überhaupt, sollte man offizielles Kartenmaterial nehmen (Tourismusverband usw.) und nicht irgendwas aus dem Internet, das sich an eine ganz andere Zielgruppe richtet (hier wurde wohl eine Route ausgesucht, die sich an erfahrene Bergsteiger richtete und die Beschreibung missverstanden). Von daher hätte man als Lehrer nur auf absolut offizielles Material vertrauen sollen, das man übrigens auf Anfrage problemlos und meist sogar gratis von den Fremdenverkehrsämtern, Herbergen usw. zur Verfügung gestellt bekommt.

Ein Lehrer hat Verantwortung zu übernehmen ... die ihm auf so einer Fahrt die Eltern der Kiddies übertragen hatten. Jeder beteiligte Lehrer und auch der Rektor kann und soll drei Kreuzzeichen machen, dass da nix passiert ist und alle wohlauf sind. Schon ein Beinbruch oder ähnliches hätte genügt dafür, dass niemand mehr froh geworden wäre.

Auf meiner Realschule hatte mal vor rund 20 Jahren eine Gruppe auf einem Landschulheimaufenthalt im Schwarzwald ähnliches erlebt, weil die Lehrerin sich nicht informiert hatte. Die hat an der Schule vom Rektor und den Eltern einiges an Ärger bekommen - obwohl am Ende nichts passiert ist. Dennoch sollte man das nicht überbewerten.. ein Lehrer ist auch nur ein Mensch und die Lehrer haben das ganz bestimmt nur gut gemeint! Vielleicht waren es auch sehr junge Lehrer, denen die Erfahrung und das Augenmaß gefehlt hatten (so war es auch an meiner Realschule gewesen) - das ist keine Entschuldigung, aber eine Erklärung.

Es waren 8 Lehrer dabei und keiner ist auf die Idee gekommen, diesen Weg einmal vorab zu erkunden, oder einen touristischen Weg zu nehmen?

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@Katzenfutter97

Laut Salzburger Nachrichten: "99 Schülerinnen und Schüler sowie acht Lehrer aus Deutschland" Ob auch Lehrerinnen bei den 8 Lehrkörpern sind, weiß ich nicht. Hiermit hast Du deine Antwort, trägt aber nicht zum Sachverhalt bei.

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@Himbeere2007

Ein Schüler kann sowohl weiblich als auch männlich sein, es sei denn es ist eine exklusive Jungsschule.

Schüler*innen gibt es nicht.

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Andere Meinung,...

Aus meiner Sicht ist es sehr verachtenswert, den Lehrkräften Vorwürfe zu machen und sie in irgendeiner Weise zur Verantwortung zu ziehen. Zumal viele, die sich nun darüber ihre Mäuler zerreißen, vor drei Monaten schon ihre "Expertise" über Nacht von Virologie auf Politik gewechselt haben und nun ohne besondere Qualifikation ins Bergführerwesen einsteigen wollen. Ich selbst bin mehr als die Hälfte meines Lebens aktiver Bergretter, hätte also gewiss Grund, über so einen Einsatz zu schmunzeln, weiß es jedoch gut genug, um mich nicht in die Schimpftriaden einzureichen, die jetzt irgendwelche Schuldigen suchen (wofür eigentlich?) und würde bei den Informationen, die bekannt sind, niemanden zur Verantwortung ziehen. Was soll das für Konsequenzen haben? Die Lehrer vom Schuldienst entlassen? Was erwarten die Leute?

Wir müssen festhalten, dass die Entscheidungskette der Lehrkräfte gut genug funktioniert hat, dass die Schulkinder sicher zurückgekommen sind, auch wenn es dafür am Ende Profis gebraucht hat. Der Rettungsaufwand wird von öffentlichen Geldern bezahlt werden, genau wie das der Fall ist, wenn eine Couchpotato nach Jahren der Chipsfresserei einen Herzinfarkt bekommt und danach länger in Krankenhaus und Rehaklinik aufgepäppelt werden muss als all die Schulkinder zusammen.

In der Natur macht die Natur die Regeln. Wäre es nicht rutschig gewesen, wäre vielleicht alles glatt gelaufen. Ein Regenguss, der während der Tour niedergeht, ist manchmal nicht vorherzusehen. Menschen, die sich dorthin begeben, müssen flexibel entscheiden. Und das wurde von den Lehrkräften letztlich verantwortungsbewusst gemacht. Vielleicht ist das auch für die Schülerinnen und Schüler - wenn es denn korrekt und sachlich nachbearbeitet und nicht gleich mit irgendwelchen seelischen Schmerzensgeldforderungen vor Gericht verhandelt wird - eine extrem lehrreiche Lektion.

Woher ich das weiß:Hobby – aktiv in der DRK Bergwacht und viele Bergtouren

Genau, lehrreich! Danke!

Es geht mir bei dieser Frage auch nicht darum, irgendwelche Menschen zu beleidigen, oder zu verurteilen. Ich kenne diese Lehrer ja gar nicht. GF ist ein Meinungsforum, nicht der Bundesgerichtshof!

Ich finde es aber gut, wenn sich die Leute über diese Situation Gedanken machen und sie etwas analysieren. So kann vielleicht aus den Fehlern gelernt und ähnliche Situationen in Zukunft vermieden oder verringert werden. Denn Fehler wurden gemacht, an dieser Situation war nicht nur der Regen schuld.

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@Avicenna89

Weil bei der Planung und Ausführung dieser Tour wohl einiges schief gelaufen ist? Gut, Fehler sind menschlich. Aber als Schülerin werde ich von den Lehrern auch oft kritisiert und dass für viel geringere Sachen. Da sollte die Lehrerschaft ruhig auch einmal ein wenig Kritik vertragen können. Niemand ist unfehlbar. Es geht nur um Kritik, nicht um Schuld, wir sind hier ja auch nicht auf einem Juraportal.

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@Himbeere2007

Okay, also wir halten fest: es geht nicht darum, irgendwen zur Rechenschaft zu ziehen. Wie schon geschrieben, die Lehrkräfte haben mit ihrem Notruf bereits bewiesen, dass sie ihre Fehler eingesehen haben. Kritik kann lediglich von Insidern und fachlichen Autoritäten nach einer Analyse der Sachlage geübt werden. Ein Laienforum ist sicherlich nicht ausreichend kompetent dafür.

Im Übrigen: Wenn ich einen Bergrettungseinsatz oder eine richtige Bergtour erfolgreich absolviert habe, besteht auch jedes Mal Anlass zur Kritik. Nicht erst, wenn etwas schief geht. Mehr noch, wenn etwas schief geht, werden die Fehler oft offensichtlich, während bei einer gelungenen Tour oft Fehler gemacht werden, die erst bei genauem Hinschauen zutage treten.

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Sorry aber das ist völliger Unsinn was Du schreibst. SCHÜLER sind Schutzbefohlene und deswegen trägt der Lehrer für Alles die volle Verantwortung. Genau das ist nämlich die Belastung für Lehrer bei solchen Touren generell. Ob ins Landschulheim oder auf den Berg. Es mag mal dahingestellt sein inwiefern sie sich gut vorbereitet haben aber ich gebe einer Vorposterin recht..man kann von Glück sagen, dass da nichts schlimmeres passiert ist!! Wäre ich Elternteil gewesen würde ich die Lehrer zur Verantwortung ziehen..Leider kommt es immerwieder mal vor das beide Augen zugedrückt werden bei solchen Fahrten und Unfälle oder schlimmeres passieren und das ist mit Verlaub unverantwortlich!

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@Tabealee

Also ersteinmal: Wenn ich etwas schreibe, dann ist das natürlich kein "Unsinn". Man kann inhaltlich darüber diskutieren, aber das Urteil, ob "Sinn" oder "Unsinn" steht Leuten wie dir nicht zu (übrigens: das nehme ich mir auch nicht raus) und führt zu nichts. Ich erwarte von dir, dich von dieser Formulierung zu distanzieren.

Meine Ausführungen intellektuell nachvollziehen zu können bedarf schon fortgeschrittenerer Kenntnisse des Risikomanagements. Aus polemisch formulierten Schlagzeilen lernt man sowas nicht.

Zum Thema: Bei welcher Aktivität kann man nicht "von Glück reden, dass da nichts schlimmeres passiert ist"? In den Bergen wird das einfach nur vergleichsweise schnell offensichtlich. Fakt ist: Man hat zwar die Rettung gerufen, weil die Situation riskant geworden ist, aber eben durch diese Entscheidungen (und nicht etwa durch "Glück") ist Schlimmeres verhindert worden. Es hätte Schlimmeres passieren können, wenn man diese Entscheidung nicht getroffen hätte. Zu dem Zeitpunkt, als die Entscheidung fiel, ist aber (noch) nichts schlimmes passiert.

Nehmen wir an, es wären an jenem Tag unter gleichen Bedingungen wie im vorliegenden Fall wie berichtet ein, zwei Schüler aus dieser Gruppe ausgerutscht, hätten sich ein bisschen ihre Hose dreckig gemacht, die Tour wäre aber weiter gegangen (Lehrer: "joa, wenn's den Kevin scho' hing'legt hat, dann passts halt jetzt auf"), der Gipfel erreicht, alle wieder gut ins Tal gekommen. Dieses Szenario ist durchaus realistisch. Ich bin oft in den Bergen und erlebe viele Leute, die sich mit Sneakers im Matsch erfolgreich von Bäumchen zu Bäumchen hangeln. Es wäre nicht zu diesem spektakulären Einsatz gekommen und die Schüler hätten ein interessantes Erlebnis gehabt. Hätte man dann die Lehrkräfte zur Rechenschaft gezogen? Für was? Letztlich wäre das aber viel riskanter und unverantwortlicher gewesen als die Tour abzubrechen und Hilfe zu holen. Und dafür wird jetzt gefordert, die Lehrkräfte zur Verantwortung zu ziehen? Man muss doch auch mal die Kirche im Dorf lassen. Was passiert beim nächsten Klassenausflug einer anderen Schule? Die Lehrer rufen aus Angst vor Konsequenzen gar nicht erst die Rettung und bringen ihre Schüler erst recht in Lebensgefahr. Na toll.

Ich wäre völlig bei dir, würdest du die mangelnde Vorbereitung der Tour in Frage stellen. Ich bin Bergsteiger und Bergretter und bereite meine Touren akribisch vor. Wenn ich Leute dabei habe, denen gegenüber ich überlegenes Fachwissen habe, sogar noch akribischer. Und an diesem Punkt wurden seitens der Lehrer Fehler gemacht, das habe ich bereits betont. Diese Fehler waren aber unabhängig davon gemacht worden, was während der Tour passierte. Sie wären auch gemacht worden, wenn die Gruppe die Tour ohne Probleme gemeistert hätte, dann halt ohne Konsequenzen. Nur werden solche Fehler ständig von allen möglichen Leuten gemacht. Auch von Eltern, die ihre Kinder, also absolut Schutzbefohlene, zu Bergtouren nötigen, die sie völlig überfordern. Letztes Jahr bin ich zufällig am hohen Dachstein an einer Mutter mit ihrer Tochter vorbeigekommen. Die Tochter war extrem verängstigt und hat sich den teilweise vereisten Klettersteig nicht mehr runtergetraut. Ich habe sie spontan am kurzen Seil runtergeführt. Es wurde kein Bergrettungseinsatz benötigt, die beiden sind gesund unten angekommen, waren sehr dankbar und jeder von uns ist wieder seines Weges gegangen. Im Grunde die gleiche Situation und die gleichen Verantwortlichkeiten wie im Kleinwalsertal, aber ohne dass je irgendjemand "zur Verantwortung gezogen" werden muss.

Vielleicht wäre es besser, aus der Situation zu lernen und bei Schullandheimaufenthalten mit Ausflügen ins Hochgebirge künftig staatlich geprüfte Bergführer:innen fürs Betreuungsteam zu engagieren. Damit steigen zwar die Kosten für die Klassenfahrt, aber es haben alle was davon. Leider gibt es für solche Konstellationen keinen "wohlwollenden" rechtlichen Rahmen.

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Die Lehrer sind für diese Notlage verantwortlich.

Grundsätzlich ist es die Verantwortung der Lehrer, normalerweise geht man den Weg erstmal allein, bevor man 100 Schüler den Berg hochtreibt.

Dazu muss man sagen, dass der Fall viele Faktoren zeigt, mit denen eine Wanderung in den Bergen meistens sowieso schief geht:

  • falsches Schuhwerk
  • schlechtes Wetter
  • Ortsunkundigkeit
  • Selbstüberschätzung
  • Massenpanik und
  • Deutsche

Deutsche? Hallo? Ich bin auch eine Deutsche.

Nicht alle Deutschen sind gleich!

Stell dir einmal vor, es gibt bei uns Menschen, welche in den Alpen leben und sich mit den Wetterumschwüngen dort sehr gut auskennen. Und es gibt Deutsche welche am Meer leben, sich mit Ebbe und Flut und den Gefahren an der Nordsee sehr gut auskennen. Noch dazu gibt es sowohl im Süden, als auch im Norden Deutschlands, die unterschiedlichsten Karakteren von Menschen.

Aber ok, dann sind die Tiroler genauso wie die Wiener, alle gleich! 😂😂😂

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Die Lehrer sind für diese Notlage verantwortlich.

Wenn ich die Verantwortung für eine Gruppe Jugendlicher habe, dann heißt das auch, dass ich so einen Ausflug entsprechend planen und dabei die Fähigkeiten der Kinder berücksichtigen muss. Die gewählte Route war soweit ich weiß längst geschlossen, weil es dort in der Vergangenheit immer wieder Probleme gegeben hat. Jede und jeder Mensch hätte die Route gemieden, erstrecht mit einer Gruppe Kinder ohne jegliche Vorerfahrung.

Die Route scheint kein Problem zu sein - nur richtet sie sich eben an erfahrene Bergsteiger und nicht an Schulklassen. "Geschlossen" können solche Routen nicht werden, wie denn?

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@Mariiaaca
wie denn?

Schild dran "passieren verboten, Weg gesperrt". Fertig.

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@Havenari

Das sind ja keine befestigten Wege sondern einfach Tretpfade in den Alpen. Da kannst du gehen wo du willst, musst dir halt dessen bewusst sein was du tust.

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@Mariiaaca

Die Route wurde aus diversen Empfehlungen und offiziellen Karten für Touristen und Gelegenheits-Wanderer entfernt, weil sie eben als simple Wanderroute nicht taugt. Natürlich kann man diese Routen nicht schließen wie ein Fahrgeschäft oder einen Zoo, aber sie wurde eben unteranderem vom Alpenverein wegen wiederholter Probleme nicht mehr empfohlen, beworben oder als feste Route geführt.

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Sehe ich auch so, die Lehrer haben die Verantwortung und müssen auch eine geeignete Route erkunden, oder sich darüber genaustens informieren.

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Die Lehrer sind für diese Notlage verantwortlich.

'Tschuldigung, sowas gehe ich als kleine Wanderung. Garantiert aber nicht mit einem Haufen Kids im Schlepptau.

In der Routenbeschreibung die die Lehrer (anscheinend nicht) gelesen haben, wird ja sogar auf die Schwierigkeiten aufmerksam gemacht.

https://www.hikr.org/tour/post110309.html

Woher ich das weiß:Hobby – Ich klettere und wandere in meiner Freizeit viel

Stimmt! Warum die Lehrer entschieden haben, diese Route mit 99 unerfahrenen 12 - 14 jährigen Schülern zu gehen, ist mir ein Rätsel? Schwierigkeitsgrade, Schilder, alles uninteressant? Und von solchen Lehrern soll man etwas für's Leben lernen?

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