9 Monate Festanstellung, nach Kündigung auf Rechnung für das Unternehmen selbstständig tätig- Habe ich einen Steuerfreibetrag?

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4 Antworten

Mit "Steuerfreibetrag" meinst Du vermutlich den Grundfreibetrag von 8.472,- Euro.

Der ist in die Steuertabellen eingearbeitet udn somit bei Deinen Gehaltsabrechnungen zu 9/12 bereits berücksichtigt. Da es sich aber bei der Einkommensteuer um eine Jahressteuer handelt, würdest Du bei der Einkommensteuererklärung, Geld rausbekommen, wenn Du in diesem Jahr keine anderen Einkünfte mehr hättest.

Deinen Gewinn aus der selbständigen Tätigkeit bringst Du über die Anlage "S" (wenn es keine gewerbliche, sondern eine freiberufliche Tätigkeit ist) in die Einkommensteuererklärung ein. 

Von den Einnahmen sind in einer Einnahmen-Ausgaben-Überschussrechnung, Deine Betriebsausgaben abzuziehen. Dann hast Du den Gewinn.

Da Dein Ex-Arbeitgeber ja Unternehmer ist, solltest Du auf die "Regelbesteuerung" in der Umsatzsteuer optieren. Für Deinen Auftraggeber ist es egal, ob Du 1.000,-, oder 1.000,- + 19 % Umsatzsteuer = 1.190,- berechnest. Der zieht sich die 190,- Euro als Vorsteuer ab. Aber durch diesen klugen Schachzug hast Du selbst Vorsteuerabzug für Deine Ausgaben.

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Wieso ist die Tätigkeit deiner Meinung nach freiberuflich?

Da ich mein Gehalt in der Anstellung ja vollständig versteuert habe, gilt ab Oktober nun der Steuerfreibetreibetrag wenn ich die gestellten Rechnungen in der Steuererklärung angebe oder wie muss ich meine EInkünfte dann versteuern?

Alle Einkünfte sind in der Einkommensteuererkärung anzugeben, sowohl jene aus selbständiger Arbeit bzw. Gewerbebetrieb und jene aus Nichtselbständiger Arbeit.

Der Grundfreibetrag wird berücksichtigt.

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Dein jährlicher Steuerfreibetrag ist unabhängig von deiner Einkunftsart, bei unselbständiger Beschäftigung wird dieser nur bei Berechnung der Lohnsteuer je nach Steuerklasse gleich mit einbezogen. Dies ist bei freiberuflichen Tätigkeiten nicht der Fall. Mit deiner Einkommensteuer hat dein Auftraggeber dann nichts mehr zu tun.

Du stellst deine Rechnungen und gibst diese Einkünfte in voller Höhe (also auch geringste Beträge, ggf. abzüglich mit den Einkünften in Zusammenhang stehender Kosten) in der Einkommensteuererklärung beim Finanzamt an. Hier berechnet das Finanzamt dann deine insgesamt zu entrichtente Steuerlast für das entsprechende Jahr, die beiden Einkunftsarten werden hierfür einfach addiert. Solltest du deinen jährlichen Freibetrag durch die Einkünfte aus dem Arbeitsverhältnis noch nicht ausgeschöpft haben, so wird dieser Freibetrag auch auf deine freiberuflichen Einkünfte angerechnet. Andernfalls wirst du für diese Einkünfte dann Einkommensteuer nachzahlen müssen.

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@Griesuh: Da bisher ein Samstag in diesem Jahr auf selbstständiger Basis geplant ist, kann man meine Tätigkeit nicht als "Scheinselbstständigkeit" bezeichnen.

Vielen Dank für die hilfreichen Antworten!

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