87V liegen bei VGA Anschluss an, kriege einen gewischt ?

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4 Antworten

Es kann sich um einen kleinen Strom handeln, der im Netzteil über die Entstörkondensatoren fließt und normalerweise über den Schutzleiter abgeleitet wird (L und N sind jeweils über kleine Kondensatoren mit PE gekoppelt). Diese Ableitung funktioniert nun nicht, da du eine ungeerdete Steckdose verwendest. Dies ist normalerweise ungefährlich, aber gerne mal unangenehm. 

Die Spannung ist zwar hoch, aber die Stromstärke zu gering, um dir etwas anzutun. Die Spannung beträgt hier gewöhnlich die hälfte der Netzspannung.

Das gibt es auch hierzulande, wenn das Gerät lediglich einen Eurostecker hat.

Es kann sich allerdings auch um einen lebensgefährlichen Isolationsfehler handeln! 

Dies sollte dringend überprüft werden, wenn du meinst, dass die Stromschläge stark sind.

Zu beachten ist, dass Multimeter am Netz gerne viel Mist messen, da zu hochohmig.

Grob notdürftig kann man diese beiden Situationen mit einem Duspol (damit meine ich den "echten" von Benning) unterscheiden:

Zwischen einer zuverlässigen Erde (hast ja leider keinen PE zur Verfügung, den du eigentlich nehmen müsstest) und der betreffende Gehäusestelle kannst du evtl. einen gewissen Ausschlag feststellen (Wenn nicht, war das blinder Alarm und es ist es das mit den Kondensatoren).

Um festzustellen, ob sich die Erdung für den Test eignet, solltest du es einmal provozieren, indem du zwischen dieser und einem bekannten L (Steckdose) die Netzspannung vorfindest.

Falls du einen Ausschlag hast, sollte dieser deutlich einbrechen (so dass der Duspol erlischt und auch nicht vibriert), wenn du die Lastzuschaltung betätigst. Hast du allerdings weiterhin eine hohe Spannung, ist es der Isolationsfehler.

Sollte während des Tests die RCD auslösen, ist das Gerät ebenfalls nicht in Ordnung.

Geht sicher auch mit anderen Duspols, jedoch weiß ich nicht, wie sich das bei diesen verhält.

Jedoch ist da keine Garantie auf Korrektheit.

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das liest sich nach kapazitiver kopplung. dagegen hilft eigendlich nur, die steckdose, an der das gerät angeschlossen ist zu erden.

gefährlich für dich kann das weniger werden. wohl aber für ggf. angeschlossene elektronik....

lg, Anna

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Keep cool. Das man mit einem hochohmigen Meßgerät hohe Spannungen mißt ist besonders bei Steckernetzteilen und nicht geerdeten (2pol.) Geräten üblich/normal. Eine korrekte Spannungmessung kannst du nur mit 2pol Meßgeräten mit zuschaltbarer Last messen. Wie https://www.conrad.de/de/benning-duspol-digital-zweipoliger-spannungspruefer-12-v-1000-v-ac-1200-v-dc-lcd-cat-iv-600-v-cat-iii-1000-v-103702.html  Mit einer Last von ca. 2500 Ohm (ungefährer Körperwiderstand) bricht die Spannung auf einen ungefährlichen Wert zusammen. Sonst ist das Netzteil defekt. Stört dich das kribbeln erde das Gerät an Heizung usw.

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Nun kenne ich mich im brasilianischen Stromnetz nicht aus. Vermutlich handelt es sich um eine eher harmlose Kriechspannung, die sofort zusammenbricht, wenn ein Strom fließt.

Nun kenne ich das brasilianische Stromnetz gar nicht. Wenn das so ist, dass ein Leiter 220 oder 110 Volt gegenErde und er andere 0 Volt gegen Erde hat, dann kannst Du in der Steckdose den Schutzleiter mit Hilfe des Nullleiters ersetzen. D. h.: in einer Schukosteckdose verbindest Du den Nullleiter mit den Schutzleiterklemmen. Wenn Du das nicht genau verstehst, lass es Dir von einem Elektriker machen, damit Du keine falschen Verbindungen, die ein erhebliches Risiko bedeuten, machst. In dem Fall hst Du zwar noch keine richtige Schuko-Steckdose, aber einen Ersatz dafür. In den 50-iger Jahren wiurde das in Deutschland auch so geregelt.

Vermutlich sind die Risken auch so nicht hoch, aber ohne eigene Messungen möchte ich mich da nicht festlegen.

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