80%schwerbeh. u zu 70%beihilfeberechtigte beamte freiw.gesetzl.vers.zahle 500€.land nrw zahlt nich

3 Antworten

Leider ist das so. Wenn sie, wegen der Schwerbehinderung nicht in eine private Krankenkasse wechseln konnten, dann tragen sie die Beiträge allein. Allerdings nicht Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil (das trifft nur auf Beschäftige zu) sie zahlen Beiträge nach ihrem Einkommen. das mag in ihrer Situation und in ihren Augen ungerecht sein, leider sieht das Gesetz hier keine Ausnahmen vor. Es sei denn sie wechseln in den Angestellenstatus, dann würde der Arbeitgeber sich beteiligen können und müssen.

ich bin verbeamtete lehrerin in nrw und zu 80%schwerbehindert. daher freiwillig gesetzlich versichert

Das ist allerdings so ziemlich die schlechtestmögliche Kombination.

obwohl ich zu 70% beihilfeberechtigt bin, zahlt die beihilfestelle nichts, da ich nicht privatversichert bin.

So ist es. Das hat der Gesetzgeber seinerzeit explizit so festgelegt. Wären Sie in der PKV, müsste die Beihilfestelle entsprechend leisten. In der GKV jedoch nicht, und als Schwerbehinderte hätte Sie keine PKV aufgenommen.

das empfinde ich nicht nur als hochgradig ungerecht, sondern finanziell als kaum tragbar.

Würden Sie in den Angestelltenstatus wechseln, wäre der AG gezwungen, sich zu beteiligen. Es ist aber unwahrscheinlich, dass der AG (hier das Land NRW) sich darauf einlässt. Alternativ wäre ein Antrag nach SGB XII denkbar.

Hallo,

in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt man für die Pflegeversicherung nur 50% der normalen Beiträge: 1,025% der Bruttoeinnahmen (Kinderlose: 1,275%).

In Hessen gibt es Sonderregelungen, dass Beamte in der gesetzlichen Krankenkasse auf Antrag nachträglich einen Beihilfezuschuss zu den Leistungen der GKV erhalten. Bei jeder gesetzl. Krankenkasse kann ein Kostenerstattungstarif gewählt werden. Ggf. vor einer Entscheidung bei der Krankenkasse und der Beihilfestelle schriftlich erkundigen, welche Regeln dann im Einzelnen gelten.

Verbeamtet wird man übrigens nur auf eigenen Wunsch (eine Zwangsverbeamtung gibt es nicht). Es bestand also eine Wahlmöglichkeit zwischen Verbeamtung und Angestelltenstatus.

Bei bestimmten Privatversicherungen gibt es für bestimmrte Tarife (nicht alle!!!!) eine besondere Öffnungsaktion für Beamte:

https://www.pkv.de/service/broschueren/verbraucher/oeffnungsaktion-der-pkv-fuer-beamte-und-angehoerige/

Die Antragsfrist beträgt 6 Monate (die Zeit als Beamtenanwärterin zählt aber nicht!). Vor einer Entscheidung sollte man sich sehr genau bei der GKV und PKV informieren.Bei den Leistungen sollte man besonders auf Reha/Kuren, Hilfsmittel, Psychotherapie und Heimittel (Arten und Erstattungshöhe) achten.

Noch Fragen offen?

Gruß

RHW

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