700 Vokabeln - Au secours!

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4 Antworten

Vokabellernen

Die Lernforschung besagt, dass man am besten mit Assoziationen lernt. Dabei verknüpft man das bisher Unbekannte, Ungelernte mit schon Bekanntem, was im Gehirn sicher verankert ist. Das Neue wird dann dadurch ebenfalls angedockt. Assoziationen können sein:

Typische Eselsbrücken. Egal, ob sinnvoll oder nicht. Beispiele: car (Auto) = Karre; lift (Aufzug) = an Zitronenlimonade "Lift" denken; donkey (Esel) = donne (frz. für "gib") + key (Schlüssel) = man fordert den Esel auf, einem dem Schlüssel zu geben.

Etymologische Ableitungen des Wortlauts. Will man z.B. "vinegar" = Essig lernen, so macht man sich klar, dass dies von "vinaigre" kommt, was wiederum saurer Wein bedeutet (Französisch vin = Wein, aigre = sauer). Nur v-i-n-e-g-a-r zu lernen, ist dagegen bei weitem nicht so wirkungsvoll.

Ähnlicher Wortlaut in anderen Sprachen, sei es Deutsch oder eine andere, schon bekannte Fremdsprache. Wenn mir ein Wort auf Englisch nicht einfällt, überlege ich mir, wie es auf Französisch heißt. Häufig komme ich damit weiter. Sogar Plattdeutsch hilft manchmal weiter. Beispiel: bottle (englisch) = Buddel (plattdeutsch, siehe Buddelschiff) = botal (persisch).

Bildhafte Vorstellungen. Wenn man ein visueller Lerntyp ist, sollte man unbedingt von so vielen Vokabeln wie möglich ein Bild beschaffen (z.B. aus einer Illustrierten oder Zeitung ausschneiden) oder selbst zeichnen und das Bild zusätzlich auf dem Karteikärtchen anbringen.

• Andere sinnliche Verknüpfungen: Wenn man vinegar = Essig lernen will, gehe man in die Küche, hole sich die Essigflasche, schraube sie auf, rieche daran, verdünne sich etwas Essig mit Wasser, trinke ihn und murmele dazu: "Oh, this vinegar is really very sour." Das kostet vielleicht zwei Minuten, aber man kann dann die Vokabel "vinegar" bis ans Lebensende.

Bewegungen: Wenn man Bewegungsverben lernen will, so führe man die entsprechenden Bewegungen dazu aus. Bei "jump" hüpft man ein paar Mal auf und nieder, bei "kneel" kniet man sich hin, bei "turn around" dreht man sich um. So etwas ist in allen frühkindlichen Englischkursen üblich. Aber auch andere Wörter kann man mit dem Körper ausdrücken. Bei "big" zeigt man mit der flachen, waagerecheten Hand eine Höhe über der eigenen Kopfhöhe an. Bei "huge" und "gigantic" steigt man zusätzlich auf einen Stuhl, um die riesige Höhe anzuzeigen.

Kalligraphie: Beim Ausgestalten des Schriftzugs einer Vokabel geht man auf den Sinn der Vokabel ein: "thick" schreibt man dickgedruckt, "thin" schreibt man ganz fein und dünn, die Farbadjektive schreibt man in der entsprechenden Farbe, bei "lion" malt man an das o Ohren, eine Mähne und darin ein Maul und Augen.

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Hallo,

es ist egal, ob du mit dem guten, alten Vokabelheft, einem Karteikasten o. einem elektronischen Vokabeltrainer, wie Phase 6, arbeitest.

Wichtig ist, dass du regelmäßig übst. Jeden Tag 10 - 15 Minuten Vokabeln in kleinen Portionen zu lernen - Qualität statt Quantität - bringt mehr, als Marathonsitzungen. Spätestens nach 1 Stunde macht das Hirnkastl nämlich dicht.

Die meisten Schulen in Bayern empfehlen phase6, als Vokabeltrainer. Den muss man aber kaufen.

Kostenlose Vokabeltrainer findest du bei navendo.de, vokker.net, vocabulix.com, vokabel.org, teachmaster.de

Um Vokabeln effizient zu lernen, d. h. so, dass man sie auch abrufen + anwenden kann, sollte man sie nicht nur stur auswendig lernen, sondern

Wortfamilien damit bilden: (Themen; Gegenteil; Nomen m. passendem Verb + Adjektiv; etc.),

Beispielsätze bilden

Redewendungen aufschreiben

Phrasale Verben lernen

Vokabeln mit ihren (grammatikal.) Besonderheiten aufschreiben + lernen,

z.B. welche Präposition folgt, unregelm. Plural, Verb, Adjektiv, Adverb, usw.

• Du kannst auch Haftnotizen m. dem jeweiligen englischen Wort auf alle Gegenstände, Haushaltsgeräte, etc.

o. anderen Vokabeln in die ganze Wohnung kleben + Vokabeln sozusagen im Vorbeigehen lernen.

• Vokabeln sollten auch mit allen Sinnen (sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen/anfassen) gelernt

u. am besten auch noch gesprochen, gesungen, gerappt, rhythmisch, in Versen + geturnt werden (typische Handbewegung).

Denk nur mal an das Lied 'Head and shoulders, knees and toes', was die Kinder - du vielleicht auch - heute schon im Kindergarten oder in der Grundschule lernen.

• Vokabeln kann man auch spielen(d lernen) Stadt, Land, Fluß auf Franz., wer weiß die meisten französischen Namen d. Tiere?, Teekesselchen, Taboo, Memory, Bingo, Scrabble uvm.

indem man

franz. Fernsehen schaut

franz. Radio hört

franz. Podcasts hört

• Vokabeln als MP3 aufnimmt + immer wieder abspielt + anhört, dabei mitspricht o. in eine Sprechlücke spricht

franz. Bücher liest

Vor allem solche, die auch auf Deutsch erhältlich sind, so dass du dort auch mal nachschauen kannst, wenn du gar nicht mehr weiter weißt.

Tipp z. Lesen franz. Bücher:

Nicht jedes neue o. unbekannte Wort nachschlagen + rausschreiben. Das wird schnell zu viel + man blättert mehr im Wörterbuch, als dass man liest. So verliert man schnell den Spaß am Lesen. Nur Wörter nachschlagen, aufschreiben + lernen, die du für wirklich notwendig erachtest + wenn sich dir ansonsten der Sinn einer Passage nicht erschließt. Viele Wörter erklären sich ja auch bereits durch den Kontext.

franz. Zeitungen, Zeitschriften + Comics liest, z.B.

Ecoute, Spotlight Verlag (mit Worterklärung + verschied. Schwierigkeitsgraden; manchmal auch i.d. Bücherei erhältlich)

DVDs auch mal auf Franz. schaut (v.a. wenn man den Lieblingsfilm auf Deutsch eh schon in + auswendig kennt.)

• sich einen von Muttersprachlern geleiteten Konversationskurs (z.B. VHS) o. einen Französisch-Stammtisch, bei dem Muttersprachler mitmachen, in Wohnortnähe sucht.

• Auch privat, mit Freunden, Familie usw Französisch sprechen + Alltagssituationen nachstellen: Tagesablauf, Kochen, Einkaufen, Arzt, Kino, Theater, Krankenhaus, Bäcker, Museum, Bahnhof, Flughafen, Hotel, Restaurant usw.

• sich Skype einrichten + französischen Muttersprachler als Gesprächspartner suchen.

• franz. Brieffreund/in suchen

• franz. Tagebuch schreiben

Da eine Sprache aber nicht nur eine Aneinanderreihung v. Vokabeln ist, sondern diese auch noch möglichst sinnvoll zu Sätzen verbunden werden sollen, ist es genauso wichtig, regelmäßig 10 - 15 Minuten Grammatik zu üben.

:-) AstridDerPu

PS: Das gilt ähnlich auch für andere Sprachen.

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Kommentar von COLLA7ERAL
10.07.2013, 21:11

Wow..Super Antwort! Vielen Dank, dass Du dir so viel Zeit genommen hast!

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teiel sie dir in kleiner portionen ein. 7.B 10 stapel und lerne sie so lange immer und immmer wieder (mit pausen) bis du sie kannst!! irgendwann geht das chon! :)

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versuch es hier: www.vokabeln.net

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