7 Jahre kiffen, angeditschte Psyche, erst 20

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9 Antworten

Hast du vielleicht einen alten Onkel, den du gepflegt haben könntest? Oder erzähle was über Selbstfindung und Gelegenheitsjobs (die du eventuell nachweisen müsstest).

Das Problem ist dass ich ein schlechter Lügner bin. Das mit dem Onkel finde ich gut, würde auch wohl am besten ankommen. Am wohlsten würde ich mich wohl mit der selbstfindung fühlen. Stimmt ja auch irgendwie ein wenig. Danke das war schon mal ein hilfreicher Denkanstoß :)

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erst einmal respekt vor deinen zielen. finde ich gut ehrlich! und das mit der abendschule wirst du auch sicherlich packen! ich denke da wird dir keine ausrede helfen um knapp 4 jahre gut zu reden. sei ehrlich, würde vielleicht nicht direkt das drogenproblem ansprechen. so weit sind wir leider in unserer gesellschaft noch nicht um solche leute wie dich resozialsieren zu können mit dem hintergedanken "aha er hat also drogen genommen"... ich würde diese 3 jahre abrunden und zusammenfassen in "private probleme" , "habe mich erst jetzt gefunden" , "schwere zeit". aber immer betonen was für ziele du hast. damit zeigst du auch angagement und motivation, das wollen die arbeitgeber heut zu tage sehen. gib nicht auf wenn dir viele absagen, wird sicherlich so sein aber diese leute sind nicht menschlich. irgendwann wird ein toller arbeitgeber dabei sein der dich jetzt will und nicht in deiner vergangenheit.

wünsche dir echt viel glück und erfolg, packst das! Gruß

Du fasst dich kurz, sagst halt, du hättest ein paar wilde Jahre gehabt und dich nicht um deine Zukunft gekümmert. Fertig. Das ist doch oft so.

Natürlich kommt man als Kiffer mit der Schule nicht klar, spätestens in Mathe ist Schluss. Deshalb bist du aber noch lange kein Psycho oder hast bleibende Schäden erlitten. Du bist erst 20 und kannst noch alles nachholen. Ist zwar nicht mehr ganz so leicht dann, geht aber.

Wir brauchen solche Leute wie dich, Leute die eine vergleichsweise einfache Berufsausbildung absolvieren, obwohl sie unter anderen Umständen direkt ins Studium hätten gehen können. Irgendjemand muss auch das Zeug dazu haben, sich mit einem Handwerksbetrieb selbständig zu machen.

Mein Leben hört sich ziemlich verkorkst an und das ist es wahrscheinlich auch.

Man kann ein Leben nicht verkorksen. An deinen Erfahrungen die du machst wächst du. Alle die keine Erfahrungen machen wachsen nicht. Und alle Vergleiche sind sinnlos, da ein Spiel mit unendlich vielen unbekannten Variablen.

Habe festellen können wie das kräftige blau meiner Augen allmählich gräulich und stumpf geworden ist.

Ich würde sagen, deine Augenfarbe hat sich einfach geändert. Und jetzt bist du nicht mehr so blauäugig.

Mein Problem ist nur ich weiß nicht was ich meinem zukünftigen Arbeitgeber bei dem Bewerbungsgespräch sagen soll was ich seit 2011 gemacht habe.

Also ich hab auch solche Jahre in der Biografie. Hab die Lücken bisschen aufgefüllt und so aber man sieht schon, dass ich da irgendwie mit was anderem beschäftigt war viele Jahre. Hatte vor einiger Zeit ein Vorstellungsgespräch und der Mann meinte, dass er Charakterköpfe sucht und er meint, dass ich genau der Richtige bin. Die Zeit im Lebenslauf scheint ihn nicht abgeschreckt sondern bestärkt zu haben. Ging sofort glatt. Ich hab auch ganz ehrlich die ganzen Hilfsarbeiterjobs rein geschrieben (die oft nur 2 oder 3 Monate gingen). Kommentar: "Find ich klasse, was sie schon alles gemacht haben".

Ich bin heute auf einem Stand, dass ich sagen kann - meine Biografie war verdammt sinnvoll und genau so muss man wirklich nach außen auftreten. Finde einen guten Weg die Wahrheit richtig rüber zu bringen. Sich aus einer Krise zu arbeiten ist eine Stärke und Kompetenz. Eine Suchtkrankheit würde ich niemals mit dem Begriff erwähnen, sondern einfach das Ergebnis deiner Erfahrungen offenbaren. Du wirst die richtigen Formulierungen treffen, wenn du dir wirklich bewusst wirst, dass kein Tag verschwendet war und aus deiner Biografie besondere Stärken und Kompetenzen resultieren, die ein Arbeitgeber auf dem Arbeitsmarkt so leicht nicht findet.

Dem kann ich nur zustimmen.

Du hast halt ab und zu Depressionen und in denen sagst du dir auch du hättest niemals Kiffen dürfen und was du dir nicht alles kaputt gemacht hast... aber das ist Bullshit. Die Schäden die Kiffen anrichtet sind in der Regel alle reversibel... drogeninduzierte Psychosen sind auch in der Regel easy zu heilen bzw. verschwinden von selbst im Laufe der Abstinenz...

Mein Lebenslauf sieht aus wie München nach Ende des zweiten Weltkrieges... hat zwar ein wenig gedauert aber mit ein wenig Phantasie beim Lebenslauf gestalten und einer Prise Charme im Vorstellungsgespräch konnte ich trotzdem was reissen ;)

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Ehrlich sein. Jeder macht mal Fehler und dein Bericht ist ein Zeugnis von Stärke, von der auch dein Arbeitgeber profitiert.

weil ich in jungen Jahren altersgleichen mental vorraus war

Wohl eher das genaue Gegenteil.

Drogen nehme ich nur noch recht selten, um in gute Stimmung zu kommen beim feiern.

Du solltest ganz aufhören. Ein bisschen oder selten gibt es bei (verbotenen) Drogen nicht.

So beschissen es für dich auch klingt. Aber die Wahrheit währt immer noch am längsten. So große Probleme kommen eh früher oder später raus, und dann bist du richtig schlecht dran, wenn du vorher gelogen hast.

Naja der Vorsprung wurd mir zum verhängnis. Schlicht weg naive Dummheit. Dass eine Lüge rauskommen kann ist natürlich ein Risiko und wohl wird mir dabei auch nicht sein. Mit so einer langen leerlaufzeit kann ich aber auch keinem Arbeitgeber verübeln einen Bewerber nicht zu nehmen, kann es sogar sehr gut nachvollziehen...

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Wie soll ich handeln?

Selbstverständlich lügen, und sei es nur durch Weglassen oder nichtssagende Umschreibungen..

Dein Arbeitgeber nicht dein Therapeut und du verkaufst etwas, nämlich dich und deine Fähigkeiten; und Verkauf über Wahrheit funktioniert höchstens zufällig, oder würdest du etwas bei jemandem kaufen, der dir erzählt, was alles nicht geht, bzw. der in bunten Bildern mögliche Probleme an die Wand malt.

Überlege dir als plausibel Antworten, die deine Drogenkonsum und Erkrankungen der Vergangenheit verschleiern.

Wie schaut es mit Deinem Zwischenzeitgedächtnis aus? Wenn das den Bach runter ist, wird Dir niemand glauben das Du die letzten 2 Jahr in Nigera Waisenkinder gepflegt hast... An sonsten wirst Du wohl lügen müssen um einen Job zu kriegen: Versucht als Selbständiger IT Fachmann zu arbeiten, weil Dir das Thema liegt ... Praktika im Ausland ... Quer durch Australien gejobbt... Die Welt ist gross und bietet eine Menge Ausreden.

Was ist ein zwischenzeitgedächtnis? :/

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@erigk

Nach dem neueren Modellen ist es wohl das Arbeitsgedächtnis: Was Dein Gehirn aufnimmt, landet für ein paar zehntel Sekunden im Ultrakurzzeitgedächtnis. Von dort aus geht ein Teil ins Arbeitsgedächtnis und von da wieder ein Teil ins Langzeitgedächtnis. Bei Langkiffern ist dieses Arbeitsgeächtnis geschädigt, so das die Person während eines Gesprächs ziemlich oft den Faden verliert...

Das Gesprächsmuster ist dann so typisch das man einen Exkiffer daran sofort wieder erkennt.

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@knaake10

Schwachsinn.

Ich kenne genug Leute die Gras rauchen... die würde nicht einmal ein anderer Konsument erkennen wenn er ihnen im Alltag begegnet...

Und was du sagst bezieht sich auf Leute die kiffen... diese Effekte sind aber reversibel.

Bei den restlichen Substanzen sieht es natürlich anders aus... aber auch hier braucht man net verzweifeln, das Gehirn ist unglaublich flexibel... wenn der Fragesteller sich dümmer vorkommt als früher, dann weil er all die Jahre während dem Kiffen faul war und seinen Kopf nicht trainiert hat... das lässt sich aber nachholen.

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das ist sehr erfreulich, dass Du nach 7 Jahren kiffen, wieder einen kurzen Moment zum klar Denken gefunden hast.

Ich höre da sarkasmus raus :D

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