6monatiges Fahrverbot nach Bewusstlosigkeit durch mündliche Aufklärung des Arztes?

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10 Antworten

Ein Doc kann dir kein Fahrverbot erteilen, das ist eine Empfehlung. Wenn du dich nicht daran hälst, kann es weitreichende Folgen haben. Dann kann es nur über einen Unfall durch genau einen solchen Umstand passieren. Damit wird weiter geforscht und der Hinweis vom Doc kommt zum Tragen. ER hat das sicher in den Unterlagen notiert.

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Der Arzt hat dir eine Empfehlung aufgrund seiner Gefahrenprognose gegeben. Er hat dir kein rechtlich bindendes Fahrverbot erteilt.

Wüsste die Straßenverkehrsbehörde von deiner Erkrankung, würde sie den FS vermutlich für eine gewisse Zeit einziehen. 

Allerdings muss dir nun bewusst sein, dass dir die erforderliche Eignung zum Führen eines Kfz fehlt. Solltest du dennoch gegen den ausdrücklichen ärztlichen Rat ein Auto führen, damit einen VU bauen und deine Krankheit wird als Unfallursache festgestellt, dürfte deine Versicherung in Vorkasse treten, das Geld aber von dir zurückholen. 

Strafrechtliche Folgen deckt die Kfz-Haftpflicht sowieso nicht ab, da müsstest du alleine durch. 

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Kommentar von LB335DE
21.03.2016, 09:25

👊✅

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In Deutschalnd ist alles geregelt.

Viele Krankheiten schränken das Führen von Kraftfahrzeugen ein und bei Bekanntwerden der Erkrankung durch die Fahrerlaubnisbehörde kann auch entsprechend beschränkt oder gar untersagt werden.

Siehe http://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/anlage_4.html

Epilepsie findest Du unter Punkt 6.6

Hier steht 5 JAHRE ohne Anfall.

Aber bei Dir war das ja keine Epilepsie sondern eine toxisch epileptischer Anfall, der vermutlich einmalig war, der Arzt muß sich allerdings "den Rücken frei halten".

Enscheiden kannst das nur Du selbst, passiert allerdings etwas, wird dieser Rat des Arztes zumindest in Deiner Akte beim Arzt vermerkt sein.

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bei einem epileptischen Anfall ohne Vermutung einer bestehenden Epilepsie sind "Fahrverbote" von 3-6 Monaten üblich. Dabei handelt es sich um kein Fahrverbot, wie es erteilt werden würde, wenn du gegen die StVO verstößt sondern eher um eine Empfehlung.

Es gibt Rahmenrichtlinien, die Zeitrahmen der "Fahrverbote" vorgeben. Eine Informierung der Behörde ist normalerweise nicht vorgesehen, deswegen wird auch keine Fahrerlaubnis entzogen und deswegen wäre es auch kein Fahren ohne Fahrerlaubnis, wenn du es trotzdem tust.

Man möchte aber sicher gehen, dass du nicht vielleicht doch wieder einen Anfall bekommst...und je länger der Zeitraum ist, desto geringer ist eben die Wahrscheinlichkeit.

Die Versicherung als Haftpflichtversicherung würde in jedem Fall zahlen (denn sie zahlt ja einem Gegner den Schaden), ob sie dich in Regess nehmen kann, da bin ich gerade überfragt ;-)

Aber halte dich bitte daran, denn diese Zeiträume bestehen nicht ohne Grund. Und leider gibt es immer wieder Leute, die sich nicht daran halten, was dann zu der pauschalen Aussage führt, dass "Epileptiker grundsätzlich nicht Auto fahren sollten", obwohl die Unfälle, die von einer Person mit Epilepsie, die sich nicht in einem "Fahrverbot" befindet und deren Unfall aufgrund von Epilepsie passiert ist, so gering ist, dass es noch nicht mal statistisch erfasst wird. (wäre mir zumindest neu)

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Kommentar von GhettoFrosch1
21.03.2016, 08:46

Vielen Dank, das war mir bis jetzt die hilfreichSte Antwort! Im Nachhinein haben mit die Ärzte noch gesagt das es auch von meinem früheren Konsum von kannAbis kommen kann, quasi eine späte Reaktion meines Körpers.

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Kommentar von GhettoFrosch1
21.03.2016, 08:54

Danke du hast mir gerade einen echt schönen Tag beschert !

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Epilepsien gehören zu den chronischen Erkrankungen, die durch eine plötzliche Störung des Bewusstseins charakterisiert sein können. Da epileptische Anfälle in der Regel unvorhersehbar auftreten, stellen sie insbesondere im Straßenverkehr nicht nur für den Fahrer selbst, sondern auch für unbeteiligte Verkehrsteilnehmer eine Gefährdung dar. Fahreinschränkungen sollen das Risiko eines Unfalls im Rahmen eines epileptischen Anfalls so weit wie möglich minimieren. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Bundesministerien für Verkehr und für Gesundheit hat daher ein verbindliches Regelwerk erstellt.

Grundsätzlich werden zwei Gruppen von Fahrzeugen unterschieden. In Gruppe I fallen alle motorisierten Zweiräder und PKW bis 3,5 t, die Gruppe II fasst alle Fahrzeuge ab 3,5 t und solche zur Beförderung von Personen oder Gefahrengut zusammen. In der Gruppe I führt ein einmaliger spontaner epileptischer Anfall zu einem Fahrverbot von 6 Monaten (Gruppe II: 2 Jahre), wenn im EEG und im MRT des Gehirns keine Anzeichen für ein erhöhtes Wiederholungsrisiko zu finden sind. Liegt jedoch ein solches vor oder sind zwei oder mehr epileptische Anfälle aufgetreten, besteht ein Fahrverbot von 1 Jahr, wenn unter antiepileptischer Medikation keine weiteren Anfälle aufgetreten sind (Gruppe II: 5 Jahre ohne antiepileptische Medikation).

Eine ausführliche Übersicht zum Thema „Fahrerlaubnis bei epileptischen Anfällen und Epilepsie“ kann unserem Flyer entnommen werden. Wir empfehlen aber ein individuelles Beratungsgespräch hinsichtlich Fahrerlaubnis bei einem niedergelassenen Neurologen oder in einer spezialisierten Epilepsie-Ambulanz.

Quelle: Flyer der Charité zu Berlin

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Nun, spätestens, dann wenn Du einen Unfall hast, wird wohl der Grund (Ursache) nachgeprüft, sollte sich dann eine Bewusstlosigkeit herausstellen, wird die Versicherung nachhacken und feststellen, dass die nicht das erste Mal ist und dass Du die Empfehlung des Arztes "in den Wind geschlagen hast", was sie von der Schadensregulierung befreit. Das bedeutet, dass sie den, dem Unfallgegner bezahlten Schaden von Dir bezahlen lässt.

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Kommentar von GhettoFrosch1
21.03.2016, 08:10

heisst das also das es nur eine Empfehlung oder eine Anordnung des Arztes war? Denn wie du sagSt KÖNNTE ich mich einer "nur" Empfehlung ja widersetzen wobei ich einer Anordnung folge leisten MUSS.

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Gehe zum Hausarzt und lasse Dir bescheinigen, dass Du Autofahren darfst.

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Kommentar von Artus01
21.03.2016, 09:43

Diese Bestätigung wird kein Arzt geben.

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Du solltest dem Arzt mehr glauben und vertrauen als Laien im Internet. Wenn der Arzt dir das Autofahren verbietet, solltest du dich daran halten!!!!

Du bist sehr verantwortungslos, wenn du dich ans Steuer setzt. Du gefährdest dich selbst und Leben und Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer. Willst du das Risiko eingehen? Außerdem kannst du dich finanziell ruinieren, wenn etwas passiert, einmal abgesehen von strafrechtlichen Konsequenzen.

In einem ärztlichen Befund stehen übrigens nie Verhaltensvorschriften.

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Kommentar von GhettoFrosch1
21.03.2016, 08:11

Das keine verhaltensvorschriften drinnen stehen weiß ich aber zumindest müsste doch drinstehen das ich darüber aufgeklärt wurde oder?

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Der Arzt hat sich mit seiner Empfehlung den Rücken frei gehalten. Weist er Dich nicht darauf hin und Du baust einen Unfall weil Du wieder umgekippt bist, kann er sich warm anziehen.

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Es geht doch nicht drum, ob etwas amtlich registriert ist.

Es geht um deine persönliche Verantwortung.

Wenn es Epilepsie ist, kann es immer wider mal auftreten. Das hat die so an sich.

Oder ist es für dich nur dann von Bedeutung, jemanden tot zu fahren, wenn du dann dafür belangt werden kannst?

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Kommentar von GhettoFrosch1
21.03.2016, 08:43

Es ist ja keine Epilepsie. Das wurde nur als 'Krankheit' genannt, weil sie einfach nichts finden konnten.

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