661km radtour?

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3 Antworten

Da hast du dir echt etwas vorgenommen. Die 661 km sind wohl als Fußweg gerechnet? Mit Fahrrad wird das noch etwas weiter sein. Das dürften um die 750 km werden.

Such dir erstmal eine Strecke aus. Da macht es sich recht gut, wenn du größeren Radwegen folgst. Für dich würde sich der Rheinradweg anbieten. Also würde ich als erste Tagestour von Amsterdam zu genau diesem Radweg fahren, d.h. von Amsterdam nach Arnheim oder nach Nimwegen. Wenn du diesen Radweg erreicht hat, musst du ihm nur noch bis nach Basel folgen.

Und auf der Strecke suchst du dir Übernachtungsmöglichkeiten. Die Distanz, die du täglich schaffst, hängt natürlich von deinem Trainingszustand ab. Über den solltest du dir auf jeden Fall im Klaren sein.

Und beim Übernachten kommt es darauf an, ob du in Hotels (o.ä.) schlafen möchtest oder Zelten vorziehst. Da wirst du dir auf der Strecke Campingplätze suchen müssen. Ich denke mal, dass das aber machbar ist.

Wenn du Strecke, Etappen und Schlaforte festgelegt hast, musst du als nächstes mal das Gepäck planen. Da wirst du schnell feststellen, dass du besser mit dem Zug nach Amsterdam fährst und nicht fliegst. Und an dieser Stelle muss ich mal dein ganzes Vorhaben in Frage stellen. Wieso möchtest du die ganze Zeit bergauf fahren? Ist es nicht einfach, wenn du in Basel startest, mit dem Fahrrad gen Meer/Amsterdam fährst und wenn du dein Ziel erreicht hast, mit dem Zug zurück fährst?

Zurück zum Gepäck. Da gibt es Checklisten im Internet, was man mitnehmen sollte. Der ADFC schreibt dazu folgendes: http://www.adfc.de/ausruestung/checkliste-fuer-den-fahrradurlaub

Als Inspiration kannst du dir ja auch mal die Radtour von zwei Jungs anschauen, die von Berlin nach Shanghai gefahren sind. Die Doku dazu gibts bei YouTube (Kanal von EinsPlus). Die Ausrüstungsliste dazu haben die beiden auch im Internet veröffentlicht. Zum Teil ist das bestimmt auch für dich interessant. Guckst du hier: http://zweinachshanghai.de/bonusmaterial/ausruestung/

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Das Ziel ist schon ambitioniert, zumal Du generell gegen den Wind fährst. Aber wie schon erwähnt, solltest Du von Amsterdam nach Arnheim an den Rhein gelangen, um diesen bis Basel zu folgen. So kannst Du fast nichts falsch machen.

In den Niederlanden gilt das Knotensystem in der Wegebeschilderung. Das macht die Orientierung einfacher. Da der Niederrhein stark mäandriert, kannst Du in Deutschland den Radrouten folgen, die oftmals nicht direkt am Rhein entlang führen sondern die Rheinschlinge schneiden.

Ein genauerer Blick auf eine Karte - die bei der Fahrt sehr sinnvoll sein wird - sollte vor Beginn die Grobplanung der Tour sein. Hier kannst Du auch mögliche Übernachtungen einzeichnen. Natürlich gibt es für Smartphones auch Apps mit Kartendiensten, in denen Du eine zuvor erarbeitete Tour laden kannst. Dieser Route kannst Du dann bequem folgen und auch bei Abweichungen wieder finden. Ebenfalls gängig sind GPS-Geräte mit den gleichen Diensten. Evtl. können solche Geräte von lokalen Radvereinen auch ausgeliehen werden.

Sofern Du bereits sattelfest bist, kannst Du Dir pro Tag rund 100km zutrauen. Damit wärst Du etwa eine Woche unterwegs. Überhaupt hängt die Zeit sehr von Deiner Fitness und natürlich den Reisegewohnheiten ab. Mit Campingsachen ist das Fahrrad definitiv schwerer.

Ohne Camping ließe sich für geübte Radler die Tour in 3-4vier Tagen absolvieren, was die Campingkosten gegenüber der Übernachtung in Jugendherbergen relativiert, bzw. den Unterschied nicht so hoch macht.

Neben Camping und Hostels gibt es auch Couchsurfing. Hier sollten sich durch googlen leicht Portale finden lassen, in denen Anbieter auf deiner Tour zur Verfügung stehen.

Da Du den ganzen Tag unterwegs bist, sind 100km (oder auch 250km) gut zu machen. Allerdings sollen die Pausen regelmäßig sein und Zwischenstopps nicht zu ausgeprägt (Museumsbesuch, Shopping in Köln, Coffeshop in Amsterdam...). Um zwischendurch verbrannte Kalorien zu kompensieren lohnen sich evtl. Müsliriegel, Obst etc. aber nichts schweres. Gegen Abend kannst Du ruhig kolenhydratreich essen - die benötigt der Körper am nächsten Tag. Zu trinken sollte immer ausreichend bereit sein, was auch das Gesamtgewicht es Rades immer wieder nach oben treibt.

Generell benötigst Du aber Reisetaschen an einem definitiv reisefähigen und langstreckentauglichen Fahrrad. Ein (schwerer) Rucksack ist für die Tour ungeeignet. Ebenfalls benötigst Du aufgrund der Tourendistanz die wichtigsten Reparaturtechniken wie auch Flickzeug, Werkzeug und Kleinteile.

Als Bekleidung ist eine Radhose absolut empfehlenswert. Der Rest ist fast egal. Regenkleidung und warme Wäsche ist obligarorisch. 

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Zusammen mit erfahrenen Leuten oder man ist mutig genug, es einfach auf eigene Fast zu probieren.

Kommt natürlich auch immer drauf an, wie man sich die Tour vorstellt: Jeden Tag im Hotel schlafen ist natürlich deutlich schwieriger zu planen wenn man sich nicht darauf verlassen möchte/kann, dass irgendwo schon etwas frei sein wird, als einfach mit dem Zelt auf gut Glück ohne Zeitdruck loszufahren und irgendwo im Wald zu schlafen.

Mit "einem Fahrrad" fährt man so eine Tour aber auch ganz sicher nicht, sondern mit dem eigenen Fahrrad, was perfekt auf einen abgestimmt ist und mit dem man keine Probleme hat auch längere Strecken zu fahren...

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Kommentar von jeanbale
18.04.2016, 21:05

Ich möchte es auf eigene faust durchziehen... ich habe eher an zelten gedacht.. 

was mich aber vorallem interessiert ist wie man die route plant ? einfach der autobahn folgen ? 

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