60er jahre bitte helft mir x3

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5 Antworten

Schallplatten, nicht nur Vinyl, auch noch das alte System (Schellack) war noch in ettlichen Haushalten zu finden. Die Plattenspieler für Schellack waren noch von den Eltern aus früheren Jahren da, die Jugendlichen hörten darauf dann natürlich auch. Neue Geräte waren teuer, Platten auch - eine Vinyl Langspielplatte kostete 18Mark, ein normaler Arbeiter verdient aber nur 320Mark im Monat, ein Azubi kaum 50Mark.

Moderne Musik (Rock n Roll + damals moderne Schlager) wurde bis in die späten 50er noch auf Schellack produziert, also auch noch Anfang der 60er in Europa gehört - niemand warf Platten weg und man hatte auch zu wenige, um welche von vor 3-4 Jahren einfach nicht mehr zu hören! Vorallem in England waren Schellacks noch sehr verbreitet.

In der westlichen Welt hörte das dann anfang der 60er auf. In Asien, Israel und Afrika wurde noch bis mitte der 60er auf Schellack produziert...auch Beatles und andere dann aktuelle Beat Musik kam dort noch auf Schellack in die Läden.

Plattenspieler gab es auch tragbar mit Batteriebetrieb. Tragbare Schellackspieler gab es zum Aufziehen mit einer Kurbel. In den Wohnzimmern standen Musiktruhen, die ein Radio und einen Plattenspieler enthielten, manche zusätzlich noch ein Tonband und/oder einen TV. Auch für Autos gab es Plattenspieler, der verbreitetste in Deustchland war der Philips Mignon, in vielen farben lieferbar, damit er zum Amaturenbrett passte. Man steckte vorne in einen Schlitz eine Vinyl Single, wenn er sie fertig gespielt hatte, spuckte er sie wieder aus. Das Laufwerk war gegen Erschütetrungen gesichert...nun ja, Vinyl im Sommer im heißen Auto erwies sich als nicht so klasse. Die Platten verformten sich durch Hitze und die Musik fing an zu eiern.

Man hörte Radio, sowohl Röhrenradios, als auch ab Mitte der 60er immer mehr Transistorradios. Liefen in praktisch jedem Haushalt. Tragbare Röhrenradios waren eine Seltenheit, Autoradios auf Röhrentechnik waren bis Mitte der 60er normal. Transistorradios ab mitte der 60er gab es auch häufig für Batteriebetrieb.

Tonbänder wurden ebenfalls benutzt, um zB. Platten von Freunden zu überspielen, bzw. aus dem Radio aufzunehmen und so relativ günstig seine Musiksammlung zu erweitern. Tonbandgeräte gab es auch tragbar mit Batteriebetrieb.

Ab Mitte der 60er kamen Kassetten dazu, aber nicht die MC, die noch bis vor kurzem verbreitet war. Es war die "riesigen" 8-track Kassetten. Ein Endlosband, man musste nicht umdrehen, nicht zurückspuhlen...das machte Aufnehmen recht unsinnig, weil man nie wusste, wann sie voll war und so den Anfang wieder überspielte. Es gab 8-track zum aufnehmen, mit Aufnahmegeräten mit Bandlängenzählwerk, aber das blieb die Ausnahme. 95% aller verkauften 8-track Tapes kamen bespielt in den Handel. 8-track war in den späten 60ern in vielen Autos zu finden, besonders in den USA und bis Mitte der 70er standen auch in vielen Haushalten stationäre 8-track geräte rum (meist als Baustein eienr Stereoanlage). 8-track im Auto: http://vehiclevoice.com/mt-img/8Track.jpg

8-track (8TC) gab es auch als Qadrophonie- 8-track (Q8), dabei kam aus 4 Lautsprechern unterschiedliche Töne, sozusagen der Vorläufer von Dolby Surround. Quadrophonie gab es auch bei Vinyl Schallplatten, brauchte man aber extrem teure Nadeln und Tonabnehmer für. Weder bei 8-track noch bei Vinyl setzte es sich 4Kanalton durch.

8-track wurde dann Ende der 70er von der MC abgelöst.

Kaloty 05.02.2012, 12:43

Daankee ^.^

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oldmetallman 05.02.2012, 18:46
@Kaloty

Zu erwähnen wären noch die Jukeboxen, die damals auch in Deutschland in jedem Eis Cafe, Club, Bar, Kneipe, Milchbar etc. standen.

Da waren die neusten Platten drin, die sich gerade Jugendliche sonst nicht leisten konnten und man konnte sie für wenige Pfennige abspielen. Gab Jukeboxen mit 100 und welche mit 200 Platten drin. Das Programm wurde ständig ausgetauscht, natürlich blieben Platten, die an diesem Standort oft angewählt wurden auch weiterhin drin. zB. in einer Milchbar wo nur Jugendliche waren flog Caterina Valente schnell wieder raus, bzw. kam gar nicht erst rein, dafür blieben die Beatles lange drin. In einer Hafen Kneipe war ein ganz anderes Musik Genre in der Kiste.

Jukeboxen waren nichts rein amerikanisches. Gab in der BRD zig Firmen (NSM, Tonomat, Wiegandt, Bergmann, Eichhoff, Gauselmann, etc.) die soetwas herstellten, in DDR auch einige (Böhm, VEB Funkwerke...), jedes Land der westlichen Welt hatte da Hersteller für.

Die Marke überhaupt bei Jukeboxen ist die amerikanische Marke Wurlitzer. Die produzierten aber auch bei uns im Rheinland ganz eigenständige Modelle. Auch amerikanische Boxen von Wurlitzer, AMI, Seeburg, Rock-Ola standen hier in Lokalen rum.

In dem Video ist eine 1961er AMI Continental:

http://www.youtube.com/watch?v=vXovtJm6cOI

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Gib mal bei Google oder YouTube 60` ziger Jahre ein. da wirst du fündig. Die Quellen waren hauptsächlich Schallplatte und Radio. Eventuell noch Tonbandgerät. Oder noch Live.

Kaloty 05.02.2012, 09:35

okay

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Das ist klasse! Zu spät?

Ich wünsche Dir eine schöne und Stress arme Woche.

Kaloty 11.05.2013, 14:42

Ein bisschen ich hatte letztes jahr meine projekt prüfung :D aber trotzdem danke :)

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Mit Radio, Kofferradio, Transistor-Radio, Tonbandgerät, Plattenspieler, tragbarer Plattenspieler.

Kaloty 05.02.2012, 09:34

danke x3

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Radio, Schallplatten

Kaloty 05.02.2012, 09:33

danke

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