§6 Bundesurlaubsgesetz

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5 Antworten

Im Oktober wechselte ich zu einer anderen Firma. Dort erhalte ich 30 Urlaubstage.

Die 30 Tage sind auf ein Jahr gerechnet.

Dann kommt es darauf an ob man 5 oder Tage in der Woche arbeitet.

Der Arbeitgeber kann auch mehr als die gesetzlichen Urlaubstage geben.

Dauer des Urlaubs

Der gesetzliche Urlaubsanspruch beträgt 24 Werktage Urlaub pro Jahr. Zu den Werktagen zählt auch der Samstag. Wird am Samstag generell nicht gearbeitet, so besteht ein Urlaubsanspruch von nur 20 Tagen. Auf den Urlaubsanspruch kann der Arbeitnehmer nicht verzichten, da der Urlaub auch im Interesse des Arbeitgebers genommen werden muss: der Arbeitnehmer soll wieder fit für den Job werden. Durch Arbeitsvertrag oder Tarifvertrag kann der Urlaubsanspruch deshalb auch nicht verkürzt werden. Jugendliche Arbeitnehmer haben einen Urlaubsanspruch von 25 bis 30 Werktagen, abhängig vom Alter. Schwerbehinderte haben einen Anspruch auf 5 zusätzliche Urlaubstage.

Der Urlaubsanspruch kann, wie gesehen, nicht gekürzt, wohl aber verlängert werden. Das kann durch den Individualarbeitsvertrag, oder auch durch den Tarifvertrag geschehen. Der durchschnittliche Urlaubsanspruch nach dem Tarifvertrag beträgt 30 Tage. 30 Urlaubstage im Jahr ist somit Standard.

http://www.sozialhilfe24.de/arbeitsrecht/arbeitsplatz/urlaub-anspruch.html


30 Tage geteilt durch 12 Monate macht 2,5 Ulaubstage pro Monat.

Im Oktober angefangen, das kann dann bedeuten,dass Sie für dieses jahr 7,5 Tage Urlaubsanspruch haben.

Fragen Sie Ihren Arbeitgeber, der gibt Ihnen genaue Auskunft.

da ich ja in der alten Firma mehr Urlaub nehmen musste, als ich eigentlich Anspruch habe.? Und wie sieht es denn aus, wenn diese "mehr Tage" als unbezahlt genommen werden?

Wenn Sie mehr urlaub bekommen haben als Sie Anspruch haben, gi´lt merines Erachtens:

§ 5 Abs. 3 BurlG (undesurlaubsgesetz)

Hat der Arbeitnehmer im Falle des Absatzes 1 Buchstabe c bereits Urlaub über den ihm zustehenden Umfang hinaus erhalten, so kann das dafür gezahlte Urlaubsentgelt nicht zurückgefordert werden.

Zur Erläuterung des Begriffes Urlaubsentgelt folgendes;

Urlaubsentgelt bezeichnet das nach dem §11 des Bundesurlaubsgesetz (BUrlG) während des Urlaubs anstelle des Arbeitsentgelts zu bezahlende Entgelt.

MfG

Johnny

Ich sehe das so ....

In deinem alten Betrieb hattest du für den Zeitraum 25.06.2012 bis einschl. 30.09.2012 (ich gehe davon aus, dass dies der letzte Beschäftigungstag in der ersten Firma war) eine Anspruch von 6 Urlaubstagen. Genommen hast du aber 10 Tage (Ich gehe hier von einer 5-Tage-Woche aus).

Normalerweise würde dir der alte Arbeitgeber eine Saldenbestätigung zu deinem Urlaub aushändigen. Daraus geht dann hervor, dass du einen Saldo von -4 (also 4 Tage zu viel genommener Urlaub) hast. Diese Saldenbestätigung kann dein neuer Arbeitgeber von dir verlangen. Dieser Saldo wird übernommen beim neuen Arbeitgeber. Demnach würdest du dann dort mit einem negativen Saldo beginnen.

Ob es rechtlich möglich ist, diese vier zusätzlichen Urlaubstage vom letzten Gehalt ab zu ziehen, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ich denke aber nicht, denn der Urlaub dient ganz bewusst der Erholung !!

Beim neuen Arbeitgeber hast du für 2012 einen Anspruch von 7,5 Tagen abzüglich dem übertragenen Saldo von -4 Tagen. Demnach hättest du dann jetzt beim neuen Arbeitgeber noch eine Anspruch von rund 4 Tagen.

Es kommt also darauf an aus meiner Sicht, ob der neue Arbeitgeber die Saldenbestätigung verlangt und wie du dich aus moralischer Sicht verhältst.

Soweit meine Interpretation des Themas ....

In dem AV, das mit Ablauf des 30.09. endete, betrug dein anteiliger Urlaubsanspruch 3/12 des Jahresurlaubsanspruchs, also 6 Tage.

Beim neuen ArbG stehen dir ebenfalls 3/12 und demnach 8 UT zu (§ 5 BUrlG: halbe Tage sind aufzurunden).

Der neue ArbG hat einen Anspruch auf eine Urlaubsbescheinigung gem. § 6 BUrlG. Unbezahlter Urlaub hat auf dieser Bescheinigung nichts verloren. Tatsächlich genommene und bezahlten Urlaubstage, die den Anspruch übersteigen und vom ArbG nicht zurück gefordert worden sind, können den Anspruch beim neuen ArbG mindern.

Nach § 5 Abs. 3 BUrlG lagen die Voraussetzungen zur Rückforderung eines zuviel gezahlten Urlaubsentgelts und damit der Rückforderung des zuviel genommenen Urlaubs vor. Hat der alte ArbG diesen Anspruch realisiert, können zuviel genommene Urlaubstage widerum nicht bescheinigt werden und sich auf den Urlaubsanspruch beim neuen ArbG auswirken.

Der Urlaubsanspruch des einen Betriebes hat zunächst einmal mit dem des anderen nichts zu tun. Hast Du also zum 01.10. im neuen Betrieb angefangen, hast Du Anspruch auf 7,5 Tage (2,5 Tage pro Monat).

Ob Dir der Chef Deines alten Betriebes nun einen entsprechenden Teil Deines (alten) Urlaubes als unbezahlten Urlaub einstuft, mußt Du mit ihm klären. Wenn Du Glück hast und es nur einige Tage sind, "schenkt" er Dir diesen Urlaub auch ....

Eigentlich steht dir kein Urlaub zu, da ein Urlaubsanspruch erst nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit besteht.

Ich hoffe, ich habe deine Frage richtig verstanden.

Eigentlich steht dir kein Urlaub zu, da ein Urlaubsanspruch erst nach 6 Monaten Betriebszugehörigkeit besteht.

Falsch erklärt!

Urlaubsanspruch hat man vom ersten Tag an. Nur den Anspruch ihn zu nehmen hat man erst nach 6 Monaten.

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@johnnymcmuff

Mal kurz ein anderes Thema .... wie machst du das, dass du die Zitate aus der Frage in dem grau hinterlegten Textfeld in deinem Kommentar einfügst .... eigentlich bin ich keine Dummerchen was die EDV angeht ... aber ich komme nicht drauf !!

Danke!

Sollte eigentlich ein Kommentar zu deinem Vorredner sein. Sorry

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