5.PK Geschichte- Biologie, Abtreibung?

1 Antwort

"Habt ihr Ideen wie ich ihn etwa gliedern könnte?"

Chronologisch?

Also z.b. (wenn man weit ausholt) bei den Römern vor 4. Jhr. n. Chr. war das Recht wie folgt ... (ich glaube bei den Römern war Abtreibung vor 4. jhr. n. chr. vollkommen und immer legal, sofern der Hausherr dem zustimmte; ich vermute das deshalb, da mit Zustimmung des Hausherrn eine "Abtreibung" auch in der "41. SSW" legal war aka das Neugeborene auf der nächsten Müllkippe entsorgen).

Kenntnisse/Vermutungen über die biologische Entwicklung des Menschen waren wie folgt ... (z.b. ich glaube Aristoteles meinte, dass männlicher Nachwuchs ab Tag 40 der Schwangerschaft "lebendig" oder so war, weiblicher ab Tag 80; aber ich hoffe ich tue ihm damit kein unrecht)

Als dann die "bösen Christen" mit Kaiser Konstantin an die Macht kamen, wurde Abtreibung bzw. "Abtreibung" mehr und mehr verboten, nämlich ... (ich meine der Konstantin hätte bereits so um 314 n. Chr. "Abtreibungen" nach der Geburt verboten; und irgendwann ende 4. jhr. wurden dann auch Abtreibungen verboten; Strafe war jeweils glaube ich Enthauptung; nein, die waren nicht besonders frauenfeindlich; Enthauptung war für die Römer eine ganz normale Strafe und nicht mal eine der schlimmsten.)

Kenntnisse/Vermutungen änderten sich wie folgt ... (bzw. änderten sich glaube ich nur wenig so bis 16. Jhr. n. Chr.).

Dann äuqivalent Mittelalter, etc.

"Also ein paar Anregungen wie viel Biologie ich reinpacken könnte zum Beispiel"

Minimal ein Biologie sollte man vielleicht reinpacken, dass nach üblicher biologischer Definition des Begriffs "Lebewesen" ab Zeugung ein Lebewesen existiert (was dann aber ggf. noch eine Zwillingsbildung durchzieht); und dass dieser Punkt eigentlich als unstrittige und unbestreitbare Tatsache anzusehen ist.

Besondere Relevanz vor allem für die neuere Geschichte in D:

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv039001.html

die beiden Bundesverfassungsgerichtsurteile von 74 und 93.

Das eignet sich besonders zum Zitieren, wenn man den Leser ein bißchen schocken will, z.b.:

"
1.
Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben, auch das
ungeborene, zu schützen. Diese Schutzpflicht hat ihren Grund in Art. 1
Abs. 1 GG; ihr Gegenstand und - von ihm her - ihr Maß werden durch Art. 2
Abs. 2 GG näher bestimmt. Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen
menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen
Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts
des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch
die Annahme seitens der Mutter begründet.


2. Die Schutzpflicht für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschliches Leben allgemein.

3. Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner
Mutter. Ein solcher Schutz ist nur möglich, wenn der Gesetzgeber ihr
einen Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich verbietet und ihr damit die
grundsätzliche Rechtspflicht auferlegt, das Kind auszutragen. Das
grundsätzliche Verbot des Schwangerschaftsabbruchs und die
grundsätzliche Pflicht zum Austragen des Kindes sind zwei untrennbar
verbundene Elemente des verfassungsrechtlich gebotenen Schutzes.

"

Juristische Tatsache ist somit, dass ungeborene die Menschenwürde und das Recht auf Leben haben und alle Schwangeren erstmal aufgrund dieses Rechtes auf Leben formal die Pflicht zum Austragen des Kindes haben.

Warum dann dennoch die aktuelle Abtreibungsregelung zulässig ist, ist dann etwas komplizierter.

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