500€ Entschädigung für Fahrerflucht angemessen?

9 Antworten

Naja, sowas ist halt die einfachste und bequemste Lösung für beide Seiten.

Die Alternative wäre, dass sich beide Seiten einen Anwalt nehmen, endlos hin- und herdiskutieren, es werden ärztliche Gutachten eingeholt, dann gehts um die Frage, ob du nun verletzt hast, wie schlimm dein Schock ist, Nachweise dafür usw usf.

Darauf hast weder du noch der Unfallgegner wirklich Lust. Die Dame hat gerade ganz andere, straf- und fahrerlaubnisrechtliche Probleme. 500€ sind in der Regel mehr, als ein Mofa wert ist oder du an Schmerzensgeld erhalten würdest, die Gegenseite weiß also ganz genau, dass sie ordentlichst Mist gebaut hat und zahlt lieber ganz kleinlaut von sich aus eine durchaus angemessene Summe - evtl auch, um später strafrechtlich glimpflicher davon zu kommen.

Über die Versicherung braucht sie erst garnicht versuchen, hier irgendwas zu regeln. Die nimmt sie wegen der Obliegenheitsverletzung mit bis zu 5000€ in Regress. Sie wird also großes Interesse daran haben, dass hier möglichst wenig Anwalts- und Gerichtskosten sowie zivilrechtliche Forderungen zustande kommen. Daher das Angebot, die Sache "inoffiziell" zu regeln.

Ich habe übrigends einen ähnlichen Fall hinter mir, nur ohne Fahrerflucht. Klar hätte ich hier das volle Programm mit Zivilklage, Schadensersatz, Schmerzensgeld usw fahren können. Dann hätte sich das halt über Monate hingezogen, es hätte stressige Vernehmungen, Aussagen, Gerichtstermine usw gegeben, und am Ende wäre auch nicht mehr rausgesprungen, eher im Gegenteil.

Wäre wohl einfacher die 500 anzunehmen, hab auch eine Rechtsschutz aber denke mal am Ende würde nix rauskommen da ich ja keinen wirklichen nachweisbaren Schäden habe dich ich geltend machen könnte

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Ein Schadenersatz von Seiten der Dame hat nichts mit der Anzeige wegen Unfallflucht zu tun. Darauf hast Du auch gar keinen Einfluß, diese Straftat ist ein Offizialdelikt und wird automatisch von Amts wegen verfolgt. Selbst wenn Du wolltest könntest Du keinen Strafatrag zurückziehen, weil du keinen gestellt hast. Und ob die Strafverfolgung gegen die Dame eingestellt wird, oder nicht, ist Entscheidung der Staatsanwaltschaft.

Okay danke also ist es sozusagen freiwillig oder könnte sie später vom Gericht verdonnert werden an mich was zu zahlen?

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@mo7777

Ihre KFZ Haftpflicht ist für Schäden die dir entstanden sind leistungspflichtig, daher raff ich den Sinn der 500,- € nicht...

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@kevin1905

Die Haftpflicht wird sich das Geld vom Versicherungsnehmer wieder holen . Unerlaubtes entfernen vom Unfallort ist eine vorsätzlich begangene Straftat .  

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@mo7777

Okay danke also ist es sozusagen freiwillig oder könnte sie später vom Gericht verdonnert werden an mich was zu zahlen?

In einem Strafverfahren wird der Schuldige dazu verurteilt einen Betrag X an eine gemeinnützige Einrichtung oder als Geldstrafe an den Staat zu zahlen.

Du würdest nur dann Geld erhalten können wenn Du z.B. Schmerzen erlitten hast, also Schmerzensgeld - aber nie als Strafzahlung für die Tat.

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@Lkwfahrer1003

Natürlich, tangiert aber den Fragesteller in keinster weise und erklärt auch nicht wofür der Anwalt des Schädigers 500,- € raushauen will...

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Wie Du den Antworten entnehmen kannst, wäre es für eine Beurteilung ungeheuer wichtig, dass Du uns verrätst, WOFÜR der Anwalt 500 Euro angeboten hat.

In diesem Brief steht sicherlich nicht nur "Ich biete Ihnen 500 Euro, freundliche Grüsse". Da wird auch eine Begründung stehen!

Da steht halt das ich nicht verletzt wurde aber dennoch geschädigt worden bin und dazwischen das sie es niemals so wollte... 

Für die Unannehmlichkeiten entschuldigt Sie sich ausdrücklich und dann: "Sie ist bereit, an sie eine Ausgleichssumme in Höhe von 500€ zu bezahlen"

Und das ich Ihm doch meine Kontoverbindung mitteilen sollte

Ein wirklicher Grund steht da nicht🤔

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