50% Mieterhöhung nach Modernisierung, darf das sein?

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6 Antworten

 

Im MV war lediglich eine unverbindliche Info gestanden. Entscheidend ist die voraussichtliche ME in der Modernisierungsankündigung. Dort müsste der Kostenanteil der jeweiligen Maßnahme aufgeschlüsselt sein und auch der Instanhaltungsanteil der Fenster und der Fassade herausgerechnet werden. Dabei dürfte dieser in der Regel bei Fenstern ca. 40%, bei der Fassadendämmung  10%, Schließanlage 0 % betragen.

Die für dich umlegbaren Kosten richten sich danach, wie sie dir zurechenbar sind. Fassadendämmung nach anteiliger Wohnfläche, Schließanlage nach WE, Fenster wie in deiner Wohnung vorhanden und zu tauschen.  Bei 11%iger  Umlage der tatsächlichen Mod-Kosten jährlich, erscheinen mir 260 Euro monatlich als maßlos überhöht. Sie würden  bedeuten, dass 11% = 3120 € jährlich mehr zu zahlen sind als reine Mod-Zulage. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass das so rechtens ist.  Ich empfehle dir dringend,  die Mod-Ankündigung vom Mieterverein prüfen zu lassen. Dort wirst du beraten, was du tun musst bzw. kannst (Nichtduldung wegen Härte, Widerspruch, Kündigung etc.). 

"Die Anhebung kann auch höher ausfallen" --> Das ist ja hier der Fall. Die 80 € sind also nicht mehr maßgeblich.

Der Vermieter kann die Miete jährlich um 11% der Modernisierungskosten erhöhen. Er sollte das durch Rechnungen oder anderweitig belegen, damit ihr das kontrollieren könnt. Hat er das?

Die Modernisierungskosten müssen angemessen auf alle Mietparteien umgelegt werden, wenn es denn mehrere sind. Sind es mehrere Mietparteien? Wie ist dann die Auteilung?

Bei einer Außenisolierung kann schon ein hoher Betrag zusammen kommen für ein Gebäude dazu noch die neuen Fenster - da spart ihr dann ja auch an Heizkosten. Dazu noch eine kleine Terasse udn Schließanlage.

Ich würde mal die Kostenhöhe insgesamt, ob er Fördermittel erhalten hat (die darf er nicht umlegen) und die Aufteilung auf die Wohnungen überprüfen. Siehe auch § 559 ff BGB.

In diesem Zusammenhang würde ich dieser Mieterhöhung erst einmal grundsätzlich widersprechen, aber gleichzeitig eine Aufschlüsselung der Mieterhöhung durch Renovierungsarbeiten verlangen. Denn nicht alles was der VM als Renovierung/Modernisierung bezeichnet muss Renovierung sein.
Nur Wirkliche Modernisierung, davon 11%/anno darf als Mieterhöhung  weitergegeben werden.

1. Ja, aufgrund von Modernisierungen darf sie das...

2. Ja, dies wurde ja im Mietvertrag offen gelassen. Zählen tut allein die jetzige Ankündigung, diese ist gesetzlich vorgeschrieben...

Mietspiegel deiner örtlichen Wohngegend bitte googeln, da sind dann auch Wohnbauten enthalten nach Modernisierungsmaßnahmen, Kaltmiete, Göße deiner Wohnung wißt du mit sicherheit auf die Homepage deiner Stadt oder nur nach Mietspiegel unbedingt googeln.

Die Modernisierungsmaßnahmen sind bei diesen auch in Klammern einzeln aufgeführt

und erkundige dich gleich, wenn du auf dieser Seite bist, was du für den alten Wohnraum zu zahlen gehabt hättest... viel Glück

Das kann man leider in deinem Fall nicht pauschalisieren (die Nebenkosten nicht mit einbeziehen bei Errechnung sondern nur m², Baujahr einschl. Modernisierung)

Mietspiegel deiner örtlichen Wohngegend bitte googeln

Das ist in diesem Fall unerheblich, da die Begrenzung bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete gemäß § 558 BGB für Erhöhungen aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen gemäß § 559 BGB nicht gilt. Genau solche Erhöhungen sind es ja, die die ortsübliche Vergleichsmiete über die Zeit hinweg ändern...

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@XtraDry

Korrekt, XtraDry! Diesen Umstand kennen viele Mieter nicht.

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Mehr als 20 % sind nicht erlaubt, google das doch Mal...

Das gilt aber nicht bei Modernisierungen. Da ist nicht § 558 BGB anzuwenden, sondern § 559.

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