50 Jahre alte Elektroleitungen und Vermieter macht nichts trotz Hinweis auf Gefahr

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6 Antworten

Sollte es wirklich so dramatisch sein, dann lasst Euch ein Gutachten erstellen. Mahnt den Vermieter an den Schaden zu beheben und setzt ihm eine realisierbare Frist (sprecht Euren Elektriker darauf an).

Danach eine Nachfrist mit der Androhung auf eigene Kosten den Mangel beheben zu lassen und die Kosten mit der Miete zu verrechnen.

Wichtig, drei Angebote einholen und das wirtschaftlichste nehmen.

Vermutlich ist aber der Weg zum Anwalt sinnvoller. Denn hier wird es wohl eher nicht um dreistellige Beträge gehen.

martinzuhause 13.05.2015, 14:20

wenn die leitungen alle marode sind wird das keine mangelbeseitigung sondern eine neuinstallation. dazu wird man den vermieter nicht einfach zwingen können. das geht meist nur mit grossem baulichen aufwand. da müssen aufgemacht werden und alles neu verlegt werden. 

der vermieter wird da evtl. auf eine weitere vermietung verzichten dann

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Fridleif 13.05.2015, 14:22
@martinzuhause

Deshalb der Hinweis auf den Anwalt. Denn das wird, wie Du schon richtig erwähnt hast kein kleines Unterfangen.

Aber um eine Mangelanzeige mit Fristsetzung werden sie so oder so nicht herumkommen. So sie eine Veränderung wollen

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martinzuhause 13.05.2015, 14:24
@Fridleif

ein anwalt oder ein gericht kann den vermieter auch nicht dazu bringen alles neu zu machen. er muss ja nicht vermieten.

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der bestandschutz ist gerade bei elektroanlagen immer ein heißes eisen, da wird gerne so lange dran rum gebogen, bis es irgendwie passt.

die problematik ist die dass nur weil EIN elektriker mal gesagt hat, es wäre gefährlich, hat man da noch keine konkrete handhabe.

die richtige vorgehensweise wäre an dieser stelle konkrete mängel zu benennen, zu dokumentiren, und angezeigte gegenmaßnahmen zu benennen. Danach lässt sich dann auch eine mögliche Mietminderung etc. bemessen!

ich möchte mal ein Beispiel benennen:

Querschnitt der Zuleitung zur Unterverteilung Wohneinheit 1.OG rechts zu gering: der hohe schleifenwiderstand führt zu spannungsschwankungen außerhalb der toleranz, außerdem verzögert er unnötig das Auslösen von vor oder nachgelagerten Sicherungsorgsorganen.

es besteht ein erhötes Brand- oder Stromschlagrisiko. die Leitung ist dringend mittelfristig zu erneuern.

lg, Anna

Da müssen sich die Mieter des Hauses einig werden. Setzt dem Vermieter SCHRIFTLICH eine Frist. Danach könnt ihr den Handwerker selbst beauftragen und mit der Miet verrechnen.

Zunächst würde ich sagen, dass eine Anlage von 1965 noch durchaus unseren Regeln entsprechen kann. Ich würde mich nicht auf die Aussage eines einzelnen Elektrikers verlassen, der vielleicht den schnellen Euro machen will. Lasst die Anlage von einem unabhängigen Spezialisten ohne finanzielle Interessen begutachten. Danach entscheidet mit dem Vermieter, der sicherlich mitspielen muss, was zu tun ist. Ich selbst habe in Wohnungen gewohnt, die vor 1960 gebaut wurden und dort war die Installation in Ordnung.

Die Regeln waren 1965 nicht dramatisch anders als heute. Es wurde gelegentlich schlechtes Material verarbeitet, bei dem die Isolation abfällt. So was wird aber ein Gutachter sehen.

wenn gefahr im verzug ist würde der energieversorger den hausanschluss abschalten. keiner wird aber den vermieter zwingen auf seine kosten neue leitungen zu legen.

ihr könntet dann die miete kürzen. und der vermeiter euch evtl. kündigen weil er die wohnung ohne strom natürlich nicht vermieten will und kann

kenne ich bei freunden , uraltes Haus, wird nur alles notgeflickt aber nicht (kern)-sanniert.., alles verschimmelt. dach undicht..... , alles uralt mehr oder minder abbruchreif.

vermieter kassiert nur aber steckt keinen Euro ins Haus. Da hilft nur ausziehen. 

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