5 jähriger Junge will zu seinem Vater was tun?

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Wir wissen nicht was wir davon halten sollen, denn dem Kleinen fehlt es hier an nicht´s…

Was für ein fataler Irrglaube! Doch, natürlich fehlt dem Kleinen was – sein Vater!

Nimm es bitte nicht persönlich, aber egal, wie liebevoll, fürsorglich, aufrichtig interessiert und bemüht Du auch auf dieses Kind eingehen magst, Du wirst ihm den leiblichen Vater niemals wirklich ersetzen können. Für ein Kind, noch dazu in diesem jungen Alter, werden die leiblichen Eltern immer die wichtigsten Personen sein und bleiben. Das ist ein Naturgesetz, dass sich nicht aushebeln lässt.

Versuche bitte mal, Dich in diesen kleinen Mann hineinzuversetzen. Er wird regelmäßig aus einer Welt in eine andere gerissen. Er würde am liebsten bei beiden sein, bei seiner Mutter UND bei seinem Vater, was aber nun nicht mehr dauerhaft und konstant möglich ist. Ein Wechselbad der Gefühle, die ein Kind dieses Alters noch gar nicht kommunizieren KANN. Ihn nach Gründen bezüglich seines Verhaltens oder seiner Äußerungen zu befragen, ist somit müßig und befördert ihn nur noch zusätzlich in einen Gewissenskonflikt.

Dieser Junge erlebt mit steter Regelmäßigkeit die gespannte Atmosphäre zwischen Mami und Papi, auch wenn Streitigkeiten und Auseinandersetzungen nicht vor ihm ausgetragen werden sollten. Er spürt es. Er nimmt ihre Blicke wahr, ihre Stimmung, ihren Ärger. Mami hat ein Problem mit Papi und Papi eins mit Mami… und der kleine Zwerg hockt mittendrin und glaubt, sich nun entscheiden zu müssen, wen von beiden er nun liebhaben darf/kann und wen er ablehnen sollte/müsste. Auch, wenn ihn niemand von Euch aktiv vor eine solche Entscheidung stellen sollte, so wird sein kindliches Empfinden aber genau dieses Denken produzieren.

Möglicherweise wird es Dich jetzt vielleicht irritieren, aber auch DEIN gutes Verhältnis zu diesem Jungen sorgt mit dafür, dass die emotionale Zerrissenheit dieses Kindes NOCH größer wird. Mit Dir erlebt er Tag für Tag genau das, was er sich naturgemäß von seinem leiblichen Vater wünscht, aber nicht haben kann. Bestimmt findet er alles super toll, was Du mit und für ihn machst, aber letztendlich nimmt dieses Kind nur wahr: Richtiges Verhalten, aber falsche Person!

Es gibt nur einen Weg, dieses Kind von diesem immensen Druck zu befreien. Er muss unbedingt das sichere Gefühl vermittelt bekommen, dass er Euch alle lieb haben darf… Mami, Papi und Dich! Er muss wissen, dass es ihm niemand verübeln und sich auch niemand verletzt fühlen wird, wenn er auch den jeweils anderen mag und an ihm hängt. Ihr seid da alle drei gleichermaßen gefordert, dem Kind zu signalisieren: Hey, das ist total toll, dass Du mit Mami bzw. mit Papi bzw. mit Dir eine tolle Zeit verbringen konntest! …. Bestärkt ihn darin, dass er auch freudig von den Aufenthalten beim jeweils anderen erzählen darf. Zeigt ganz offen Begeisterung für das, was er beim Vater erlebt hat, und umgekehrt ebenso. Nur, wenn ihr ihm ermöglicht, sich überall gleichermaßen wohlfühlen zu dürfen, wird diese Last, sich (emotional) zwischen den Eltern entscheiden zu müssen, wegfallen. Und erst dann wird er auch damit klarkommen können, dass es nun zwei verschiedene Haushalte sind, in denen er als Kind glücklich sein kann und darf.

Setzt Euch zusammen und redet miteinander. Findet eine Basis, wie Ihr ohne Streitigkeiten, Missgunst und ohne verletzte Eitelkeit oder falschen Stolz miteinander auskommen könnt. Stellt Eure persönlichen Befindlichkeiten zurück. Tut es im Interesse des Jungen! Nicht nur er, sondern auch Ihr Erwachsenen werdet lernen müssen, dass es beim jeweils anderen Elternteil andere Regeln, andere Möglichkeiten und andere Abläufe geben wird und darf. Wenn Euch das gelingt, wird der Junge deutlich unbeschwerter aufwachsen können.

Natürlich weiß ich selber das ich nie seinen Vater ersetzen kann und ich will ihn ja auch nicht ersetzten. Es ging in dem Fall jetzt auch nicht um mich. Er weiß das Er uns alle Lieb haben darf und wenn Er manchmal fragt oder sagt das sein Vater ihn nicht mehr liebt sagen wir Ihm auch das dass nicht stimmt sondern das sein Vater Ihn sehr wohl liebt. Es ist halt schwierig ihm zu erklären, wenn Er sagt das sein Vater hier wohnen soll, dass das leider nicht mehr geht. Wir versuchen es ihm so gut wie möglich zu erklären ohne dabei irgendwie, irgendjemanden schlecht zureden. Wir wollen ihm auch nicht den Umgang mit seinem Vater wegnehmen, ganz im Gegenteil gerade deswegen hat meine Freundin ja seinem Vater angeboten das er unter der Woche kommen kann und nicht nur aller 14 Tage ihn hat. Wir reden natürlich auch mit Ihm wenn er von seinem Vater kommt, was Sie so gemacht haben, wie es beim Papa war usw. nur meistens erzählt er nicht wirklich sehr viel.

Mit seinem Vater zu reden, macht kaum Sinn da Er jemand ist wo alles nach seinem Willen gehen muss und das haben wir auch schon ein paar mal gemerkt.

Klar wissen wir das es bei seinem Vater mit der neuen Freundin und den zwei anderen Kinder anders läuft wie bei uns und es auch andere Regeln gibt, nur wenn man von dem Kleinen hört er will nicht schon wieder Zähne putzen und man sagt aber bei Papa machst du es doch auch und dann als Antwort kommt: Nöö muss ich bei Papa nicht... oder das Er bei seinem Vater nie Duschst oder Badet..Da fragt man sich dann schon. Wir wissen auch das es für Ihn bei seinem Vater keine Regeln gibt, dort ist er vogelfrei und kann machen was er will.

Das bekommen wir immer mit z.b. beim Spielsachen aufräumen ( Muss Er nie beim Papa), beim Essen ( Will nicht am Esstisch essen sondern immer vor dem TV) oder wenn Er etwas will und wir mal nein sagen ( Beim jedem Einkauf will er Spielsachen, Kinderhefte, Süßigkeiten usw. haben.) Klar es ist ein kleines Kind und natürlich bekommt er ja auch etwas wenn wir einkaufen sind aber es geht nun mal nicht das wir bei jedem kleinen Einkauf ihm immer Fünf Sachen kaufen und bei seinem Vater ist es dann genau anders. Wer kauft bitte schön Ende Oktober einem 4 jährigen Kind schon einen Adventskalender?? Nun müssen wir Ihm erklären das man diesen eigentlich am 01.Dez aufmachen darf. Da der Vater Ihn natürlich nicht bei sich gelassen hat sondern bei uns mit abgegeben hat. Oder das Beispiel mit der Bindehautentzündung die ich bei Joergi666 schon erwähnt habe.

Zu Weihnachten hat Er von seinem Vater Playmobil Sachen bekommen, die durfte Er bei seinem Vater aber nicht ausprobieren sonder Papa sagte zu Ihm: Das soll er zu Hause machen, dort kann er dann mit der Mama alles auspacken, aufbauen und damit dann spielen. Von seiner Tante bekam Er eine Rennbahn und die wollte er mit zu seinem Vater nehmen, diese präsentierte Er Ihm gleich wo der Vater ihn wieder bei uns geholt hat, der Kleine sagte zu Ihm das Er die mit Papa aufbauen und spielen will und dann kommt als Antwort von seinem Vater, dass Sie dafür keine Zeit haben werden da Sie Silvester feiern ( Er hat Ihn am 30.12 geholt und ihn am 02.01 wieder gebracht) Sowie er die Rennbahn am 30.12 in den Kofferraum gepackt hat so haben wir Sie am 07.01 aus seinem Kofferraum wieder bekommen.

Das sind alles so Beispiele warum wir uns dann fragen warum er nun unbedingt bei seinem Vater bleiben will?? Es geht hier nicht drum das wir ihm den Vater wegnehmen wollen oder er Ihn weniger sehen soll oder sonst irgenwas. Wir wollen ja wie gesagt das es ein Harmonisches Verhältniss ist nur unter solchen Bedingungen von seiten seines Vater´s ist es doch schwierig und dazu kommt ja auch noch wie der Vater mit meiner Freundin umgeht aber das steht ja wie gesagt auf einem anderen Blatt.

Klar versuchen wir ihm zuerklären das dass nicht ganz so einfach geht das Er für immer bei seinem Vater bleiben kann (Kiga, Entfernung, Papa arbeitet jeden Tag usw.) nur versteht er das nicht. Wir wissen auch das es natürlich für Ihn immer schön ist wenn er zu seinem Vater darf aller 14 Tage, da es ja immer was besonderes ist da er Ihn nicht mehr jeden Tag sieht und das soll er ja auch weiterhin.

Nur ist die Frage wie wir mit der jetzigen Situation umgehen sollen, und warum er aufeinmal auf diese Idee kommt beim Papa bleiben zuwollen.

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@Smokefoot

Es ist zwar traurig, dass sich der Vater um manches nicht kümmert (z. B. regelmäßiges Zähneputzen oder Tischmanieren und –kultur), aber sind wir doch mal ehrlich: Eine ernsthafte Kindeswohlgefährdung besteht deswegen doch wohl objektiv betrachtet nicht, richtig? Also seid Ihr gut beraten, wenn Ihr etwas gelassener darüber hinwegsehen würdet.Eines gleich vorweg: Ich erkenne durchaus Eure aufrichtigen Bemühungen, dem Kind gerecht zu werden und das Beste aus der Situation machen zu wollen. Ich prangere also definitiv gar nichts an, sondern möchte nur auf ein paar Dinge hinweisen, die aufgrund Eurer Emotionalität für Euch vielleicht nicht (mehr) auf den ersten Blick erkennbar sein werden.

Du schreibst:

Es ist halt schwierig ihm zu erklären, wenn Er sagt das sein Vater hier wohnen soll, dass das leider nicht mehr geht. Wir versuchen es ihm so gut wie möglich zu erklären ohne dabei irgendwie, irgendjemanden schlecht zureden.

Grundsätzlich gilt: Auch, wenn Ihr den Vater nicht aktiv schlechtredet, so spürt der Junge aber dennoch, dass Ihr Euch massiv über ihn ärgert, dass Ihr sein Verhalten nicht gutheißt und wie sehr es Euch innerlich zerreißt. Er sieht doch Eure verständnislosen Blicke, Euer Kopfschütteln und hört Eure tiefen Seufzer. Unterm Strich kommt es in der Wahrnehmung des Kindes also auf Dasselbe heraus, als würdet Ihr den Vater schlechtreden.

Ich weiß nicht, wie ausschweifend sich derartige Gespräche zwischen Euch und dem Jungen in diesem Zusammenhang gestalten. Ich kann Euch nur empfehlen, es so kurz, wie möglich zu halten. Behandelt seinen Wunsch, der Vater solle bei Euch wohnen, ebenso klar und konsequent, wie Ihr auch alles andere behandelt, was einfach nicht machbar ist - kurz, selbstverständlich und vor allem OHNE lange Tiraden, denn denen ist der Junge in seinem Alter noch gar nicht gewachsen. Hier gilt Dasselbe, wie bei allem anderen: Es gibt Dinge, die einfach nicht umsetzbar sind. Je selbstverständlicher IHR damit umgeht, desto selbstverständlicher wird es auch fürs Kind sein können.

Dasselbe gilt hierfür:

wenn er unter der Woche auf einmal jeden zweiten Tag sagt er will bei seinem Vater bleiben ist das schon etwas unnormal, wenn es davor nie vorkam

Mal eine rein informative Frage: Wäre der Vater denn grundsätzlich überhaupt dazu bereit, den Jungen dauerhaft zu sich zu nehmen? Nach Deinen Schilderungen vermute ich mal, eher nicht. Umso leichter sollte es doch für Euch sein, dem Jungen auch weiterhin – wie gehabt - mit möglichst ruhigem und neutralem (!) Tonfall ohne Ausschweifungen zu erklären, dass das nicht oder nur schwer umsetzbar sein wird, weil der Papa den ganzen Tag arbeiten muss usw. Dass Ihr es häufiger wiederholen müsst, liegt in der Natur der Sache und ist nichts anderes, als auch bezogen auf andere Dinge, die Kinder lernen müssen. Bewertet diese wiederholten Fragen des Kindes also bitte nicht über.

Wir reden natürlich auch mit Ihm wenn er von seinem Vater kommt, was Sie so gemacht haben, wie es beim Papa war usw. nur meistens erzählt er nicht wirklich sehr viel.

Natürlich erzählt er nicht viel, denn vieles von dem, WAS er erzählen könnte, würde bei Dir und Deiner Freundin ja wieder größten Unmut auslösen, den der Junge auch ganz ohne Kommentare von euch wahrnehmen wird. Schließlich ist es ja Deiner Schilderung zufolge an der Tagesordnung, dass der Vater irgendwas macht oder nicht macht, was Euch die Nackenhaare zu Berge stehen lässt. Der Junge wünscht sich Harmonie! Also ist er doch gut beraten, wenn er NICHTS erzählt, weil das die Harmonie garantiert wieder aus den Fugen geraten ließe.

Mein Rat: Befragt den Jungen zu seinen Papa-Aufenthalten nicht intensiver, als Ihr es üblicherweise macht, wenn er beispielsweise von einem Freund, von der Oma oder sonst wem zurückkommt. Ihr vermittelt ihm dadurch Normalität, die nicht gegeben ist, wenn Ihr ihn zu seinen Papa-Besuchen ganz besonders befragt. 

Mit seinem Vater zu reden, macht kaum Sinn da Er jemand ist wo alles nach seinem Willen gehen muss und das haben wir auch schon ein paar mal gemerkt.

Mal Hand aufs Herz: Wäre es Euch nicht auch sehr angenehm, wenn sich der Vater nach EUREM Willen verhalten würde? ;-) Ihr vertretet Euren Standpunkt in Sachen Erziehungsmethoden, Aufstellen und Einhalten von Regeln, Umgang mit dem Kind usw. doch ebenso vehement, wie er, oder nicht? Ihr seid von der Richtigkeit Eures Denkens doch auch überzeugt und wollt daran festhalten. …. Nicht ohne Grund schrieb ich bereits, dass nicht nur der Junge, sondern auch Ihr Erwachsenen lernen müsst, dass beim jeweils anderen Elternteil andere Regeln gelten.

(Fortsetzung folgt im nächsten Kommentar)

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@Momo1965

Formulierungen und Argumentationen gegenüber dem Jungen, wie beispielsweise „aber bei Papa machst du es doch auch“ sind extrem kontraproduktiv und zeigen ziemlich deutlich auf, wie sehr Ihr – Deine Partnerin und Du – bereits am Ende Eurer Kräfte angekommen seid. Benötigt Ihr bei anderen Fragen auch diese „Argumentationshilfe“, um Eure Vorstellungen durchsetzen zu können? Sicherlich nicht, oder? Dann verzichtet in diesen Fällen besser auch darauf.

Was anderswo gilt, sei es beim Vater, im Kindergarten, bei der Oma, bei der Tante oder bei Freunden, braucht Euch nicht zu interessieren, solange davon keine Gefahr für das Kind ausgeht. Bei Euch gelten EURE Regeln, sei es bezogen aufs Zähneputzen, Aufräumen, Essen, Betteleien beim Einkauf oder was auch immer. Es kostet Nerven, ja, aber Euch wird nichts anderes übrigbleiben, als Eure Regeln liebevoll, aber konsequent durchzusetzen, und zwar gänzlich unabhängig davon, was anderswo Usus ist. Das Kind braucht Eure festen Regeln. Ohne die wird es in diesem ganzen Gefühlsgewusele jeden Halt verlieren. Also bleibt mit demselben Selbstverständnis, wie auch sonst, konsequent.

nur macht es uns stutzig warum Er aufeinmal so unbedingt bei seinem Vater bleiben will. Ist es nur ne Phase da er jetzt vier We´s bei Ihm war?? Will Er wirklich nur noch bei Ihm bleiben?? Wurde Ihm evtl. was eingeredet??

Ich glaube aufgrund Deiner Schilderungen nicht, dass der Junge tatsächlich ganz zum Vater ziehen möchte. Ob und ggfs. was ihm möglicherweise eingeredet wurde, halte ich auch für relativ irrelevant, da sich das Kind aus seiner ganz eigenen Wahrnehmung und seinem Empfinden heraus zunehmend mehr ein eigenes Bild machen wird, was es aber altersbedingt noch gar nicht artikulieren kann. Meines Erachtens spielen hier sicherlich mehrere Faktoren mit ein.

Allem voraus glaube ich, dass der Junge seine Mutter schützen möchte. Der Junge erlebt nach jedem seiner Kontakte zum Vater den herrschenden Unfrieden. Seine Mutter regt sich über das väterliche Verhalten, die fehlenden Regeln, Unzulänglichkeiten und wer weiß was auf. Der Junge registriert – wie gesagt - auch ohne deren entsprechende Kommentare ihre Stimmung. Sie leidet, sie ärgert sich, sie ist aufgebracht, sie ist wütend…..

Der Junge liebt seine Mutter. Er möchte nicht, dass sie leidet und will sie im Rahmen seiner Möglichkeiten davor schützen und ihr all diese bedrückende Stimmung ersparen, sich selbst natürlich auch. Aus seiner Warte könnte das u. U. dadurch gelingen, wenn er dauerhaft beim Vater bliebe, denn wenn all die Situationen wegfallen würden, wo er nach den Papa-Aufenthalten zurück zur Mutter kommt, würden ja auch die Situationen entfallen, die Auslöser sind für Mutters Missstimmung, Kummer, Wut und Enttäuschung. So mit hoher Wahrscheinlichkeit das kindliche (sicherlich unbewusste) Denken.

Auch der Umstand, dass der Vater mit seiner neuen Partnerin und deren beiden Kindern zusammenlebt, könnte ursächlich für den Wunsch sein, ganz beim Vater leben zu wollen. Diese beiden Kinder haben ja schließlich genau das, was er sich wünscht: sie können jeden Tag bei seinem Papa sein. Da wird sicherlich auch eine gehörige Portion Eifersucht und Verlustangst miteinspielen.

Weiterhin bezweifle ich, dass dem Jungen mit diesen Kurzbesuchen während der Woche tatsächlich ein Gefallen getan wird, solange das Verhältnis zwischen Vater und Mutter dermaßen angespannt ist, eben weil jedes Treffen auch immer wieder von Missstimmung begleitet wird. Bei jedem Treffen nimmt er wieder dieses Wechselbad seiner UND Eurer Gefühle wahr. Das bringt eine enorme Unruhe in sein Leben, die er gerne vermieden wüsste. Es ist nicht auszuschließen, dass es die bessere Lösung für ihn wäre, die Kontakte zum Vater auf den regelmäßigen, vierzehntägigen Turnus und die Ferien zu beschränken, um dadurch mehr Ruhe und Stabilität in den Alltag des Jungen zu bekommen. Dies entspricht übrigens auch bei derartig schwierigen Situationen der allgemeinen Einschätzung von Kinderpsychologen.

Und was sollen wir dann in dieser Situation tun??“

Bleibt konsequent und erzieht den Jungen so, wie IHR es für richtig haltet. Setzt Eure Regeln ganz selbstverständlich um ohne irgendwas „aufzubauschen“. Zieht keine Vergleiche, wie z. B. „aber bei Papa machst du es doch auch“. Was anderswo gilt, spielt für EUCH und EUER Zusammenleben keine Rolle, ebenso wenig, wie anders lautende Regeln im Kindergarten oder anderswo. Das Kind weiß, dass dies völlig normal ist. Unnormal wird es nur dadurch, weil er Eure aufgewühlte Stimmung immer wieder wahrnimmt. Wenn er dennoch äußert, das eine oder andere nicht machen zu wollen, weil er es beim Papa ja auch nicht muss, antwortet ihm einfach ganz ruhig: „Das mag sein, aber HIER machst Du es bitte!“

Bewahrt Ruhe und konzentriert auf Euch, nicht auf den Vater, auch wenn schwerfallen wird. Euer Unmut gilt nur auf den Vater, nicht dem Jungen. Lasst es ihn also nicht spüren. Das ist aber nur dann möglich, wenn es bei Euch nicht mehr im ständigen Fokus steht.

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@Momo1965

Sorry für die Schreibfehler! Musste den Text kürzen, weil's Textfeld wieder nicht ausreichte, und hab dabei ein bisschen gepatzt. ;-)

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@Momo1965

Kein Problem, bei so langen Texten kann das passieren :-)

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Wie könnt ihr den Kleinen so unter Druck setzen? Wie soll denn so ein kleines Kind Gründe formulieren?
Vielleicht will er auch nur testen, ob es gehen würde.

Besser ist es, sich hinzusetzen und darüber zu reden. Natürlich in angemessener Art und Weise. Ob er mit dem Papa darüber gesprochen hat, ob das überhaupt möglich ist (Platz) etc. Klar machen, dass es kein Urlaub ist und man nicht immer die die Verabredungen ändern kann, falls es ihm nicht gefällt. Dass ihr auch gerne Zeit mit ihm verbringt usw.

Evtl. ist es ja auch gar nicht möglich, weil die Kita zu weit weg wäre oder was anderes.

Nehmt ihn ernst und überlegt, ob ihr euch darauf einlassen könnt. Auch wenn er dich akzeptiert und gern mit dir zusammen ist, Papa ist Papa. 

Gäbe ja auch die Möglichkeit einer anderes Regelung, beispielsweise jeweils eine ganze Woche.


Was heißt Ihn unter Druck setzen?? Wir haben Ihn ja nur mal gefragt warum er aufeinmal das will, könnte ja sein das er es beantworten könnte. Das Problem ist wir wissen nie was der Vater mit dem Kleinen spricht bzw was immer an den WE´s passiert da der Vater mittlerweile knapp 85km weg wohnt. Klar wissen wir das es eine riesen Veränderung für den Kleinen wäre (Kiga, Freunde, Familie, Haushalt usw.) Das Problem ist wie ich schon bei Joergi666 geschrieben habe, dass man mit dem Vater nicht reden kann. Er lässt sich auf nicht´s ein und auch nicht mit sich reden und will immer das alles so läuft wie Er es will. Bestes Beispiel es war ausgemacht das der Kleine vom zweiten Weihnachtsfeiertag bis Sonntag´s bei Ihm bleibt und Er ihn So um 18:00 bringt. Das wurde so ausgemacht sogar schriftlich, damit jeder weiß wie lange & wo der Kleine seine Zeit verbringt. Was ist natürlich passiert? Sonntag Abend kam niemand und nachdem man ihn dann angerufen hat um 19:00 und normal gefragt hat wo Sie sind und warum Sie noch nicht da sind, hieß es von Ihm aus das angeblich ausgemacht war das der Jung erst Montag Mittag wieder Heim muss. Sie erinnerte Ihn daran das Sie schriftlich die Termine zusammen ausgemacht haben und Sonntag drauf stand und schon fing er wieder an das Sie das letzte sei und er das dem Jugendamt meldet usw...... Also wie gesagt es ist ja nicht so das wir dem Kleinen den Vater wegnehmen wollen oder Er ihn nicht mehr sehen darf uns macht es nur Sorgen wie und warum aufeinmal der Kleine bei seinem Vater bleiben will, also direkt bei Ihm wohnen usw.

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@Smokefoot

Das kenne ich alles. Es macht nix, wenn der Kleine beim Vater sein will, er kommt auch wieder zurück. Glaub mir, ich hab das alles durch. Oben klang es so, als hättet ihr sehr vehemt aufs Kind eingeredet. Sorry, wenn ich das falsch verstanden habe

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ich könnte mir vorstellen das er durch die anderen zwei Kinder auch gerne bei seinem Papa ist, dass ist für Kinder natürlich toll unter anderen Kindern zu sein .. wenn wir mit unserem Sohn bei meiner Schwester sind und er dort mit seinem Couseng spielt interessiert er sich null mehr für uns da ist nur sein Couseng und seine Tante interessant und wenn wir dann gehen geht das gejammere mit Krokodilstränen los, es werden die Namen gebrüllt etc.. es ist unter Kindern einfach völlig anders als mit erwachsenen auch wenn man sich noch so bemüht ..

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