5 jähriger Junge will zu seinem Vater was tun?

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7 Antworten

Wir wissen nicht was wir davon halten sollen, denn dem Kleinen fehlt es hier an nicht´s…

Was für ein fataler Irrglaube! Doch, natürlich fehlt dem Kleinen was – sein Vater!

Nimm es bitte nicht persönlich, aber egal, wie liebevoll, fürsorglich, aufrichtig interessiert und bemüht Du auch auf dieses Kind eingehen magst, Du wirst ihm den leiblichen Vater niemals wirklich ersetzen können. Für ein Kind, noch dazu in diesem jungen Alter, werden die leiblichen Eltern immer die wichtigsten Personen sein und bleiben. Das ist ein Naturgesetz, dass sich nicht aushebeln lässt.

Versuche bitte mal, Dich in diesen kleinen Mann hineinzuversetzen. Er wird regelmäßig aus einer Welt in eine andere gerissen. Er würde am liebsten bei beiden sein, bei seiner Mutter UND bei seinem Vater, was aber nun nicht mehr dauerhaft und konstant möglich ist. Ein Wechselbad der Gefühle, die ein Kind dieses Alters noch gar nicht kommunizieren KANN. Ihn nach Gründen bezüglich seines Verhaltens oder seiner Äußerungen zu befragen, ist somit müßig und befördert ihn nur noch zusätzlich in einen Gewissenskonflikt.

Dieser Junge erlebt mit steter Regelmäßigkeit die gespannte Atmosphäre zwischen Mami und Papi, auch wenn Streitigkeiten und Auseinandersetzungen nicht vor ihm ausgetragen werden sollten. Er spürt es. Er nimmt ihre Blicke wahr, ihre Stimmung, ihren Ärger. Mami hat ein Problem mit Papi und Papi eins mit Mami… und der kleine Zwerg hockt mittendrin und glaubt, sich nun entscheiden zu müssen, wen von beiden er nun liebhaben darf/kann und wen er ablehnen sollte/müsste. Auch, wenn ihn niemand von Euch aktiv vor eine solche Entscheidung stellen sollte, so wird sein kindliches Empfinden aber genau dieses Denken produzieren.

Möglicherweise wird es Dich jetzt vielleicht irritieren, aber auch DEIN gutes Verhältnis zu diesem Jungen sorgt mit dafür, dass die emotionale Zerrissenheit dieses Kindes NOCH größer wird. Mit Dir erlebt er Tag für Tag genau das, was er sich naturgemäß von seinem leiblichen Vater wünscht, aber nicht haben kann. Bestimmt findet er alles super toll, was Du mit und für ihn machst, aber letztendlich nimmt dieses Kind nur wahr: Richtiges Verhalten, aber falsche Person!

Es gibt nur einen Weg, dieses Kind von diesem immensen Druck zu befreien. Er muss unbedingt das sichere Gefühl vermittelt bekommen, dass er Euch alle lieb haben darf… Mami, Papi und Dich! Er muss wissen, dass es ihm niemand verübeln und sich auch niemand verletzt fühlen wird, wenn er auch den jeweils anderen mag und an ihm hängt. Ihr seid da alle drei gleichermaßen gefordert, dem Kind zu signalisieren: Hey, das ist total toll, dass Du mit Mami bzw. mit Papi bzw. mit Dir eine tolle Zeit verbringen konntest! …. Bestärkt ihn darin, dass er auch freudig von den Aufenthalten beim jeweils anderen erzählen darf. Zeigt ganz offen Begeisterung für das, was er beim Vater erlebt hat, und umgekehrt ebenso. Nur, wenn ihr ihm ermöglicht, sich überall gleichermaßen wohlfühlen zu dürfen, wird diese Last, sich (emotional) zwischen den Eltern entscheiden zu müssen, wegfallen. Und erst dann wird er auch damit klarkommen können, dass es nun zwei verschiedene Haushalte sind, in denen er als Kind glücklich sein kann und darf.

Setzt Euch zusammen und redet miteinander. Findet eine Basis, wie Ihr ohne Streitigkeiten, Missgunst und ohne verletzte Eitelkeit oder falschen Stolz miteinander auskommen könnt. Stellt Eure persönlichen Befindlichkeiten zurück. Tut es im Interesse des Jungen! Nicht nur er, sondern auch Ihr Erwachsenen werdet lernen müssen, dass es beim jeweils anderen Elternteil andere Regeln, andere Möglichkeiten und andere Abläufe geben wird und darf. Wenn Euch das gelingt, wird der Junge deutlich unbeschwerter aufwachsen können.

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Kommentar von Smokefoot
09.01.2016, 08:31

Natürlich weiß ich selber das ich nie seinen Vater ersetzen kann und ich will ihn ja auch nicht ersetzten. Es ging in dem Fall jetzt auch nicht um mich. Er weiß das Er uns alle Lieb haben darf und wenn Er manchmal fragt oder sagt das sein Vater ihn nicht mehr liebt sagen wir Ihm auch das dass nicht stimmt sondern das sein Vater Ihn sehr wohl liebt. Es ist halt schwierig ihm zu erklären, wenn Er sagt das sein Vater hier wohnen soll, dass das leider nicht mehr geht. Wir versuchen es ihm so gut wie möglich zu erklären ohne dabei irgendwie, irgendjemanden schlecht zureden. Wir wollen ihm auch nicht den Umgang mit seinem Vater wegnehmen, ganz im Gegenteil gerade deswegen hat meine Freundin ja seinem Vater angeboten das er unter der Woche kommen kann und nicht nur aller 14 Tage ihn hat. Wir reden natürlich auch mit Ihm wenn er von seinem Vater kommt, was Sie so gemacht haben, wie es beim Papa war usw. nur meistens erzählt er nicht wirklich sehr viel.

Mit seinem Vater zu reden, macht kaum Sinn da Er jemand ist wo alles nach seinem Willen gehen muss und das haben wir auch schon ein paar mal gemerkt.

Klar wissen wir das es bei seinem Vater mit der neuen Freundin und den zwei anderen Kinder anders läuft wie bei uns und es auch andere Regeln gibt, nur wenn man von dem Kleinen hört er will nicht schon wieder Zähne putzen und man sagt aber bei Papa machst du es doch auch und dann als Antwort kommt: Nöö muss ich bei Papa nicht... oder das Er bei seinem Vater nie Duschst oder Badet..Da fragt man sich dann schon. Wir wissen auch das es für Ihn bei seinem Vater keine Regeln gibt, dort ist er vogelfrei und kann machen was er will.

Das bekommen wir immer mit z.b. beim Spielsachen aufräumen ( Muss Er nie beim Papa), beim Essen ( Will nicht am Esstisch essen sondern immer vor dem TV) oder wenn Er etwas will und wir mal nein sagen ( Beim jedem Einkauf will er Spielsachen, Kinderhefte, Süßigkeiten usw. haben.) Klar es ist ein kleines Kind und natürlich bekommt er ja auch etwas wenn wir einkaufen sind aber es geht nun mal nicht das wir bei jedem kleinen Einkauf ihm immer Fünf Sachen kaufen und bei seinem Vater ist es dann genau anders. Wer kauft bitte schön Ende Oktober einem 4 jährigen Kind schon einen Adventskalender?? Nun müssen wir Ihm erklären das man diesen eigentlich am 01.Dez aufmachen darf. Da der Vater Ihn natürlich nicht bei sich gelassen hat sondern bei uns mit abgegeben hat. Oder das Beispiel mit der Bindehautentzündung die ich bei Joergi666 schon erwähnt habe.

Zu Weihnachten hat Er von seinem Vater Playmobil Sachen bekommen, die durfte Er bei seinem Vater aber nicht ausprobieren sonder Papa sagte zu Ihm: Das soll er zu Hause machen, dort kann er dann mit der Mama alles auspacken, aufbauen und damit dann spielen. Von seiner Tante bekam Er eine Rennbahn und die wollte er mit zu seinem Vater nehmen, diese präsentierte Er Ihm gleich wo der Vater ihn wieder bei uns geholt hat, der Kleine sagte zu Ihm das Er die mit Papa aufbauen und spielen will und dann kommt als Antwort von seinem Vater, dass Sie dafür keine Zeit haben werden da Sie Silvester feiern ( Er hat Ihn am 30.12 geholt und ihn am 02.01 wieder gebracht) Sowie er die Rennbahn am 30.12 in den Kofferraum gepackt hat so haben wir Sie am 07.01 aus seinem Kofferraum wieder bekommen.

Das sind alles so Beispiele warum wir uns dann fragen warum er nun unbedingt bei seinem Vater bleiben will?? Es geht hier nicht drum das wir ihm den Vater wegnehmen wollen oder er Ihn weniger sehen soll oder sonst irgenwas. Wir wollen ja wie gesagt das es ein Harmonisches Verhältniss ist nur unter solchen Bedingungen von seiten seines Vater´s ist es doch schwierig und dazu kommt ja auch noch wie der Vater mit meiner Freundin umgeht aber das steht ja wie gesagt auf einem anderen Blatt.

Klar versuchen wir ihm zuerklären das dass nicht ganz so einfach geht das Er für immer bei seinem Vater bleiben kann (Kiga, Entfernung, Papa arbeitet jeden Tag usw.) nur versteht er das nicht. Wir wissen auch das es natürlich für Ihn immer schön ist wenn er zu seinem Vater darf aller 14 Tage, da es ja immer was besonderes ist da er Ihn nicht mehr jeden Tag sieht und das soll er ja auch weiterhin.

Nur ist die Frage wie wir mit der jetzigen Situation umgehen sollen, und warum er aufeinmal auf diese Idee kommt beim Papa bleiben zuwollen.

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da kann man jetzt natürlich viele Mutmaßungen anstellen- diese würden euch und vor allem das Kind aber nicht weiterbringen. Ich hab jahrelang beim Jugendamt solche Fälle gehabt- wo das Hauptproblem eine mangelnde Elternbeziehung war- bzw. die Leute die Paarebene aufgrund verletzter Gefühle auch Jahre später nicht von der Elternebene trennen konnten. Das hört sich hier ja auch so an - wenn ich jetzt überlege was mein vierjähriger Sohn schon alles realisiert kann ich nur sagen, dass Kinder ganz generell genau spüren, dass es zwischen den Eltern zwist gibt, auch wenn es ggf. gar nicht direkt vor dem Kind ausgesprochen wird. Natürlich könnte es auch sein, dass der Vater bei den besuchen ganz direkt schlecht von der Mutter spricht. So oder so bin ich mir ganz sicher, dass sich das Problem dauerhaft nur lösen lässt, wenn Mutter und Vater gemeinsam dem Kind vermitteln, dass sie "gute" Entscheidungen im Sinne des Kindes treffen- ggf. auch unter Insanspruchnahme von professioneller hilfe.

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Kommentar von Smokefoot
09.01.2016, 07:43

Naja das Problem ist das man mit Ihm nicht wirklich reden kann, sie hat bis jetzt alles möglich gemacht das der Kleine seinen Dad sehen kann wie z.B. das unter der Woche sehen oder das er jetzt fast vier WE´s bei Ihm sein durfte. Aber so bald Ihm was nicht passt fällt es gleich auf meine Freundin zurück und bekommt dann so Kommentare wie, sie soll mal lieber arbeiten gehen (wohl gemerkt geht Sie arbeiten und das vier Tage unter der Woche aber jeder versteht auch das mehr vielleicht nicht geht als allein Erziehende Mutter), ist ne schlechte Mutter, er geht zum Jugendamt damit der Junge zu Ihm kommt usw. Der Kleine hatte am Dienstag z.b. sehr rote Augen da er eine Bindehautentzündung bekommen hat, nicht mal das hat der Vater mitbekommen, nachdem meine Freundin nach der Arbeit beim Arzt war und ihm das am Abend dann geschrieben hat, meinte Er nur das er nix gemerkt hat. Es ist ja nicht so das wir nicht wollen das der Kleine seinen Vater sieht, dass soll Er ja auch keine Frage nur macht es uns stutzig warum Er aufeinmal so unbedingt bei seinem Vater bleiben will. Ist es nur ne Phase da er jetzt vier We´s bei Ihm war?? Will Er wirklich nur noch bei Ihm bleiben?? Wurde Ihm evtl. was eingeredet?? Und was sollen wir dann in dieser Situation tun??

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Wie könnt ihr den Kleinen so unter Druck setzen? Wie soll denn so ein kleines Kind Gründe formulieren?
Vielleicht will er auch nur testen, ob es gehen würde.

Besser ist es, sich hinzusetzen und darüber zu reden. Natürlich in angemessener Art und Weise. Ob er mit dem Papa darüber gesprochen hat, ob das überhaupt möglich ist (Platz) etc. Klar machen, dass es kein Urlaub ist und man nicht immer die die Verabredungen ändern kann, falls es ihm nicht gefällt. Dass ihr auch gerne Zeit mit ihm verbringt usw.

Evtl. ist es ja auch gar nicht möglich, weil die Kita zu weit weg wäre oder was anderes.

Nehmt ihn ernst und überlegt, ob ihr euch darauf einlassen könnt. Auch wenn er dich akzeptiert und gern mit dir zusammen ist, Papa ist Papa. 

Gäbe ja auch die Möglichkeit einer anderes Regelung, beispielsweise jeweils eine ganze Woche.


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Kommentar von Smokefoot
09.01.2016, 07:54

Was heißt Ihn unter Druck setzen?? Wir haben Ihn ja nur mal gefragt warum er aufeinmal das will, könnte ja sein das er es beantworten könnte. Das Problem ist wir wissen nie was der Vater mit dem Kleinen spricht bzw was immer an den WE´s passiert da der Vater mittlerweile knapp 85km weg wohnt. Klar wissen wir das es eine riesen Veränderung für den Kleinen wäre (Kiga, Freunde, Familie, Haushalt usw.) Das Problem ist wie ich schon bei Joergi666 geschrieben habe, dass man mit dem Vater nicht reden kann. Er lässt sich auf nicht´s ein und auch nicht mit sich reden und will immer das alles so läuft wie Er es will. Bestes Beispiel es war ausgemacht das der Kleine vom zweiten Weihnachtsfeiertag bis Sonntag´s bei Ihm bleibt und Er ihn So um 18:00 bringt. Das wurde so ausgemacht sogar schriftlich, damit jeder weiß wie lange & wo der Kleine seine Zeit verbringt. Was ist natürlich passiert? Sonntag Abend kam niemand und nachdem man ihn dann angerufen hat um 19:00 und normal gefragt hat wo Sie sind und warum Sie noch nicht da sind, hieß es von Ihm aus das angeblich ausgemacht war das der Jung erst Montag Mittag wieder Heim muss. Sie erinnerte Ihn daran das Sie schriftlich die Termine zusammen ausgemacht haben und Sonntag drauf stand und schon fing er wieder an das Sie das letzte sei und er das dem Jugendamt meldet usw...... Also wie gesagt es ist ja nicht so das wir dem Kleinen den Vater wegnehmen wollen oder Er ihn nicht mehr sehen darf uns macht es nur Sorgen wie und warum aufeinmal der Kleine bei seinem Vater bleiben will, also direkt bei Ihm wohnen usw.

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ich könnte mir vorstellen das er durch die anderen zwei Kinder auch gerne bei seinem Papa ist, dass ist für Kinder natürlich toll unter anderen Kindern zu sein .. wenn wir mit unserem Sohn bei meiner Schwester sind und er dort mit seinem Couseng spielt interessiert er sich null mehr für uns da ist nur sein Couseng und seine Tante interessant und wenn wir dann gehen geht das gejammere mit Krokodilstränen los, es werden die Namen gebrüllt etc.. es ist unter Kindern einfach völlig anders als mit erwachsenen auch wenn man sich noch so bemüht ..

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solch ein verhalten ist doch ganz normal in dem alter. wenn meine nichte mal am we zu uns kommt, weint sie zuerstmal wenn mama geht. kommt mama sie dann sonntags wieder holen, weint sie immer weil sie bei uns bleiben möchte.

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Kommentar von Smokefoot
09.01.2016, 08:37

Klar ist das normal dass verstehen wir ja auch. Es wäre ja auch nicht schlimm wenn Er es nur sagt wenn er Sonntags von seinem Vater wieder zurück kommt, da ist es schon klar das er bei ihm bleiben will da es die zwei Tage schön bei ihm war aber leider zu kurz war. Aber wenn er unter der Woche aufeinmal jeden zweiten Tag sagt er will bei seinem Vater bleiben ist das schon etwas unnormal, wenn es davor nie vorkam.

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Der Vater wird den Kleinen beeinflussen oder gar unter Druck setzen. Nehmt den Kleinen einfach liebevoll in den Arm wenn er zurück kommt.

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Ein Kind braucht eben BEIDE Eltern!

So wie es läuft hat er keine Chance normal zu werden.

Wie soll ein kleines Kind, das seine Eltern beide liebt das verstehen oder damit klar kommen?

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Kommentar von Smokefoot
09.01.2016, 08:34

Er kann nun mal leider nicht jeden Tag beide Eltern haben, da sein Vater sich von der Mutter getrennt hat, eine neue Freundin mit selber zwei Kindern hat und 85km weg wohnt. Wie soll das dann bitte gehen das Er beide Eltern hat?? Meine Freundin ist schon soweit gegangen das Sie Ihn erlaubt das er zwei mal unter der Woche kommen darf. Dies ist natürlich auch nicht leicht für Sie wenn Sie ihn dadurch noch öfter sehen muss aber Sie tut es Ihrem Kind zu liebe.

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