450 euro job - wie viele abzüge gibt es vom jobcenter?

3 Antworten

Wenn bisher Anspruch auf Kindergeld bestand,dann wird sich das bei einem 450 € Job nicht ändern !

Ab deinem 15 Lebensjahr stehen dir auf Erwerbseinkommen Freibeträge nach § 11 b SGB - ll zu.

Diese berechnen sich aus dem Brutto,werden dann theoretisch vom Netto abgezogen und ergeben dann dein anrechenbares Nettoeinkommen.

Dazu wird dann dein Kindergeld addiert und ergibt das gesamte anrechenbare Einkommen und das wird dann auf deinen Bedarf angerechnet,also von deinen Leistungen abgezogen.

Freibeträge nach § 11 b SGB - ll :

- die ersten 100 € ist der Grundfreibetrag

- von 100 € - 1000 € Brutto / 20 % Freibetrag / 80 % Anrechnung

- 1000 € - 1200 € Brutto / 10 % Freibetrag / 90 % Anrechnung

So würde sich bei einem Einkommen von 450 € Brutto wie Netto ein Freibetrag von zunächst 100 € Grundfreibetrag ergeben und von den übersteigenden 350 € ( 100 € - 1000 € Brutto ) noch einmal 20 %,also 70 € dazu.

Das würde dann ein gesamter Freibetrag von 170 € sein und 280 € würden vom Bedarf abgezogen,dass würdet ihr also weniger bekommen und du musst das dann von deinen 450 € wieder ausgleichen.

Wenn du wirklich einen 450-Euro Job bekommst und komplett ausschöpft, fällst du wegen Wegfall der Bedürftigkeit komplett aus der Bedarfsgemeinschaft heraus. Dein Einkommen wird deshalb dann auch nicht mehr bei der Ermittung des Bedarfs für die restliche bedarfsgemeinschaft hernagezogen. Daher hast du auch keinerlei Abzüge.

Allerdings verursachst du natürlich Kosten durch dein Zusammenleben mit deiner Familie und musst dann von deinen Einnahmen dich angemessen an diesen Kosten (Miete, Verpflegung, Strom, Heizung, etc) beteiligen.

Da du aber mit deinen Einnahmen, 450 + 187 Kindergeld), über deinem rechnerischen ALG 2-Bedarf liegst, findet keinerlei Verrechnung mehr statt.

Woher willst du wissen das sie / er aus der BG - raus ist,kennst du den Bedarf ?

Bei 450 € Brutto wie Netto liegt der Freibetrag bei 170 €,der anrechenbare Betrag bei 280 €,zusammen mit dem Kindergeld von 188 € dann bei gesamt 468 € pro Monat.

Von diesen 468 € ginge ab dem 18 Lebensjahr der derzeitige Regelsatz von 320 € ab,es bliebe hier ein Rest von ca.148 € für den Kopfanteil der KDU - übrig.

Demnach dürfte die Warmmiete dann bei 4 Personen nicht höher als 592 € liegen,denn sonst hätte das Kind weiter Anspruch auf eine Aufstockung und würde nicht aus der BG - raus sein.

Und selbst wenn es raus ist,dann würde im Endeffekt auch nicht mehr als der Freibetrag von 170 € übrig bleiben,wenn das Kind wie bisher bei der Mutter versorgt und verpflegt werden möchte.

Denn dann muss es seinen Kopfanteil der KDU - selber an die Mutter zahlen und dazu alle anderen Aufwendungen die auf die Personen im Haushalt verteilt werden müssen.

Dazu würde dann das überschüssige Kindergeld auf den Bedarf der BG - der Mutter angerechnet,sollte sie keine Freibeträge auf Erwerbseinkommen geltend machen können,dann würden die 30 € Versicherungspauschale abgezogen.

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@isomatte

Zu den 450 kämen ja noch die 187 Euro KG dazu... Die Wahrscheinlichkeit, dass er damit insgesamt deutlich über dem Bedarf liegt, dürfte - fraglos pi mal Daumen - recht groß sein. Das er dadurch nicht reich wird, weil er sich an den gemeinsamen Kosten der Familie beteiligen muss, ist klar. Nur aus der BG wird er wohl schlicht herausfallen.

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@atzef

Es ging hier auch nicht darum,dass ein Kind dann aus der BG - raus ist,wenn es seinen Bedarf aus eigenem Einkommen decken kann,sondern um die Anrechnung von Einkommen,was du bei der Antwort von @ Chipsfrisch 1903 bemängelt hast !

Um zu berechnen ob das Kind raus ist oder nicht,muss das Jobcenter die Freibeträge nach § 11 b SGB - ll berechnen und deshalb ist die Antwort auch nicht falsch.

Nur das eben das Einkommen des Kindes nur auf dessen Bedarf angerechnet werden darf,mit Ausnahme des nicht mehr benötigten Kindergeldes,welches das Kind dann nicht mehr zur eigenen Bedarfsdeckung benötigen würde.

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@isomatte

Natürlich darf, kann und muss das JC berechnen. :-) Aber chipsfrisch ging es whl - fälschlich - darum, dass durch Einkommen erzielte Bedarfsüberschüsse eines Kindes mit dem BG-Anspruch insgesmat aufgerechnet werden. Und das istaber nicht der fall. Der Fragesteller könnte sich auch bis zum Asbildungsbeginn einen 4500-Euro-Job suchen und nichts würde mit dem Anspruch der BG aufgerechnet. :-)

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@atzef

Wie es genau gemeint ist bzw.war wird sie / er nur selber wissen,aus der Antwort geht es aber nicht eindeutig hervor,nur das es dann über den 100 € Grundfreibetrag zu 80 % angerechnet wird und das ist ja nicht falsch,es wird auf den Bedarf des jeweiligen Kindes angerechnet !

Stimmt,außer dem dann nicht mehr benötigten Kindergeld dürfte bei dem Einkommen dann nichts auf den Bedarf der elterlichen BG - angerechnet werden.

Das Jobcenter könnte hier nur eine Unterhaltsvermutung unterstellen,die man jeder Zeit schriftlich formlos bestreiten kann.

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Du hast einen Freibetrag von 100€, die du auf jeden Fall behalten darfst. Alles was darüber geht wird angerechnet. Davon darfst du 20% behalten.

Würdest du 400€ verdienen dann hättest du am Ende des Monats 160€ in der Tasche. (100€ + 20% von 300€).

Dein Kindergeld bekommst du bis du 25 bist, solange du studierst, eine Ausbildung machst oder dich um eine Ausbildung bemühst (ausbildungssuchend).

Deine Ausführungen sind leider alle falsch (ALG betreffend), da Kinder, die ihren Bedarf aus Eigeneinnahmen bestreiten können, aus der Bedarfsgemeinschaft herausfallen.

Schau mal hier z.B.:

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-einkommen-kinder-bedarfsgemeinschaft3221.php

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@isomatte

Lebenspraktisch halte ich es für sehr wahrscheinlich, dass man mit insgesamt ca. 637 Euro (450 + 187 KG (ist das bei 3 Kindern nicht auch noch einmal höher...?)) rechnerisch aus der BG herausfällt...

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@atzef

Du musst aber erst einmal die Freibeträge auf Erwerbseinkommen abziehen und dann bleiben von den 450 € max.280 € übrig und dazu das Kindergeld von 188 € oder fürs 3 Kind 194 € und für jedes weitere 219 €,dann blieben hier nur ca. 468 € anrechenbares Einkommen übrig !

Dann braucht die Miete nur etwas über 600 € warm zu liegen und das Kind würde nicht aus der BG - raus sein,wenn man mal einen Regelsatz von 320 € ab 18 annehmen würde.

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