3.Mose 20:13/Leviticus 20/13 Bedeutung (Schwule töten)?

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13 Antworten

Homosexuelle Handlungen zogen nach dem mosaischen Gesetz die Todesstrafe nach sich.

Heute hat sich die Einstellung zum Sex geändert.

Einige Kirchen behaupten, die Warnung des Apostels Paulus vor Homosexualität aus Römer 1:26, 27 (daß Gottlose "den natürlichen Gebrauch von sich selbst mit dem widernatürlichen" vertauschten), sei heute nicht mehr haltbar.

Ist eine solche "Modernisierung" Gottes Wille? 

"Ich, Jehova, ich verändere mich nicht", erklärt der Schöpfer gemäß Maleachi 3:6 (Elberfelder Bibel). 

Die Bibel sagt zudem ausdrücklich, daß weder "Männer, die für unnatürliche Zwecke gehalten werden, noch Männer, die bei Männern liegen, . . . Gottes Königreich ererben" werden (1. Korinther 6:9, 10). 

Die Bibel fordert Christen nicht auf, sich eine liberalere Ansicht über Sünder gegen Gott zu eigen zu machen, sondern sie gibt den Rat: 

"Legt daher alle Unsauberkeit ab und jenes Überflüssige, die Schlechtigkeit, und nehmt mit Milde die Einpflanzung des Wortes an, das eure Seelen zu retten vermag" (Jakobus 1:21).

Die Bibel ist deutlich: Homosexuelle Praktiken werden von Gott in keiner Weise gebilligt (Römer 1:32). 

Homosexualität wird auch durch eine „Ehe“ nicht ehrbarer. Gottes Anweisung „Die Ehe sei ehrbar unter allen“ schließt homosexuelle Partnerschaften aus, sie sind ihm zuwider (Hebräer 13:4).

Allerdings kann es mit Gottes Hilfe jeder schaffen, sich der „Hurerei“ (wozu homosexuelle Handlungen gehören) zu enthalten und ‘von seinem eigenen Gefäß in Heiligung und Ehre Besitz zu ergreifen’ (1. Thessalonicher 4:3, 4).

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P. S.: ich habe hiermit die Frage von Peter2013 in der Gewissheit beantwortet, dass ich damit den Nerv einiger treffe. Jeder darf hier seine Antwort geben auf die gestellte Frage. Niemand ist zur Übereinstimmung verpflichtet. Es geht darum, dem Fragesteller zu ermöglichen, sich eine Meinung zu bilden.

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Kommentar von randomhuman
08.02.2017, 21:24

Uh ein Zeuge Jehovas... Sind das nicht die lustigen Gesellen, die an der Haustür klingeln und keine Argumente haben hahaha...shame on you

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Kommentar von 261201
08.02.2017, 21:28

,,Allerdings kann es mit Gottes Hilfe jeder schaffen sich der ,,Hurerei" (wozu homosexuelle Handlungen gehören) zu enthalten..." - Ist das nicht eher beleidigend? Das hat überhaupt nichts mit Hurerei zu tun. 

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Es gibt interessante Anmerkungen dazu im "Plaut", einer jüdischen Thora-Auslegung (übersetzt von Annette Böckler).

Er nennt die Ausführungen in Lev 18,22 und 20,13 aus heutiger Sicht äußerst umstritten. "Es gibt keinen Bericht über den Vollzug der Todesstrafe wegen dieses Verbrechens unter jüdischer Rechtsprechung, offenbar haben aber christliche Gerichtshöfe im Mittelalter Menschen wegen Homosexualität hinrichten lassen. Bis in die heutige Zeit [amerik. Ausgabe: 1981, deutsche Ausgabe 2001] können Menschen, die ihre Homosexualität leben, in vielen Ländern, einschließlich einiger Teile der Vereingiten Staaten, schwer bestraft werden, selbst wenn die Beziehung aus freier Entscheidug zwischen Erwachsenen gelebt wird. In Kanada dagegen ist Homosexualität kein Straftatbestand mehr.

Bis vor Kurzem betrachtete man gleichgeschlechtliche Beziehungen, vor allem unter Männern, als etwas Unnatürliches, unabhängig davon, ob die jüdisch-christlichen oder islamischen haltungen zur Geltung kamen. Innerhalb der abendländischen Welt wurden erste Änderungen dieser Position vor allem durch Ärzte gefordert."

Plaut zitiert Sigmund Freud: "Homosexualität ist ...kein Laster, keine Entartung, sie kann nicht als Krankheit betrachtet werden."

"1974 strich die American Psychiatric Assiciation den Begriff 'homosexuality' aus der offiziellen Liste der Geisteskrankheiten. ... 

Die allgemeine und strenge Verurteilung homosexuellen Verhaltens, die sich in der Bibel findet, kann uns heute nicht befriedigen. ...

Es ist wichtig, das objektive Wissen auf diesem Gebiet zu vermehren, um sicherzustellen, dass die Reaktionen einzelner auf dieses zugegeben empfindliche Thema nicht zum Fehlen von Gerechtigkeit und Fairness gegenübe Schwulen und Lesben führt."

(S. 177f., Die Tora in jüdischer Auslegung, Band III Wajikra Levitikus, Hg. von Bernard J. Bamberger, Übersetzt von Annette Böckler)

Also: In einer langen Tradition jüdischer Auslegung ist dazu keine Todesstrafe vollstreckt worden. Heute kann daraus keine Aufforderung zur Hinrichtung abgeleitet werden. Im Gegenteil: Jeder Mensch sollte menschlich und fair behandelt werden.

Zur Vollständigkeit noch die Übersetzung der Bibelstelle: "Wenn jemand einer männlichen Person auf eine weibliche Art beiwohnt, dann haben sie beide einen Gräuel begangen. Sie sollen des Todes sein. Sie haben das Leben verwirkt." (Lev 20,13)

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Kommentar von Peter2013
09.02.2017, 20:58

Vielen Dank für deine ausführliche und interessante Antwort, auch wenn sie meine Frage nicht genau beantwortet.

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Hallo Peter2013

Bedeutet dies, das laut der Bibel Schwule getötet werden sollten?

Einleitung
Diese Bibelstelle ist ganz, ganz schwer auszulegen. Zumindest für mich. Sie kollidiert mit meinem Rechtsempfinden (was in geistlichen Dingen nicht so Massgebend ist) und mit meinem Verständnis von Gott. Ich glaube an einen liebenden, gnadenvollen und fürsorglichen Adonai. Zudem passt diese Textstelle nicht zu meinem Verständnis der Bibel. Z. Bsp. Ex 20,13 das 7. Gebot "Du sollst nicht töten."

Mt 5,19 der Bergpredigt sagt Jesus, "Wer also auch nur eines dieser Gebote auflöst, und sei es da kleinste, und die Menschen so lehrt, der wird der Geringste sein im Himmelreich. Wer aber tut, was das Gebot verlangt, und so lehrt, der wird gross sein im Himmelreich."

LK 16,17 "Doch eher werden Himmel und Erde vergehen, als dass vom Gesetz auch nur ein Häkchen wegfällt". Sagte Jesus in Gegenwart der Pharisäer für seine Jünger und die Pharisäer.

1. Timotheus 2, 3-5 "Das ist schön und gefällt Gott, unserem Retter, der will, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen". ff

Meine Ausgangslage
Oft erwische ich mich mit dem Anspruch, rational immer alles zu verstehen wollen. Ich gestehe, ich weiss es nicht. Am liebste möchte ich keine Antwort zu dieser Textstelle geben. Da dies aber eine Bibelstelle ist, die vielen Menschen Schmerzen bereitet, auch schwulen Freunden von mir, bin ich bereit das Risiko einzugehen und schreibe ein paar Zeilen. Da immer mal Textverdreher mitlesen und schreiben füge ich hier hinzu, dass ich keine Unfehlbarkeit oder Gesetzmässigkeit in meine Ansichten lege. Zudem bin ich heterosexuell (bitte keine Missverständnisse).

Mögliche Ansicht
Das christliche Leben eines gläubigen Christen ist immer mal wieder durch geistliche Prüfungen und Herausforderungen geprägt. Auch im Text der Bibel. Zumal Zielverfehlung und biblische Konsequenzen für gläubige Menschen real sind.

Für Menschen, die nicht an Jesus glauben ist die Bibel in ihrer Bedeutung, heute nicht Massgebend. Sie fühlen sich vielleicht durch Rituale oder kritische Bibeltexte ausgeschlossen und betupft.
Damit hat es sich heute in Mitteleuropa.

Einen Menschen umzubringen, auch wenn sich die Gelegenheit ergäbe (Notwehr) oder auch schon wenn solche Gedanken im Kopf rumschwirrten, kommt für mich nicht in Frage. Das oben genannte 7. Gebot aus 2. Mose 20,13 ist mir zu klar. Da gibt es keinen Raum für Interpretationen.

Was geschieht wenn ich nun nicht nach 3.Leviticus 20,13 handle? Nichts!

Nach genauer Überlegung ist dass doch das Geniale am christlichen Glauben. Der Gläubige muss nicht tun und ist doch voll angenommen vor Gott angenommen. In der Theologie wäre es genau umgekehrt. Weil Gott den Gläubigen voll angenommen hat, muss er Gläubige nicht mehr tun.
Zur Erinnerung, ich beziehe mich auf 3.Mose 20:13/Leviticus 20/13.

Vieles in der Bibel ist eben noch geheim.
Gott sehnt sich nach allen Menschen. Er möchte dass alle gerettet werden. 1.Timoteus 2
Da ist keiner Ausgenommen. Meine Schubladen für Menschen im Hirn wird da nicht gebraucht.

Menschen machen Wortspaltereien
Es sind Menschen die streiten und den "Finger krümmen". Es sind Menschen die Menschen verhungern lassen (UN hat errechnet das mit heutigen Produktionsmethoden 12 Milliarden Menschen ernährt werden können und das ist kein christlicher Verein).
Es sind noch immer Menschen die andere Menschen verkommen lassen.
Seit der Aufklärung (die meiner Meinung nach notwendig war und ist) sind alleine im 1. und 2. Weltkrieg über 70 Millionen Menschen umgekommen. Es ist immer der Menschen eigener Wille.

Textquellen
AT- massoretischen Text, hebräisch-aramäisch
(Codex Leningradensis/ Petropolitanus, 1008 n.Chr.).

Wortlaut der Übersetzung ins Deutsch
Leviticus 20,13 "Und wenn jemand mit einem Mann schläft, wie mit einer Fau schläft, so haben beide Greuel verübt. Sie müssen getötet werden, auf ihnen lastet Blutschuld".

NT- 27. Auflage Novum Testamentun Graece von Netle-Aland.

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Selbst wenn dieser Vers sich ganz offensichtlich gegen praktizierte Homosexualität (nicht gegen homosexuelle Neigungen) richtet, muss das heute nicht mehr relevant sein.

Es gibt mittlerweile auch christliche Priester, die für einen zeitgemäßen Umgang mit der heiligen Schrift plädieren und dadurch auch derartig veraltete moralische Maßstäbe relativieren und in Frage stellen.

So erklärt etwa der evangelische Pastor Nils Christiansen sogar ganz klar "Homosexuelle auszuschließen  ist evangeliumsfeindlich"

http://www.evangelisch.de/inhalte/84019/03-06-2013/homosexuelle-auszuschliessen-ist-evangeliumsfeindlich

Ich würde mir mehr derartige Geistliche in den verschiedenen Religionen wünschen, die einen lebensbejahenden Zugang zur Religion anbieten, der der Lebensrealität des 21. Jahrhunderts entspricht

Der Muff unter den Talaren, Soutanen und sonstigen religiösen Gewändern sollte endlich einer lebendigen Religiosität weichen, die niemanden aufgrund seiner Sexualität diskriminiert.

Auch wenn man die Bibel oder den Quran nicht umschreibt - eine moderne Auslegung muss möglich sein, wenn man die Menschen weiterhin ansprechen will.

Ich möchte zudem nicht wissen, wie viele dieser fundamentalistischen und streng konservativen Zeitgenossen in Wahrheit stockschwule Klemmschwestern sind, die sich gegen ihre eigene Neigung wehren.

Es gibt ja sogar bereits Fälle, wo sich selbst ernannte, religiöse "Homo-Heiler" schließlich selbst als schwul herausstellten.

Wir brauchen mehr aufgeschlossene Gläubige und kreative, lebendige Interpretationen

Das ist zumindest meine persönliche Meinung.

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Kommentar von napoloni
08.02.2017, 21:47

Mir sind Leute, die in der Jetztzeit leben und keine religiösen Steinzeiteiferer sind, auch lieber. Aber das ändert letztlich ja nichts an der Tatsache, was in unseren heiligen Schriften steht. Die Bibel hät sich eben nicht an Menschenrechte. Sie ist eben nicht tolerant. Und Gleichberechtigung sieht sie auch nicht vor :o)

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Dieser Vers richtet sich tatsächlich gegen ausgelebte Homosexualität. Das hat den Ursprung dass einige antike Kulturen, besonders die der Griechen, sehr offen gegenüber Homosexualität waren und kein Problem darin gesehen haben.

Um sich davon abzuheben wurden derartige Verse in die Bibel aufgenommen.

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Man muss solche Verse immer in ihrem historischen Kontext lesen, leider vergessen das die meisten Menschen.

Zu diesem Thema kursiert im Netz sein längerer Zeit ein Text. In einer US-Fernsehsendung sprach sich die Moderatorin Dr. Laura Schlessinger gegen Homosexualität aus und begründet dies damit, dass Homosexualität laut der Bibel Gott ein Greuel sei. Auf diese Sendung hin schrieb ihr ein Zuschauer folgenden Brief:

"Liebe Dr. Laura,

Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Greuel handelt. Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind.

Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?
Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?
Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist, wie kann ich das wissen? Ich hab versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.
Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?
Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muß. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?
Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Greuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Greuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?
In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muß zugeben, dass ich eine Lesebrille trage. Muß meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?
Die meisten meiner männlichen Freund lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inclusive ihrer Schläfen, obwohl das durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?
Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweines mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Football spielen, wenn ich dabei Handschuhe trage?
Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev 19:19 weil er zwei verschieden Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind (Baumwolle und Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben das komplette Dorf zusammenzuholen um sie zu steinigen(Lev.24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen, familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen (Lev. 20:14)?

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, das Sie uns behilflich sein können.

Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan
"

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Kommentar von ChulatasMann
09.02.2017, 16:44

Gibt es zu diesem Text einen Link?

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Mehreres:

1. Dieser Vers steht in einem ganzen Kapitel. Warum spricht man nur über Vers 13 und nicht auch über die anderen Verse?

2. Ganz am Anfang spricht Gott von sich, dass Gott ausrotten wird. Manches dessen, was bei uns wie ein Befehl übersetzt wird, ist eigentlich eher eine Zukunftsaussage, also kein Befehl, der umzusetzen wäre, sondern eine Ankündigung, dass eine solche Verbindung keine gute Zukunft haben wird.
Das aber gehört wiederum in den Zusammen der Diskussion über den "Tun-Ergehens-Zusammenhang": Verhältst du dich gut, wird es dir gut ergehen (Lohn). Verhältst du dich schlecht, wird es dir schlecht ergehen (Strafe). Das ist eine biblische Linie. Gerade im Hiob-Buch aber auch an vielen anderen Stellen der Bibel wird dies aber grundsätzlich infrage gestellt. Ein schlimmes Schicksal ist keineswegs ein Zeichen für Fehlverhalten. Und Reichtum ist nicht immer ein Zeichen für Gottes Gnade, sondern oftmals eher ein Zeichen für die Skrupellosigkeit des Reichen.

3. In der jüdischen traditionellen Auslegung werden solche Gebote oft so lange bedacht, dass letztlich kein Gerichtshof mehr ein Todesurteil aussprechen wird.

4. Zur biblischen Tradition gehören solche auf das schärfste abgenzenden Forderungen. Zur biblischen Tradition gehören auf der anderen Seite genauso einschließende und Gemeinschaft wieder eröffnende Traditionen.
Der Brudermörder Kain etwa steht einerseits außerhalb der Gesellschaft und andererseits unter Gottes persönlichem Schutz.

5. Egal, was Vers 13 ausdrückt: Die Verantwortung dafür, aufgrund dieses Verses Blut zu vergießen oder nicht zu vergießen, kann Dir niemand abnehmen. Wer aufgrund eines solchen Verses Blut vergießt, hat dieses Blut und die Verantwortung dafür an seinen Händen. Niemand kann sagen: "Aber in Vers 13 steht doch!"

6. Sowohl die christliche wie auch die jüdische Theologie weist darauf hin, dass in den alten Gesellschaften eine gleichgeschlechtliche Liebesbeziehung wie heute praktisch undenkbar war. Verheiratet wurden etwa 13jährige Mädchen mit 19jährigen Knaben. Bis man da als Mann sein Comingout hätte haben können, hatte man in der Regel schon lange mehrere Kinder. Was für die eigene Altersvorsorge auch wichtig war.

Dass man nicht bei allen Menschen das Geschlecht eindeutig bestimmen kann, wurde nicht mit überliefert, dass man sich im falschen Geschlecht fühlen kann, dass man gleichgeschlechtlich lieben kann, ist auch einer eher moderne Erkenntnis.

Und wenn es tausend "Vers 13" geben sollte: Wenn ich mir anschaue, was Menschen anderen Menschen nur aufgrund solcher Verse angetan haben und bis heute antun, ist das aufgrund vieler anderer Bibelverse und einfach aus den allgemeinen Menschenrechten und aus der Erkenntnis, dass jeder Mensch ungeachtet seines Geschlechts, seiner Religion, seiner Herkunft ein Ebenbild Gottes ist, eine Tragödie, eine Unverschämtheit, eine Grausamkeit, die durch nichts und auch nicht durch diesen Vers gerechtfertigt werden kann.

Und Grausamkeiten gehören sich nicht. Egal, was in Vers 13 steht.

Spannend in diesem Zusammenhang ist die "Bindung Isaaks", das verhinderte Opfer des einzigen Sohnes von Abraham. Wie soll ein gläubiger Mensch mit dem Gebot umgehen, den einzigen Sohn umzubringen? Was ist da Gottglaube? Was ist da Gotteslästerung? Und welche Entscheidung sollte ein gläubiger Mensch treffen?

1. Mose 22 setzt sich damit auseinander, welche Verantwortung man bei der Umsetzung von Gottes Geboten man hat, und ist eine drastische Mahnung, wie unverantwortlich grausam man dabei werden kann. Letztlich ist es die Aufforderung zu einem deutlichen "Nein" gegenüber jeder Handlung, bei der einem anderen Menschen ein Leid zu dessen Nachteil zugefügt wird.

(Manch ärztliches Handeln fügt zwar auch ein Leid zu, aber mit einer heilenden/lindernden Absicht mit Einverständnis des Patienten - das möchte ich nicht ausschließen.)

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Hi 

Ich habe jetzt nicht die genaue Theologische Antwort darauf sondern berufe mich auf mein alleiniges Bibelwissen. Wenn ich was falsches erzähle, lasse ich mich auch gerne belehren ;) 

Also ich sehe es so, dass Homosexualität wirklich Sünde ist und zum Tod führt. Genauso wie jede andere Sünde auch. Gott will nicht dass Mann und Mann miteinander Geschlechtsverkehr haben und Frau und Frau auch nicht. In der Bibel führt jede Sünde zum Tod, also auch Homosexualität. 

Aber es heisst nicht, dass wir diese Menschen töten sollen (Zumindest heute nicht), sondern dass sie zum Tod führt weil es nicht Gottes Plan entspricht und es dadurch die Menschen von Gott trennt. 

Würde es hier nicht mehr weitergehen würden alle Menschen des Todes sterben müssen, weil alle Menschen irgendwo Sünder sind. Ist es nicht die Homosexualität, so ist es was anderes. 

Aber Gott sei Dank, ist das nicht alles, weiter geht es im NT mit dem neuen Bund. Gott selbst wurde durch Jesus Mensch, trug die Schuld der Menschheit und nahm diese Strafe der Sünde (Den Tod) auf sich... Wer also bekennt dass er Sünder ist, umkehrt vom sündigen leben und an Jesus glaubt der muss nicht sterben, sondern darf Leben, weil er durch das Blut Jesu reingewaschen wurde vor Gott und so das ewige Leben erlangen kann. 

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Wenn jemand einer männlichen Person auf eine weibliche Art beiwohnt, dann haben sie beide ein Gräuel begannen. Sie sollen des Todes sein. Sie haben das Leben verwirkt. 

Es sagt aus, das wenn Mann mit Mann schläft, wie als würde er mit einer Frau schlafen und den Akt vollzieht, sie beide sterben sollten. 
Im Grunde ja, bezieht sich auf Schwule. Wenn du auch das andere liest, geht klar hervor. Inzucht, Homosexualität, Sex mit Tieren und alles was  in die RIchtung geht, wird darin angesprochen

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die Ursprüngliche Aussage war: Das ein Mann nicht mit  Kindern Sex haben darf um Inzucht zu vermeiden und die Kinder zu schützen. Als dann die Religionen erfunden wurden hat man den Kindern und dem Mann unterstellt sie seinen vom Teufel Bessen und verdienen den Tod (Damals galten Sexualität, Lust und Sex vor der Ehe als eine Sünde). Im laufe der Jahre hat man dies durch Übersetzungen aufgelockert  bis man dann gesagt hat: Bei Töchtern und Mädchen ist das OK wenn man mit ihnen Sex hat aber nicht mit Söhnen und Jungen, und etwas später wurde daraus ein Generales Verbot Gleichgeschlechtlicher Sexueller Handlungen. 

Kurz gesagt: dieser Vers ist ein Überbleibsel aus der Zeit in der Sex vor der Ehe noch eine Sünde war und man alles was mit Sex und Sexualität zu tuen hat als Werk Böser Geister oder des Teufels betrachtet hat.

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Peter2013,

der Autor der Bibel ist Gott.

Er hat Gesetze und Richtlinien aufgestellt.

Das, was du genannt hast, betrifft das Mosaische Gesetz.Dieses wurde den Israeliten durch Moses übermittelt.

Es ist auch im Kontext der damaligen gesellschaftlichen Entwicklung(en) zu sehen.

Gott weiß und wußte um die Stärke und um einen von ihm nicht-erwünschten Gebrauch sexueller Energien.

Daher hat er auch Sodom und Gomorra vernichtet ("Sodomie" usw.)

Daher brachte er u.a. die Sintflut über die ganze Erde, und es überlebten nur einige Menschen, u.a. Noah.

Jesus hatte das Gesetz erfüllt und  in seinem Gebot der Liebe erfüllen sich alle anderen Gesetze. Sein Vater  ist ein liebevoller Gott, der einschätzen kann, wohin manche Verhaltensweisen und Vorlieben der Menschen führen (können).

Das sollte man im Sinn behalten und auch das Recht des Schöpfers, seine Maßstäbe an seine Schöpfung anzulegen.

Daher wird im NT in Buch 1.Korinther deutlich gesagt, daß u.a. "...Männer, die neben männlichen Personen liegen...noch Trunkenbolde, noch Habgierige, noch Epresser, noch Hurer, noch Götzendiener usw. Gottes Königreich erben würden (1.Korinther 6:9,10)

Es würde aber möglich sein, mit Gottes Kraft, seinen Maßstäben zu entsprechen, denn es heißt im Vers 11:"Und doch waren das einige von euch, aber ihr seid reingewachen worden ....im Namen unseres Herrn Jesus Christus"





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Kommentar von Peter2013
09.02.2017, 17:30

Menschen werden schon homosexuell geboren (https://en.wikipedia.org/wiki/Xq28), dass heißt das du genauso wenig aufhören kannst homosexuell oder bi zu sein wie du als hetero anfangen kannst homosexuell zu sein. Also kann man "Gottes Maßstäben" nicht zwingend entsprechen...

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Man müsste halt schauen was ist religiös, was ist epochal und was ist staatlich. In Israel kommt alles zusammen. Und nicht alles kann man der Religion in die Schuhe schieben (wobei ich mich hier bewusst einer konkreten Antwort, was ich dazu denke, enthalte)

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Es bedeutet, das Schwule die ihre Sexualität ausleben, getötet werden sollten, weil sie gesündigt haben. Wenn man schwul ist, jedoch nicht mit anderen Männern schläft, ist es laut diesem Zitat nicht verwerflich - es steht zumindest nichts dazu.

Ernstzunehmen ist es für mich persönlich nicht.

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