3,6 Gramm Mariuhana bei Hausdurchsuchung sichergestellt, was kann man erwarten im bundesland Niedersachsen?

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2 Antworten

Aus eigener Erfahrung während meiner Zeit als Oberstaatsanwalt im Bundesland Brandenburg kann ich Ihnen sagen, es ist leider tatsächlich so, dass die Fahrerlaubnisbehörde ihm unterstellen wird, dass er Mariuhana auch im Straßenverkehr konsumiert, falls sie Kenntnis davon bekommt, dass es bei ihm gefunden wurde. Und Kenntnis kann die Behörde bekommen. Die Staatsanwaltschaft meldet so etwas routinemäßig an die Verkehrsbehörden. Daher ist mit hoher Wahrscheinlichkeit damit zu rechnen, dass ihr Freund in absehbarer Zeit Post von deren Dienststelle erhalten wird.

Wenn es schlecht für ihn läuft, muss er damit rechnen, dass die Behörde von ihm eine Medizinisch Psychologische Untersuchung fordern wird, dessen Tauglichkeit im Straßenverkehr von Ihm sichern soll. 

Was die Staatsanwaltschaft daraus macht, kann ich schwer ohne eine seriöse Akteneinsicht beurteilen Ich kenne die Hintergründe für die Hausdurchsuchung nicht.

Hier muss ja schon ein Verdacht für Drogenhandel vorliegen, damit es zur Hausdurchsuchung kommt. Bei bloßem Drogenbesitz wird das Verfahren vermutlich eingestellt werden gegen eine kleine Geldbuße. Bei Drogenhandel aber muss er leider mit mehr rechnen. Da würde er wohl über 90 Tagessätze kommen, sofern keine größeren Mengen nachgewiesen werden können, die sich dann Richtung Freiheitsstrafe bewegen.

-juristendeutsch-

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Kommentar von JustAKid
28.04.2016, 20:05

Nein die durchsuchung wurde nur aufgrund der tatsache gemacht, das er des konsumes im seiner wohnung bezichtet wurde

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Hallo,

zu Beginn wäre es interessant wie und in welcher Form die Wohnung durchsucht wurde. Eine Durchsuchung mittels richterlichem Beschluss erfolgt bestimmt "nicht", weil ein Nachbar Cannabisgeruch wahrgenommen hatte, sondern weil seit längerem ein Strafverfahren gegen deinen Freund läuft.
Doch das ist Spekulation.

Faktisch wurden 3,6 Gramm Cannabis sichergestellt. Dies stellt eine Straftat wegen des Besitzes von Betäubungsmittel gem. §§ 1,3,29 BtMG dar. Dabei handelt es sich um eine geringe Menge (In Niedersachsen bis 6 gr.).

Die Folgen sind dem § 29 BtMG zu entnehmen: "Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft..."

Besaß dein Freund das Cannabis nur zum Eigenverbrauch in "geringen Mengen" und ist nicht davon auszugehen, dass er Handel treibt oder weiteres BtM besitzt (Schuld gering, kein öffentliches Interesse), so kann die Staatsanwaltschaft gem § 31a BtMG von der "Strafverfolgung" (Keine Anklage) absehen. Auch das Gericht kann bei gleichen Voraussetzungen von einer Bestrafung absehen (siehe § 29 Absatz 5 BtMG).

Eine genaue Prognose ist aufgrund der geringen Informationen nicht möglich. Ich gehe eher davon aus, dass die Wohnung wegen Verdacht des Drogenhandels durchsucht wurde und die 3,6 gr. "kein" Zufallsfund waren.

Wichtig: Die Polizei ist gem. § 2 Abs. 12 StVG (Straßenverkehrsgesetz) dazu verpflichtet den Besitz von BtM der Führerscheinstelle mitzuteilen. Deinem Freund droht somit eine medizinische Untersuchung, im schlimmsten Fall der Verlust des Führerscheins.

Gruß


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Kommentar von JustAKid
28.04.2016, 20:08

Die hausdurchsuchung wurde nur wegen dem verdacht des konsumes in der wohnung durchgeführt.

Es liegen keiner lei beweise des handels vor und ich kann auch ruhigen gewissens sagen das er hat wirklich nurn kleiner "kiffer" ist

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