32€ Mahngebühren erlaubt?

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8 Antworten

Ich würde hier 5€ zunächst überweisen. Im Verwendungszweck "Zur Verrechnung mit Rücklastschrift und Briefporto".

Dann würde ich den Anbieter anschreiben. "Werter Anbieter. Sie möchten mir bitte die Rechnung ihrer Bank vorlegen. Ich bestreite, dass diese Ihnen 30€ in Rechnung gestellt hat. Wie sie sicher wissen, verbietet der Bundesgerichtshof Strafgebühren o.ä. Wenn Ihnen durch Briefporto und Rücklastschrift mehr als 5€ Schaden entstanden ist, steht Ihnen frei, mir das nachzuweisen."

Parallel dazu würde ich die Verbraucherzentralen informieren. Diese haben in den letzten Jahren mit den diversen Firmen, die Strafgebühren verlangt haben, aufgeräumt. Was die Firmen augenscheinlich nicht abhält, ständig wieder diesen Blödsinn mit den überzogenen gebühren zu probieren.

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Also:

Durch die Rücklastschrift bzw. nicht ausführbare Lastschrift weil Konto erloschen, bist du im Zahlungsverzug. Du schuldest dem Grunde nach den Verzugsschaden.

Was ist Verzugsschaden?

In dem Fall

  • die Rücklastschriftgebühr (3-5,- €, mehr kostet das nicht und wenn doch hat man dir dies nachzuweisen)
  • 2,50 € für den Mahnbrief (Mahnung kam per Email, hat sich also erledigt).
  • Verzugszinsen i.H.v. 5% über Basis. Dies dürften vielleicht 2-3 Cent sein, je nachdem wie lange das nun zurückliegt.

Überweise also dem Telefonanbieter die Hauptforderung plus pauschal 6,- €. Will er mehr muss er die Kosten nachweisen.


Grundsätzlich: Verzug löst einen Schaden aus. Schaden muss ersetzt werden. Schadenersatz kann vom Verursacher gefordert werden, allerdings nur in der Höhe wie er auch tatsächlich angefallen und bezifferbar ist. Es darf kein Gewinn dadurch entstehen sondern nur eine Kostendeckung.

Eine nicht eingelöste Lastschrift und eine Mahn-Email verursachen einfach keine 32,- € Kosten, da kann in den AGB stehen was will, es ist nicht wirksam.

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Du bist natürlich Schuld, weil Du die neue Bankverbindung nicht angegeben hast ! Der versuchte / stornierte Bankeinzug ist Deinem Telefonanbieter natürlich berechnet worden ! Vermutlich steht im Kleingedruckten, dass Dir diese Kosten berechnet werden !

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Kommentar von mepeisen
05.09.2014, 17:31
Vermutlich steht im Kleingedruckten, dass Dir diese Kosten berechnet werden !

Was niemanden interessiert. Solche Preislisten über "Stragebühren" sind ganz grundsätzlich unwirksam. So hat es der Bundesgerichtshof schon dutzendfach geurteilt.

Es dürfen ausschließlich die direkt entstehenden Kosten in Rechnung gestellt werden. Das sind zwischen 3€ und 5€ für die Rücklastschrift selbst und ggf. 1,50€ bis 2,50€ für Briefporto. Mehr erkennen Gerichte nicht an.

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Angemessen wären wohl 10-15 Euro. für Rücklastschriftgebühr der Bank, deren Bearbeitung und Mahnung.

Dein Problem ist, dass die am längeren Habel sitzen und dir die Verbindung kappen können. Das dürfen die zwar nicht, aber dann müsstest du klagen ....

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Kommentar von mepeisen
05.09.2014, 17:39
Dein Problem ist, dass die am längeren Habel sitzen und dir die Verbindung kappen können. Das dürfen die zwar nicht, aber dann müsstest du klagen ....

Richtig, das dürfen die nicht. Das TKG verbietet es ihnen. Sollten Sie die Verbindung kappen bei so etwas, haben sie mehrere Probleme: Erstens kann man hier direkt einen Vertragsbruch rausziehen und sofort fristlos kündigen. Zweitens holen die sich finanziell eine ziemlich blutige Nase, wenn man dann direkt zu einem Anwalt geht und dieser mittels einstweiliger Verfügung vor Gericht die Entsperrung des Anschlusses erzwingt. Und drittens könnte man das ggf. sogar als Nötigung auslegen (Straftat). Auch wenn der ein oder andere Anbieter schnell mal mit Drohungen dabei ist: Die überlegen es sich gut, ob sie hier wirklich sperren.

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Überweise pauschal 10 € an Kosten zweckgebunden

Pro geplatzte Lastschrift wären gem neuen Urteil des Landgericht Potsdam Az. 2 O173/13 nur € 3,65 an Gebühren zu zahlen - unabhängig davon was in den AGBs des Unternehmens steht

Also rund 46 € zweckgebunden ( Nur Hauptforderung /RLS Kosten/Mahngebühr ) direkt an den Telefonanbieter

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Hatte exakt (!) das gleiche Problem vor nem halben Jahr als ich umgezogen bin.

Keine Chance - du musst zahlen. Evtl sind se nett wenn man anruft und um Kulanz fragt, aber in der Regel.. naja

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Kommentar von kevin1905
05.09.2014, 19:00
Keine Chance - du musst zahlen.

Gut dass du kein Anwalt bist, viel Geld würdest du nicht verdienen.

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Kommentar von rainerendres
05.09.2014, 22:44

Hat das ein Call Agent so erzählt ?

Ansonsten : Vor Gericht wären diese Kosten nicht durchsetzungsfähig

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Das werden nicht nur Mahngebühren sein, sondern auch noch Gebühren für die Rücklastschrift

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Kommentar von stern311
05.09.2014, 15:31

und des manuellen Arbeitsaufwandes.

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Kommentar von any2106
05.09.2014, 15:35

Ja aber 32€ ist doch viel zu viel. Ich wäre mit 5-10€ was normal ist einverstanden aber 32€??? Ich habe hier auch rechachiert, das die erste Mahnung Gebührenfrei sein müsste.

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