30mm Objektiv für Nahaufnahmen?

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6 Antworten

Hallo

- im Samsung NX Bajonett kann man zZ eh nur Samsung, Schneider Kreuznach, IBE und Samyang Optiken kaufen, da gibt es eh keine Wahl (Friss oder Stirb).

- aber man kann Samsung/Pentax K AF Optiken adaptieren, hat aber keinen Stangenfocus (AF nur mit SDM, HSM)

- und man kann jede Menge Altglas adptieren und zwar Messsucher und SLR Systeme aber Samsung NX und Manualfocus ist nicht so "elegant" gelösst wie bei der mFT Konkurenz

- die Samsung Pancakes sind alle sehr preiswert und abgesehen vom etwas schwächlichen 16mm sind alle optisch gut bzw teilweise in "Oberliga" vor Canon und Nikon (einfach mal das Samsung 30er mit dem Canon 35/2, dem Sony 35/1.8 OSS, dem 20er von Lumix und mit dem Nikon AFS-35/1.8 vergleichen).

- das 30er hat eine Naheinstellgrenze von unter 30cm (bis Bildbühne, das sind ca 25cm vor der Linse) das dürfte geschätzt bis zum Massstab 1:6 runter reichen also einem "Kleinstbildfeld" von Postkartengrösse (10x15cm)

- bei der 10 fachen der Brennweite haben alle normal focusierten Optiken einen 1:6 Abbildungs Massstab (Strahlensatz) ausser bei Hinterlinsen oder Innenfocus da wird die Brennweite "verkürzt".

- technisch betrachtet ist das 10 fache der Brennweite der "Maximalpunkt" darunter wird es dann aufwändig oder die Bildqualität wird Grenzwertig. Aus dem Grund werden "Makrooptiken" gebaut. Viele Hersteller gehen bei der Naheinstellgrenze nicht so "tief" weil das spart Kosten oder ist bei Lichtriesen nicht ohne Probleme woanderst umsetzbar.

- Pancake sind eine Sonderbauform wo man diverse Kompromisse eingehen muss aber es sind gute Allrounder.

- ein Objektiv ist für "alles" geeignet. Das Problem ist selten das Objektiv sondern der Fotograf. Die technischen Daten der Optik sind bekannt daraus ergibt sich der Bildwinkel und die möglichen "Freistellungen". Anhand des Linsenschnitt und der Blendenkonstruktion und Lokalisation kann man schon abschätzen wie das "Bokeh" ausfällt. Das man mit einem bestimmten Bildausschnitt keine scheuen Rehe formatfüllen ablichten kann (OK mit einer Fotofalle und Geduld/anfüttern) oder ein 180° Panorama (das geht per Stativ und Stitchen) ist eigentlich selbsterklärend aber in der Fotografie gilt oft das man die Regeln brechen oder umgehen kann/muss um zu neuen Ufern zu kommen. Die letzten Jahre haben diverser prämierte Tierfotografen mit Ultra-Weitwinkel gearbeitet weil sich jeder inzwischen ein 1000er Tele und einen Kenia-Urlaub gleichzeitig leisten kann. Vor 10 Jahren war die Frage 10000€ für ein Supertele und dann Löwen im Zoo oder die Fotosafari und dort dann Löwen im Safari-Zoo mit kurzem Tele.  Heute gibt es "1000mm" Bridges für unter 300€

- Spätestens nach ein paar Probeaufnahmen sieht man ja wie eine Optik "Tickt" und wo die Macken/Grenzen sind.

- Als Fotograf muss man in Perspektiven und Auschnitten denken/sehen. Die Perspektive ist der Standpunkt und denn Ausschnitt macht die Optik. Die wichtigsten Auschnitte sind das leichte Weitwinkel (65-60° Diagonalbildwinkel) und die Normalbrennweite (50-45° Diagonalbildwinkel) gefolgt vom leichten Tele (30-25° Diagonalbildwinkel). Bei Kleinbild braucht man dafür dann 35-40mm, 50-60mm und 80-90mm Brennweite. In Zwangslagen braucht man evtl. 28 bis 24mm.

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Bei so kurzen Brennweiten ist die Naheinstellgrenze von Foto-Objektiven meistens deutlich kürzer als 70 cm, außer es ist für eine Messsucherkamera a la Leica M (da kann man eh so nah den Bildausschnitt kaum mehr kontrollieren.) Dieser Parameter steht üblicherweise in den technischen Daten des Objektivs.

Für Available Light ist nicht nur die Lichtstärke entscheidend, sondern auch wie gut die optische Leistung bei Offenblende bereits ist. Die meisten Objektive erreichen erst etwas abgeblendet ihre volle Auflösung, vignettieren nicht mehr so stark und dergleichen.

Dann ist die Frage, ob das Motiv sich bewegt. Wenn nicht, kannst du ja einfach die Belichtungszeiten verlängern, da musst du die Kamera nur auf ein Stativ stellen. Guck halt mal auf photozone.de, ob es dabei ist. (Am Stativ aber besser nicht zu sparen versuchen, da wird viel Billigmüll angeboten.)

Bei Landschaft sehe ich kein Problem, da kommen Objektive sämtlicher Brennweiten zum Einsatz. Allerdings hängt es von der Sensorgröße ab, ob der Bildwinkel deinen Vorstellungen entspricht (und damit die nötige Entfernung oder Perspektive, von der die Bildwirkung abhängt.)

Aber Landschaftsbilder werden sowieso eher nicht dadurch interessant, dass man ein Weitwinkel draufmacht und möglichst viel "drauf" bekommt. Im Gegenteil führt das oft zu langweiligen Bildern "ohne" Vordergrund. Der einfache Ansatz zu interessanten Bildern ist hier, sich ein interessantes Vordergrund-Objekt zu suchen, da möglichst nah heran zu gehen und das Weitwinkel dann viel Hintergrund dazu packen zu lassen. Dieser wird dann in einem viel kleineren Maßstab abgebildet als das Vordergrund-Objekt.

Abbildungsmaßstab ist eh das Stichwort, das du dir mal reinpfeiffen solltest (fotolehrgang.de)

Am APS und MFT sind 30mm eher im Bereich der "Normalbrennweite", die auch für Landschaften oft verwendet wird und leichter zu beherrschen ist.

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Das Objektiv ist ein recht lichtstarkes "Normalobjektiv".  Besonders nah kommst Du damit nicht ran (24cm ab Sensorebene) und deshalb ist auch der Abbildungsmaßstab nicht besonders groß. Du hast doch bestimmt das Kitobjektiv. Stell das mal auf 30mm, fixiere die Brennweite mal mit Tesafilm und fotografiere mal etwas damit rum. Die erwaehnte Festbrennweite ist nur etwas lichtstaerker und wohl auch besser in der Bildqualitaet. 

Verstehst Du unter "Nahaufnahmen" eher Makros (also großer Abbildungsmaßstab) oder eher "moeglichst nah ran" (wegen der Perspektive). Das sind naemlich verschiedene Sachen! 

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Kommentar von D1985
08.12.2015, 10:45

Makro wollte ich damit nicht unbedingt machen. Eher Objekte aus etwa 40-60cm Entfernung...also wohl eher mehr wegen der Perspektive. Mache auch bei Dämmerung und Nacht Bilder, da ich aber oft nicht viel mitnehmen (Stativ) kann dachte ich mir das ich u. a. wegen der Lichtstärke auch frei Hand Fotos machen kann

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Wenn es (Automatik)Zwischenringe für die Kameras gibt, würde ich dafür eine längere Brennweite mit Zwischenring(en) nehmen. Damit kommst Du näher ans Objekt und ein besseres Vergrößerungsverhältnis. Durch die Wahl der Breite der Ringe kannst Du den Vergrößerungsmaßstab und den Mindestabstand beeinflussen.

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Kommentar von torfmauke
08.12.2015, 13:35

Bei mir gehörten Zwischenringe zu einer der ersten Anschaffungen, da man damit mit allen Brennweiten sowohl den Abbildungsmaßstab als auch den Objektabstand schön kontrollieren kann. Auch mit sehr langen Brennweiten kann man so Nahaufnahmen bis hin zu Makros auch aus größeren Entfernungen realisieren, was besonders bei lebenden Objekten von Vorteil ist. So sind zum Beispiel Makros von einer Schwebfliege im Flug nur mit ausreichendem Abstand möglich, sonst ist sie weg. Siehe hier ein Beispiel:

https://www.flickr.com/photos/torfmauke/10173818266/in/album-72157636811550495/

aufgenommen mit 200 mm bei f/16 und 1/200 Sek., 31 mm Zwischenring und Blitz (LZ 40)

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Frag mal im Systemkameraforum nach. Die ham dort echt nen Plan... ;o)) Nur solltest Du schon sagen welche Systemkammera du hast und welches Objektiv. 30mm an einer A7 sind sicher für Landschaft ausreichend bei einer MFT wirds bissel schmal.


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