30er Jahre - Wie kriegt man so einen Gesangssound hin?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

das Jahr 1932 fällt in die "electrical era", eine Zeit bevor es das Magnetband gab. Aufnahmen wurden direkt in eine Schallplatte geschnitten, die entweder aus Wachs, Schellack oder Vinyl bestand - Wobei Vinyl '32 wirklich state-of-the-Art war. Westrex erreichte mit einem neuen auf Vinyl basierenden System einen Frequenzumfang von 60Hz bis 6.000Hz

Das Tonband gab es noch nicht. AEG und BASF stellten das Magnetophon erst 1935 vor.

Die Aufnahmen auf den Platten an sich waren immer mono. Allerdings ist es eine Legende, dass stets nur ein einzelnes Mikrofon verwendet wurde. Tatsächlich wurden mehrere Mikrofone benutzt, die an Mehrkanalverstärkern angeschlossen wurden. Kompressoren, Equalizer und Halleffekte waren durchaus gebräuchlich.

An Mikrofonen waren Kohlemikrofone weit verbreitet. Das erste in Serie hergestellte Kondensatormikrofon, das Neumann CMV3 (Hitlerflasche) wurde erst 1928 vorgestellt und ab 1930 Weltweit vertrieben.

Das Bändchenmikrofon war zwar schon seit den führen 1920ern bekannt aber schaffte seinen durchbruch erst mit dem RCA PB-31 im Jahr 1931.

Der Tauschspulenlautsprecher wurde 1925 erfunden, das dynamische Tauchspulenmikrofon wurde aber erst ab 1931 gebaut.

Diese Aufnahme der Boswell Sisters entstand in den Studios der Brunswick Records, eine Tochter der Brunswick Corp., die auch tontechnische Geräte herstellte. Brunswick hatte sehr gute Beziehungen nach Deutschland - was die Verwendung eines Neumann CMV3 nicht unwahrscheinlich macht.

Kurz um; Um diesen Sound wirklich nachzubilden benötigst du ein professionelles elektromagnetisches Schneidegerät. Daran dürfte es wohl scheitern und ganz nebenher; Der Transistor war zwar bereits erfunden, spielte aber keinerlei praktische Rolle. Alles geschah mit reiner Röhrentechnik.

Kurz: Besorg dir das billigste Bändchenmikrofon das du bekommen kannst bzw. mehrere oder Kohlemikros, schließ es an einen Röhrenvorverstärker an, den du im Idealfall extrem weit aufdrehen musst. Das ganze Signal wird dann mit einem Hochpassfilter bzw. Tiefpass bei 60Hz und 6.000Hz beschnitten und stark mit einem Röhrenkompressor bearbeitet.

Du kannst den Gesang mit einem normalen Mikrofon aufnehmen, mußt aber am Mischpultfilter folgende Einstellungen vornehmen:

Höhen wegnehmen (Knopf nach links drehen)

Mitten bei ca. 2 KhZ zugeben (Knopf ungefähr bis zur Häfte nach rechts)

Tiefen wegnehmen (Knopf ungef. bis zur Hälfte nach links)

Diese Einstellungen gelten für ein kleines unkompliziertes Mischpult.

Bei einembesseren, semiprofessionellen Mp solltest Du in den o.g. Bereichen Einstellungen vornehmen, bis es Dir gefällt.

  1. Die sind ziemlich gut...wenn ein Sänger die Töne so richtig trifft dann klingt Acapella fast wie ein Instrument. Das müsstest du folglich auch können.
  2. Damals hat man im Studio auf den "Poppschutz" (sowas wie eine Strumpfhose vor dem Mikro) verzichtet; die harten Laute ("Pappplatten") kommen damit viel stärker rüber.
  3. Man sollte für den Gesang großflächige Mikrofone verwenden.
  4. Durch die alte Aufnahme werden die ganz hohen Töne weggefiltert. Auch das Rauschen gehört zur Atmosphäre.
  5. Weil die Verstärker nicht so gut waren wurden die Aufnahmen meistens gaaanz leicht übersteuert.


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