3. Vertragsverlängerung unbefristet trotz 1 monat Pause?

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3 Antworten

Die neuerliche Befristung nach einem Monat Unterbrechung ist nicht korrekt.

Nach einem Urteil des BAG vom 06.04.2011 Az.:7 AZR 716/00 ist eine erneute Befristung möglich,wenn die vorherige Beschäftigung länger als 3 Jahre zurückliegt.

Ist die Befristung rechtsunwirksam,so gilt der befristete Arbeitsvertrag als auf unbestimmte Zeit geschlossen.(Aus § 16 Satz 1 TzBfG)

Schau dir einmal die §§ 16 und 17 des Teilzeit- und Befristungsgesetzes an.

Nicht zulässig! Gehe mal zu deiner Gewerkschaft und lasse dich beraten

Nur, wenn es eine Befristung mit Sachgrund ist.

Nightflavour 28.01.2013, 16:05

Sachgrund ? was wäre denn solch einer ?

Also offiziell sollte ich ja jetzt einen unbefristeten bekommen doch aufgrund der wahrscheinlichbeabsichtigen Verzögerung bekomme ich ihn zum 02.01 (und mir wurde gesagt der Vertrag könne nicht Rückdatiert werden) Deshalb 02.01 das bedeute ich hab einen Monat Pause gehabt und werde quasi wie eine "neueinstellung" betrachtet statt unbefristet wird mein Vertrag erneut befristet so müsste ich erneute 2 Verlängerungen abwarten bis ich einen unbefristeten bekomme -.-

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ralosaviv 28.01.2013, 17:29
@Nightflavour

Nun müsste man wirklich mal den Vertrag kennen, der zum 31.12. endete.

Hat der ArbG in diesem Vertrag bereits vorsorglich § 15 Abs. 5 TzBfG widersprochen, sind die zwei gearbeiteten Tag im Januar für den Betrieb unschädlich und es wurde selbst durch weiter arbeiten kein Anspruch auf ein unbefristetes Arbeitsverhältnis begründet.

Hat er dieser Regelung vertraglich nicht im Vorfeld Vorschub geleistet, ist durch die Arbeitsleistung Anfang Januar ein unbefristetes AV entstanden, wenn die Arbeit mit Wissen des ArbG fortgesetzt wurde und er diesem nicht unverzüglich widersprochen hat.

Dann wäre die nächste Frage: war der Vorstand sich darüber im Klaren, dass er dich über ein Befristungsende hinaus arbeiten läßt? Wenn nicht, kann der Widerspruch des Personalchefs am 02. Arbeitstag immernoch unverzüglich gewesen sein, so dass immernoch kein Anspruch auf Weiterbeschäftigung besteht.

Eine zeitliche Befristung darf insgesamt nicht länger als 2 Jahre dauern - von den Ausnahmen des § 14 Abs. 2a u. 3 mal abgesehen - wenn tarifvertraglich keine längeren Befristungsmöglichkeiten vorgesehen sind.

Eine erneute zeitliche Befristung nach einer Unterbrechnung von weniger als 3 Jahren ist unzulässig, wie hier bereits treffend gesagt wurde. Eine Befristung mit Sachgrund kann aber vereinbart werden. Ein Sachgrund wäre z. B. eine Elternzeitvertretung, Krankheitsvertretung oder vorübergehender Personalmehrbedarf.

Also: zuerst müsste mal der alte Vertrag geklärt werden. Dann müssten die Umstände der darüber hinaus erfolgten zweitägigen Beschäftigung detailliert festgestellt werden. Und am Schluss kann man dann mal prüfen, ob der neue Vertrag überhaupt rechtens ist.

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