3-monatige Sperre bei Selbstkündigung wegen Passivrauchens?

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6 Antworten

Wenn Deine Vorgesetzte auch die AG ist, sieht es schlecht aus obwohl Du einen rechtlichen Anspruch auf einen rauchfreien Arbeitsplatz hast. Sollte es sich dann noch um einen Kleinbetrieb mit nicht mehr als 10 ständigen Vollzeitkräften (Teilzeit- und Minijob werden entsprechend aufgerechnet) handeln, greift bei einer evtl. Kündigung nicht einmal der Kündigungsschutz. Allerdings hättest Du dann bei einer Kündigung (weil Du z.B. Dein Recht gerichtlich einklagst) sofort Anspruch auf ALG.

Wichtig wäre es, wenn Du zu Deinem Arzt gehst und Dir Deine Beschwerden attestieren lässt. Dann kannst Du mal (mit dem Attest) bei der Agentur für Arbeit vorbeigehen und die Sachlage schildern. Deine Gesundheit ist das Wertvollste was Du hast und die musst Du Dir so gut wie möglich, auch im Interesse Deiner Kinder, erhalten. Ich sehe da gute Chancen, dass Du auch bei einer Eigenkündigung keine Sperre bekommst.

Wenn der Sachbearbeiter Dir eine Zusage gibt, dass in Deinem Fall keine Sperre in Kraft tritt, lass Dir das schriftlich geben. Dann stehst Du bei einer Kündigung auf der sicheren Seite.

Rechtlich gesehen kannst Du, wie schon gesagt, etwas unternehmen.Der Gesetzgeber hat die Arbeitsstättenverordnung bezüglich des Nichtraucherschutzes entsprechend geändert und am 3.10.2002 in Kraft gesetzt. Informationen dazu und was Du machen kannst, damit sie umgesetzt wird (Gewerbeaufsichtsamt wäre auch noch eine Alternative), findest Du auch unter:

http://www.buero.info/rauchfrei.php

Was mich wundert, dass die "Dame" noch nicht wegen dem Rauchen vor die Tür gebeten wurde? An deiner Stelle würde ich mich an den Chef wenden, der müsste ein Machtwort sprechen. Oder auch um einen Rauch-freichen Raum bitten. In Restaurants ist Rauchen verboten, sollte doch am Arbeitsplatz auch so sein, ich kenne viele Betriebe.

Habt ihr einen Betriebsrat? Wenn ja dann würde ich mich an den wenden. Ich finde es rücksichtslos ein Büro so zu verqualmen. Es geht schließlich um deine Gesundheit. Oder lege ihr mal ein Attest von deinem behandelnden Arzt vor. Mal sehen was sie dann macht. Ich würde aber nicht an deiner Stelle kapitulieren.

Leana2014 09.03.2014, 21:35

Danke für die Vorschläge. Einen Betriebsrat gibt es nicht. Ich dachte auch schon daran, dass alles erst einmal beim Arzt zu schildern ... mal gucken, ob der mir weiterhelfen kann....

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Wenn du es nun zwei Jahre ausgehalten hast würde ich es noch so lange ertragen bis ich einen neuen Job gefunden habe. Gleichzeitig mal beim Arbeitsamt nachfragen wie die es im Falle einer Selbstkündigung bewerten, ob Sperre oder nicht. Aber andererseits, wenn dein EInkommen jetzt schon kaum reicht und du häufig an das Ersparte musst, wie willst du dann vom ALG leben? Dürften bei dir ca. 67% vom Nettolohn sein, evtl. erhälst weitere Aufstockung aber kommst doch nicht an dein Nettogehalt ran.

Ich würde erstens doch den Mund aufmachen, denn es geht um deine Gesundheit.

Und zweitens würde ich auf dem Amt vorsprechen, was du tun kannst. Zuqualmen lassen würde ich mich jedenfalls nicht.

Du solltest Dir eine andere Tätigkeit suchen - und NICHT selbst kündigen.

Je nach Art des Unternehmens und des Chefs kannst Du vielleicht heimlich mit dem Chef reden - er ist verpflichtet, rauchfreie Arbeitsplätze zur Verfügung zu stellen.

Eine Selbstkündigung aus diesem Grund wird eine Sperre zur Folge haben - das Amt argumentiert zu Recht, dass Du diese Beeinträchtigungen auf anderem Wege hättest abstellen können - was ja auch zutrifft.

Ohne Kenntnis der genauen Situation, der Firma und der Tätigkeit kann ich hier nichts Genaueres raten als den Weg zu gehen, das Büro rauchfrei machen zu lassen - so wie es das Gesetz vorschreibt.

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