3 monatige Kündigungsfrist bei auslaufenden Mietvertrag?

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6 Antworten

Bei einem befristetem Mietvertrag bedarf es keiner Kündigung und es gibt auch keiner Kündigungsfrist.

Der Mietvertrag endet einfach mit dem im Mietvertrag stehendem Datum!

Nun sagte die Vermieterin jedoch dass er eine 3 monatige Kündigungsfrist hat und, sobald er auszieht, 3 Monate Miete bezahlen muss. 

Er soll der der Vermieter folgende Seite ausdrucken und ihr den Rat geben, sich bei Haus & Grund anzumelden:

http://www.bmgev.de/mietrecht/tipps-a-z/artikel/befristeter-mietvertrag.html

LG

johnnymcmuff

Für den Bruder wäre es klüger die Vermieterin nicht auf ihren Fehler hinzuweisen;-)

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Die Vermieterin erzählt einen vom Pferd. Befristete Mietverträge enden mit Ablauf der Befristung, fertig.

Eine Kündigung ist nicht nötig.

Allerdings wäre hier zu prüfen ob die Befristung wirksam ist.

Ist das Zimmer Teil der vom Vermieter selbst bewohnten Wohnung und vom Vermieter mit fast allen Möbeln ausgestattet, ist es ein Zimmer in einem Wohnheim (ich denke mal nicht) oder steht im Vertrag so was wie "nur zum vorübergehenden Gebrauch"?


Das Recht des Untervermieters zur Kündigung richtet sich nach § 573a Abs. 2 BGB.

Da steht sicher § 573c Abs. 2 BGB oder?

Das wäre dann zum vorübergehenden Gebrauch. Hier wäre eine Befristung auch Angabe eines Grundes wirksam.

Danke für die Antwort. Nein da steht §573a Abs. 2 BGB. Ja, es ist ein Zimmer der Wohnung der Vermieterin.

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@DarkOrb

§ 573a regelt das erleichterte Kündigungsrecht des Vermieters.

Ist das Zimmer mit Möbeln des Vermieters ausgestattet?

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@anitari

Nicht direkt das Zimmer, sondern die restliche Wohnung, sprich Küche, Bad etc. Es ist eher eine Art WG.

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Mein Bruder hat einen Mietvertrag der in ein paar Tagen ausläuft.

Sind denn die Daten für Beginn und Ende des Mietverhältnisses im Mietvertrag eingetragen? Nur dann wäre ein tatsächlich befristeter Mietvertrag abgeschlossen der dann automatisch mit Erreichen der Befristung beendet ist und natürlich nicht zu kündigen wäre. Wenn im MV auch nur ---- steht ist das nicht der Fall, es gäbe keine Befristung. Dann gälte die gesetzliche oder eine für den Mieter vereinbarte kürzere Kündigungsfrist.

Ergänzung: Ich zweifle, dass der angegebene Grund der Befristung "für Schulungszwecke" Eigenbedarf darstellt. Eher nicht. Die Befristung wäre also auch aus diesem Grund von vornherein unwirksam.

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Die gute Nachricht: ein befristeter Vertrag läuft einfach aus, man muss ihn nicht kündigen. Das ist doch auch ausdrücklich so im Vertrag geregelt: "Es endet mit Ablauf der Befristung, ohne dass es einer vorherigen Kündigung bedarf"

Die schlechte Nachricht: der angegebene Befristungsgrund ist kein rechtlich zulässiger Grund für eine Befristung. Und ist der Grund nicht zulässig, wird aus dem befristeten automatisch ein unbefristeter Vertrag. Aber das muss man der Vermieterin ja nicht unbedingt auf die Nase binden.

Danke für die Antwort. Jedoch, wär der Mieter nicht fein raus aus, denn schließlich hat die Vermieterin den Bockmist mit dem Vertrag gemacht? Dafür könnte ja fairerweise der Mieter nichts wenn die Vermieterin den Mietvertrag nicht komplett wasserdicht macht.

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@DarkOrb

Nein, das denke ich nicht. Klar ist das nicht das Verschulden des Mieters, wenn der Vermieter seine Hausaufgaben nicht richtig macht. Allerdings nennt § 575 BGB eindeutig drei zulässige Gründe für eine Befristung. Weiter heißt es "Anderenfalls gilt das Mietverhältnis als auf unbestimmte Zeit abgeschlossen."

Es gibt zwar im Vertragsrecht den Grundsatz von Treu und Glauben, aber ob das hier überhaupt zum Tragen kommt, kann und will ich nicht beurteilen.

Auf jeden Fall ist es sinnvoller, die Vermieterin nicht auf ihren Fehler aufmerksam zu machen.

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Wer lesen kann ist auch als Vermieter klar im Vorteil:


Es endet mit Ablauf der Befristung, ohne dass es einer vorherigen Kündigung bedarf.



Nix Kündigung, nix drei Monate Mietzahlungen. (Aber versuchen kann man es ja mal!)

Hatte er einen befristeten Mietvertrag? Nur der würde auslaufen. Äußern sich beide Vertragspartner nicht, wir der Vertrag bei Ablauf in ein unbefristetes Mietverhältnis umgewandelt. Dein Bruder hätte sich also rechtzeitig äußern müssen.

Ja, es ist ein befristeter Mietvertrag.

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Äußern sich beide Vertragspartner nicht, wir der Vertrag bei Ablauf in ein unbefristetes Mietverhältnis umgewandelt.

Nein.

Nur wenn der Mieter weiter wohnen bleibt und der stillschweigenden Forstsetzung des Mietverhältnisses nicht binnen 2 Wochen nach Vertragsende  widersprochen wird.

Der Mieter muß sich also nicht äußern wenn nach Ablauf der Befristung auszieht und die Mietsache zurück gibt.

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Äußern sich beide Vertragspartner nicht, wir der Vertrag bei Ablauf in ein unbefristetes Mietverhältnis umgewandelt. Dein Bruder hätte sich also rechtzeitig äußern müssen.

Sie können es einfach nicht lassen; von Mietrecht keine Ahnung, aber ständig antworten.

Sie hätten sich mal wieder nicht äußern müssen, das wäre für den Fragesteller besser gewesen, denn Ihre Antwort entbehrt jeglicher Rechtsprechung.

Lesen Sie bitte den Text aus dem Link  meiner Antwort und halten sich in Zukunft bitte etwas zurück.

Hier bei gutefrage geht es um hilfreiche und richtige Antworten.

LG

johnnymcmuff

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Dein Bruder hätte sich also rechtzeitig äußern müssen.

Laut Fragestellung hat er das!

(was auch per Brief so mitgeteilt wird).

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