3 Kampfsportarten gleichzeitig?

9 Antworten

Ich persönliche halte von solchen "Multi-Trainings" überhaupt nichts.

Jede Kampfkunst und jeder Kampfsport hat eine eigene Philosophie und bestimmte Bewegungsmuster, die es zu verinnerlichen gilt. Das ist ein Prozess der praktisch lebenslang andauert. Bereits für die Grundlagen benötigt man Jahre.

Wenn man jetzt Stile mit völlig unterschiedlicher Geisteshaltung und gänzlich voneinander abweichenden Bewegungen parallel trainiert, sehe ich persönlich darin nur wenig Gutes.

Dein Taekwondo-Lehrer wird dich korrigieren weil du falsch stehst, dein Aikido-Lehrer dich korrigieren müssen, weil du dich zu eckig bewegst und dein Kickbox-Lehrer wird deine schlechte Koordination bemängeln.

Die Anforderungen sind eben sehr verschieden und zu viele Köche verderben schlichtweg den Brei.

Außerdem wird man sich meiner Ansicht nach schwer tun, wirklich in die Tiefen eines Stils einzutauchen, wenn man von Anfang an meint, sich breit aufstellen zu müssen.

Viele Neulinge erkennen das wahre Potential scheinbar einfacher "Anfänger-Techniken" nicht und sind dann später erstaunt, wie viel Möglichkeiten zur Variation und Anpassung bereits diese zunächst wenig komplexen Techniken haben.

Würde man einem Anfänger bereits alle Anwendungsmöglichkeiten zeigen, wäre das nicht nur gefährlich, weil so fortgeschrittenes Wissen in womöglich unreife Hände gelangt - es würde den Trainierenden auch schlichtweg überfordern.

Wer bereits einige Jahre Erfahrung in einem Stil hat, kann in Erwägung ziehen, mal über den "eigenen Tellerrand" hinauszublicken - einem Anfänger würde ich das keineswegs empfehlen, er soll erst einmal die Grundlagen beherrschen.

Ich persönlich bin also definitiv kein Freund dieses Verhaltens, das ich auch als respektlos empfinde, weil man sich nicht auf einen Lehrer und seine Methoden einlässt, sondern zusätzliche "Befriedigung" sucht.

Da kann aber natürlich gerne jeder eine abweichende Meinung haben.

Moin! Mein persönlicher Ratschlag ist folgender: Gib 2 der 3 Arten auf und konzentriere dich auf bloß eine. Auch wenn es schwer zu glauben ist, ich glaubte es auch damals nicht, aber wenn Du mehrere Kampfsportarten gleichzeitig ausüben willst, ist das ein Zeichen dafür, dass Du bei der einen nicht genug mehrwert siehst um sie weiterzubetreiben.

Ich würde dazu raten sich vorwiegend nur auf eine Sache zu konzentrieren, mindestens solange bis man mal wenigstens die Grundlaugen sauber beherrscht. Das ist nach einem Jahr Training aber nicht der Fall.

Fast genau wie Du wollte ich mehrere Kampfsportarten gleichzeitig betreiben, statt Kickboxen war es bei mir Judo. Dass das so gar nicht geht bemerkte ich schon daran, dass sich die Stunden teilweise überschnitten. Es klingt so doof, und auch gemein, wenn man dir rät nur eine Sache zu machen, aber die Wahrheit ist eben, dass Du nur so sicher Fuss fassen kannst und das Konzept hinter dem Kampfsport verstehst.

Kickboxen und Aikido ist keine gute Mischung, das sind 2 Stile die sich nicht nur von der Ausführung deutlich unterscheiden, sondern auch stark vom philosophischem. Wenn Du dich an die Lehren des Aikido halten willst, müsstest Du aus Prinzip schon das Kickboxen aufgeben.

Zumal sich die Stile komplett voneinander unterscheiden. Während man im Aikido darauf bedacht ist so wenig schaden wie möglich zuzufügen, setzt man im Kickboxen auf K.O.s.

Ich habe dann später bemerkt, als ich beim WT war und nebenbei noch Ju Jutsu machte, dass es gar nicht passt. Die Stile haben völlig unterschiedliche Denkweisen. Ju Jutzu hat mir immer wenig spaß gemacht, weil ich die "Fehler" immer öfter erkannte.

Ich setze das Wort "Fehler" in Anführungszeichen, weil es objektiv zwar keine Fehler sind, subjektiv, also für mich aber schon. "Fehler" wie bestimmte Techniken, die im WT als unbrauchbar oder sogar gefährlich gelten. Das kommt vor Allem dadurch zustande dass man im WT eben völlig anders arbeitet und man andere Taktiken nutzt als im Ju Jutzu. Denn schnell wollten meine Ju Jutzu Kollegen meine Deckung verbessern, weil diese ja völlig schwachsinnig sei.

Was ich damit sagen will ist dass es keine gute Idee ist einen anderne Stil anzufangen, bevor man den ersten noch gar nicht richtig ausführen kann. Daher nocheinmal: Meine Empfehlung ist es nur einen Stil auszuführen.

Und wenn Du unbedingt noch Taekwondo machen willst, dann belass es aber dabei. Fang nicht noch mit Aikido einen dritten Stil an. Verwende diese Zeit die Du in Aikido stecken würdest lieber in das Training von TKW oder KB.

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung

Wenn es dir Spass macht und du das Gefühl hast, dich mit der Anzahl Lektionen der jeweiligen Sportart zur Genüge widmen zu können, spricht überhaupt nichts dagegen.

Mir ging es seinerzeit ähnlich mit Judo und Aikido. Mit der Zeit kriegte ich zuwenig Futter für Aikido in bloss zwei Wochenlektionen. Das habe ich dann au 4 x hochgefahren, dafür Judo aufgegeben. Die Woche hat halt nur 7 Tage. Wenn das nicht reicht, der kann die Nacht über auch noch trainieren...

Viel Spass!

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Danke für die Worte. Es ist immer sehr gut wenn Schulen mehr als 2 mal die Woche das Training anbieten. Bei mir ist es nur 2 mal wöchentlich leider möglich für eine Sportart.

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