3 gründe für und gegen organspende?

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7 Antworten

KONTRA-ARGUMENTE

  • Organspende ist für die Angehörigen sehr oft eine große Belastung. Der Angehörige wird noch künstlich am Leben gehalten und wirkt keineswegs tot. Da fällt der Abschied und das innere Abschließen oftmals schwer, denn es fehlt die Offensichtlichkeit des Todes, des finalen Endes. Auch die Freigabe zum Ausweiden ist für viele eine enorme emotionale Belastung, die in diesem Moment des Schocks und der Trauer das Fassen und Verarbeiten dieser schrecklichen Wendung erschwert.
  • Die Definition von Hirntod ist umstritten und die Abgrenzung zu "Vitalfunktionen" schwierig und schlichtweg willkürlich. Wir reden hier also von einer formalen Definition und nicht von naturwissenschaftlichen Fakten. Der Hirntod ist nur ein Schritt des Sterbeprozesses. Der Organspende ist definitiv eben nicht tot, sondern der Körper lebt noch, denn sonst wären die Organe tot und damit wertlos. Hirntod bedeutet nicht Tod im engeren Sinne, sondern dass das Gehirn irreversibel geschädigt ist und kein bewusstes Leben mehr möglich sein wird. Der Sterbeprozess ist erst abgeschlossen, wenn der gesamte Körper tot ist. 
  • Drittens gibt es immer wieder Skandale um die Vergabe der Organe, um damit verbundenes Geld, um Bevorzugung und dergleichen. Dies betrifft zwar nur Ausnahmefälle und die überwältigende Mehrheit der Organspenden findet korrekt statt, aber dennoch führen diese Skandale zu einer unproportional hohen Quote an Ablehnung. Auch seltene Fehldiagnosen des Hirntodes und vor allem die Angst, voreilig als hirntot definiert zu werden, nur um als Spender genutzt werden zu können, hält etliche Personen davon ab, sich als Spender zu melden.
  • Auch persönlich haben sehr viele Menschen einfach emotionale Probleme damit, nach dem Tode ausgeweidet zu werden. Sie empfinden es als Teil ihrer Würde, dass der Körper nach dem Tode intakt bleibt und sie den Sterbeprozess vollständig und im ganzen durchlaufen.

PRO-ARGUMENTE

  • Organspende rettet Leben und verbessert die Lebensqualität von schwer Erkrankten drastisch. Der hirntote Spender dagegen hat ohnehin kein bewusstes Leben mehr vor sich.
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Kommentar von cyracus
12.11.2015, 14:55

Der Hirntod ist nur ein Schritt des Sterbeprozesses.

Menschen, die sich im Sterbeprozess befinden, brauchen keine Ausschlachtung, sondern bis zum endgültigen ECHTEN Tod Schutz, Fürsorge und Liebe.

Der hirntote Spender dagegen hat ohnehin kein bewusstes Leben mehr vor sich.


Professor Coimbra erklärt in dem Interview (auf YouTube)

Der tödliche Apnoetest

ja genau den sogenannten "Hirntod". Es sind ja zu einem hohen Anteil schwerkranke Patienten, die dringend behandelt werden müssen, um wieder gesund zu werden.

Auch ist inzwischen bekannt, dass ca. 30 % der sogenannten "Hirntod"-Diagnosen falsch sind, wie berichtet wird.

Und auch diejenigen, die eine solche "Diagnose" überlebt haben, nur weil die Angehörigen sie nicht zur O-spende freigaben, sondern auf Weiterbehandlung bestanden, sprechen eine deutliche Sprache.

Das Ausschlachten der sogenannten O-spender ist also auf jeden Fall Mord. Dass sich die gesetzemachenden Politiker von der "Organ-Mafia" haben Sand in die Augen streuen lassen, ist ein anderes Thema.

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Nein, nur 3 dafür:

  1. Wenn man tot ist, braucht man keine Organe mehr.
  2. Viele Menschen sind auf Organe angewiesen.
  3. Wenn ich mal ein Organ brauche, hätte ich auch gerne eine Spende.
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Kommentar von JoachimWalter
10.11.2015, 22:02

Wenn Du tot bist, ist Dein Organ auch tot. Wenn man es Dir entnimmt...

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Für die Lebenspende von zum Beispiel einer Niere spricht das eigene Risiko, auch wenn es meist recht klein ist. Außerdem muss man sich dann im Einschränkungen leben.

Rational spricht alles dafür, dass man nach seinen Tod Organe spendet.

Mir fällt nur ein Contrapunkt dagegen ein: Die Entnahme der Organe findet nach dem Hirntod statt. Es werden Maßnamen ergriffen, die die Organe vor dem Absterben schützen. Der Kreislauf wird aufrecht erhalten, damit hat der Hirntote noch Puls und wird beatment. Man könnte sagen, dass er nicht wie Tot wirkt.

Mache Menschen brauchen einen Abschluss. Sie brauchen den Moment, wo sie sehen, dass der Patient wirklich Tot ist. Der "sichtbare" Tod findet nämlich im Operationssaal statt.

Manche Religionen stehen Organspenden sehr skeptisch gegenüber.

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Pro: du hilfst anderen Menschen,
Warscheinlich fühlst du dich dadurch auch besser,
Viele sollten dich dann als Vorbild nehmen

Contra: Du hast eine OP
Die OP muss nicht gut gehen
Du kennst den Menschen warscheinlich nicht mal, für den du dich aufschneiden lässt

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Kommentar von Christianwarweg
10.11.2015, 21:51

In Deutschland gibt es Lebendspenden nur für nahe Angehörige (wenn man mal Knochenmarkspenden ausnimmt) → 1 und 2 sind egal, und wenn nicht, fällt 3 weg.

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Du fragst ja ein bißchen spät, vom Test weißt Du doch sicher schon etwas länger. - Habt Ihr nicht das Pro und Contra zu diesem Thema im Unterricht durchgenommen?

Es gibt keinen einzigen Grund für die sogenannte O-Spende.

Und der wichtigste Grund dagegen ist, dass die Behauptung, die Organe würden NACH dem Tod entnommen werden, gelogen ist.

Es werden lebendige Organe gebraucht, und die kriegt man nur aus lebendigen Menschen.

Die sogenannten O-spender sind zum großen Teil schwerkranke Patienten, die behandelt werden müssen, nicht lebendig ausgeschlachtet - und dann auch noch ohne Narkose und ohne Schmerzmittel (nur in der Schweiz ist Narkose Pflicht).

Falls Du mir nicht glaubst - es gibt ja für Dich auch noch ein Leben nach dem Test -, dann sieh Dir das Interview auf YouTube (google so) an mit dem Titel

Der tödliche Apnoetest

Die anderen sind Sterbende, die auch keine Ausschlachtung bei lebendigem Leib brauchen, sondern Schutz, Fürsorge und Liebe.

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Für Deinen Test ja wohl zu spät - so lies danach meine ausführliche Antwort an SaraWarHier:

https://www.gutefrage.net/frage/war-ich-zu-voreilig-mit-dem-orgenspendeausweis?foundIn=answer-listing#answer-179834205

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Für Deinen Test wünsche ich Dir viel Erfolg!

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Mir fällt zwar nicht wirklich viel ein, ich sag aber mal die einzigen Zwei.

Pro:
- Man hilft (rettet) den Menschen

Contra:
- Wenn man z.B. eine Niere spendet und die andere dann 'erkrankt' braucht man dann selber eine Spende.

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