3 Gesellschafter einer GmbH streiten sich.?

8 Antworten

Es kommt darauf an. Erst einmal sind hier wohl einige Missverständnisse und auch Fehler gelaufen. Die Frage ist: Soll der Konflikt zum Untergang des Unternehmens führen oder wie soll es weiter gehen?

Wenn es weiter gehen soll, dann mit allen Dreien oder wer soll gehen? Was will der Zweite, was der dritte. Sinnvoll wäre in jedem Fall eine Moderation. Denn für alle ist das Drohpotential gleich hoch. Man kann auch einen Meisterbetrieb mit Interims-Meister der Kammer weiter führen (zeitlich befristet) und oder sich einen Angestellten Meister holen.

Eine Aussage von Dir ist ganz übel. Das nämlich nur der Meister sich bemüht das Unternehmen am Laufen zu halten. Da unterstellt man nicht nur Inkompetenz, sondern Sabotage mit dem Hang zur Selbstvernichtung. Wo funktioniert das denn?

Solche Fehleinschätzungen entstehen aus meiner Erfahrung in dem Bereich aus mangelhafter Kommunikation. Deshalb ist ein unparteiischer Moderator (ich will das nicht Schlichter nennen) so wichtig. Der eben eine Gesprächsebene wieder herstellen soll und auch die möglichen Konsequenzen darstellen kann.

Mit mehr Hintergrund kann man sicher auch genauere Einschätzungen liefern. Auf dem Informationsstand ist mehr leider nicht seriös. Kannst Dich also gern auch an mich wenden.

Z.B. könnte man sich mit einem der Beiden zusammen tun, ihn überstimmen und somit zum Verkaif seiner Anteile zwingen,endweder die Anteile selbst kaufen oder einen anderen Anteilnehmer finden der dir mehr entspricht und dann den letzten der Beiden zum verkauf bringen und auch wieder selbst kaufen oder nen Neuen finden ... Könnte aber auch nach Hinten los gehen und die Beiden wollen dich los werdeb ...

Also die einzig sinnvolle Antwort ist die von "Gullup".

Ohne das man die gesamten Sachverhalt kennt, ist eine Aussage zum jetzigen Zeitpunkt absolut unseriös.

Grundsätzlich sollte man einmal die Ist-Situation der Unternehmung betrachten.

Darauf aufbauend sollte man wissen, was die einzelnen Gesellschafter wollewn. Ist die Weiterführung  der Unternehmung gewünscht bzw. noch sinnvoll.

In eurem Fall ist es sinnvoll, dass du dich mit einem Unternehmensberater in Verbindung setzt der sowohl die betriebliche als auch persönliche Ebene durchleuchtet. Um objektiv zu bleiben und nicht emotional zu werden solltet ihr einen Dritten beauftragen.

Grundsätzlich scheint natürlich der Meister die stärkste Position zu haben, weil ohne ihn das Unternehmen nicht betrieben werden kann. Was heißt also, dass die beiden Mitgesellschafter Unruhe in den Betrieb bringen? Und wenn das so ist: Erstmaßnahme bleibt die Kommunikation der Gesellschafter untereinander. Und nachdem die Gesellschafter eine Strategie entwickelt haben, muss ggf. auch klar ggü der Belegschaft kommuniziert werden. Falls der Betrieb überhaupt Angestellte hat! Denn das bleibt unklar in der Frage. Handelt es sich um einen 3-Mann-Betrieb, dann wäre die „Unruhe im Betrieb“ ja ein Problem der Gesellschafter untereinander!

Die wichtigste Frage ist, wer die KUNDENBINDUNG schafft! Wenn nämlich die Mitgesellschafter im Wesentlichen die sind, die Kontakte haben und Kunden herbeiholen, dann ist der Meister trotz seines Drittel-Anteils de facto wertlos: Wie andere schon geschrieben haben, kann man sich einen anstellen. Dabei bleibt selbstverständlich die Frage, ob das Unternehmen noch in einem Stadium oder überhaupt in der Situation ist, dass die Gesellschafter nicht auf ein reguläres Meistergehalt (berücksichtige: einschl. aller Lohnnebenkosten!) kommen! Wenn das nicht der Fall ist, dann wird es schwer, einen Meister einzukaufen.

Wenn die beiden anderen auch nicht diejenigen sind, die die Kundenbindung schaffen, dann hätte der Meister auf den ersten Blick relativ leichtes Spiel: Er sagt, dass er gehen will und sich auszahlen lassen möchte. Können die anderen aus finanziellen Gründen einen Meister nicht anstellen, dann ist das Unternehmen praktisch wertlos – und von „Wert“ sind ausschließlich Arbeitsmittel: Maschinen, Fahrzeuge, Büroaustattung. Die anderen beiden wiederum könnten auf eine Sperr-Klausel für den Meister bestehen – damit er die Kunden nicht „mitnehmen“ kann. Eine Sperrfrist von 1 Jahr wäre üblich. Hat der Meister so viel Reserve, um das durchzuhalten? Weiterhin: Hat der Meister die Reserve, um einen Rechtsstreit durchzuhalten? Denn darauf wird es wohl mindestens wegen der Bewertung des Unternehmenswertes hinauslaufen (um den Anteil in Euro beziffern zu können).

Will der Meister beide Mitgesellschafter aus dem Unternehmen drücken, dann entsteht ein ähnliches Problem: Bewertung der Anteile! Und: Dann muss er auch Geld rüberschieben! Prekäre Lage dabei: Wenn der Meister sich auszahlen lassen möchte, dann werden die beiden anderen den Wert des Unternehmens ruinös darstellen wollen (werden aber auf eine Lösung mit einem neuen Meister setzen). Will jedoch der Meister die Mitgesellschafter rausdrücken, dann werden die beiden anderen den Wert des Unternehmens aufplustern.

Ich sehe insgesamt zunächst also eine sehr brisante Lage für die Gesellschafter insgesamt, für den Meister insbesondere (wenn für ihn im Grunde nur noch die Option steht, den Betrieb ohne seine Mitgesellschafter weiterzuführen), aber vermutlich auch für den Betrieb als solchem. Nichts deutet auf ein Unternehmen hin, das so stark aufgestellt ist, dass der Meister mal locker zur Bank gehen kann, um seinen Mitgesellschaftern anbieten zu können, sie auszubezahlen.

Sich auszahlen lassen. Sein drittel den anderen beiden verkaufen.
Und dann ne neue Firma gründen.

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