3 Fragen zur Zwangsversteigerung einer Immobilie (ich möchte ersteigern)

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Also zur Besichtigung: es gibt keine Verpflichtung der jetztigen Eigentümer Besichtigungen zuzulassen. Aber manche sind doch so einsichtig, dass sie´s trotzdem tun. Am besten mal mit dem betreibenden Gläubiger Kontakt aufnehmen und fragen. Die geben evtl. auch Hinweise auf deren Preisvorstellungen. Vielleicht ist ja sogar ein Makler eingeschaltet, also auch mal in den Immobilienportalen gucken. Und wenn alles nichts hilft, einfach mal nett klingeln und fragen. Und auf jeden Fall Gutachten kopieren und in Ruhe vorher lesen!

Zur Bieterstunden: IMMER vorher mal eine angucken, dann weiß man wie´s abläuft und hat auch ein "live" Gefühl. Jeder Termin ist zwar anders aber es hilft wenn man die Räume und den Ablauf schon mal gesehen hat. Solltest Du ein Termin erwischen, wo leider niemand erscheint: löcher den Rechtspfleger und den Gläubigervertreter. Die langweilen sich sonst 30 Minuten lang und helfen im Regelfall auch gerne. Aber hier zumindest mal die Theorie: Der Rechtspflger verliest was versteigert werden soll, wie hoch der Verkehrswert, die Gerichtskosten und das geringste Gebot (muss die Kosten und ggf. bestehen bleibende Rechte decken) sind, wie hoch die 5/10 (im ersten Termin mindestens zu zahlen) und die 7/10 Grenze (hier entscheidet der betreibende Gläubiger) sind. Ob es bestehen bleibende Rechte gibt. Ggf. Besonderheiten und Erläuterungen. Dann wird die Bietstunde eröffnet die mindestens 30 Minuten dauert, auf jeden Fall aber so lange Gebote kommen. Und übrigens ist kein Rechtspfleger und kein Gläubigervertreter sauer wenn man schon in den ersten 10 Minuten anfängt zu bieten und nicht erst in den letzten 5... Gebote erfolgen über Handzeichen oder mündliche Meldung. Der Bieter muss dann beim Erstgebot nach vorne zum Rechtspfleger, sein Personalausweis vorlegen, in der Regel die Bietsicherheit hinterlegen (nur noch Scheck möglich!) und dann wird das Gebot aufgenommen und vom Rechtspfleger nochmal wiederholt. Weitere Gebote erfolgen dann vom Platz aus. Gebote vorher schriftlich einzureichgen geht nicht.

Meistgebot: Da es vorher keine verdeckten Gebote gibt erhält der den Zuschlag der im Termin das Höchstgebot abgibt, vorausgesetzt es ist zuschlagsfähig, also hoch genug und der Gläubiger stimmt im 1. Termin unter 7/10 zu bzw. bei Folgeterminen stellt nicht ein. Und es gibt keine Mindestschritte die eingehalten werden müssen, es macht allerdings wenig Sinn in 10 Euro Schritten zu bieten.

Aber wie gesagt: Am besten vorher mindestens einen Termin besuchen und den betreibenden Gläubiger (ich hoffe es ist eine Bank!) befragen.

Hallo Thenne, das allermeiste wurde schon gesagt und zutreffend dargestellt. Ich möchte lediglich noch zwei Punkte ergänzen, bzw. klarstellen: 1) Wenn der Gutachter das Haus nicht betreten durfte, hat er das auf jeden Fall in seinem Gutachten erwähnt und normalerweise auch mit einem entsprechenden Preisabschlag berücksichtigt. 2) Zu der Sicherheitsleistung: Sie muß 10% des vom Gutachter ermittelten Wertes betragen. Entweder kannst Du sie an die Gerichtskasse überweisen. Dann mußt Du das Geld aber so rechtzeitig absenden, daß es mindestens zwei Arbeitstage vor dem Versteigerungstermin dort ankommt (Aktenzeichen des Gerichts nicht vergessen) oder Du bringst einen Bankscheck mit (= ein Scheck der Bank selbst den zwei Bankmitarbeiter unterzeichnet haben). Dritte Möglichkeit ist, daß Deine Bank Dir eine Bürgschaft über den Betrag ausstellt. Sprich aber rechtzeitig mit Deiner Bank. Sowohl Scheck, als auch Bürgschaft dauern ein paar Tage.

Falls Du den Zuschlag erhältst, wird Deine Sicherheit bei den ersten beiden Möglichkeiten verrechnet, wenn Du nicht zum Zuge kommst, bekommst Du Dein Geld natürlich zurück.

der Alteigentümer ist doch daran interessiert, dass seine Immobilie einen höchstmöglichen Preis erzielt und je mehr Bieter desto höher der Preis - mit diesem Argument läßt sich wohl jeder überzeugen und die Besichtigung tunlichst mit einem Gutachter vornehmen. Zum Bieterverfahren ist bereits genügend gesagt, nur möchte ich ergänzen, dass bei Zuschlag über ich glaube 50% des Zusachlagspreises eine Bankgarantie vorgelegtt werden muß (bitte erkundigen).

Hälfte eines Hauses in der Zwangsversteigerung, wie geht das?

Im Versteigerungskalender habe ich ein interessantes Objekt gefunden, allerdings kann nur 1/2 Miteigentumsanteil ersteigert werden, obwohl es sich um ein EFH handelt. Wie kann das sein und wie verhält es sich, wenn man diese Hälfte ersteigert? Kann man den 2. Teil nur erwerben, wenn dessen Besitzer verkaufen will oder gibt es noch andere Lösungen?

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Oder ist die Aussage nur um Werbung zu machen und Interessenten zu cashen?

2.) Kann man sagen, dass man bei einer max. Summe von 80% des Verkehrswertes, die man bieten würde, durchaus gute Chancen hätte (wie gesagt Speckgürtel von Berlin, nicht direkt Berlin) das Objekt zu bekommen? Oder wie sind eure statistischen Erfahrungen? Ist nur damit ich vielleicht ein Richtwert bekomme.

3.) Habt ihr spezielle Tricks für die 30min Bietzeit, die bei euch geklappt haben. Können auch sonderbare Sachen sein. Ich denke da an private Absprache mit dem Gläubigervertreter über Preisgrenze oder so ähnlich…

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Ebay Maximalgebot zurücknehmen

Hallo, ich habe neulich auf ein Micro geboten und eben ist mir aufgefallen das ich viel zu viel als maximalgebot geboten habe!!! Das Angebot endet bald also viel dank für hilfe

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Mein Vater will sich ein Haus kaufen, hat aber selbst nicht so richtig Ahnung davon.

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