3. Fragen zum Thema Polizei, Ermittlungsverfahren, Gericht

5 Antworten

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  1. Als Kläger bist Du immer zur Wahrheit verpflichtet. Nur der Angeklagte darf Lügen bis sich die Balken biegen. Inwieweit er für eine gerichtliche Falschaussage belangt werden könnte weiß ich nicht, aber er darf sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen.
  2. unterschiedlich, aber es dauert. Schliesslich müssen vor Anklageerhebung alle Beweise gesichtet und bewertet werden.
  3. Wenn es tatsächlich Beweise für eine unschuld gibt, dann wird wohl keine Anklage erhoben. Alles andere wäre ja völliger Blödsinn.

Es gibt im Strafverfahren keinen "Kläger", es gibt nur Zeugen. Ggf. auch einen Anzeigenerstatter, aber der kann auch nicht mehr als Zeuge sein. Wenn ein Zeuge bei der Polizei lügt, dann kommt es darauf an, worum es bei dieser Lüge geht. Es gibt nämlich die Straftatbestände "Falsche Verdächtigung" (also jemandem etwas oder auch zusätzlich was andichten, was er gemacht haben soll) oder "Vortäuschen einer Straftat" (Bei der Polizei behaupten, daß eine Straftat stattgefunden hat - ohne jemanden zu belasten - was aber gar nicht stimmt). Wegen Falschaussage kann man sich bei der Polizei hingegen nicht strafbar machen.

Wie lange ein Ermittlungsverfahren dauert, wird kein Mensch beantworten können. Das hängt davon ab, wie viel Beweise erhoben und Zeugen vernommen werden müssen, wie ausgelastet Polizei, Staatsanwaltschaft und Gericht sind und bei welchem Gericht die Sache am Ende landet.

vor Gericht geht ein Verfahren, wenn die Staatsanwaltschaft nach Abschluß der Ermittlungen glaubt, daß der Beschuldigte mit einer Wahrscheinlichkeit von mehr als 50% auch verurteilt wird und der Richter ebenfalls dieser Meinung ist. Dabei werden entlastende und belastende Indizien, Zeugenaussagen etc. gegenübergestellt und dann eben ein Fazit gezogen. Kann ja auch immer sein, daß manche Verfahren (bzw. einige Tatvorwürfe)a am Ende eingestellt, die anderen aber angeklagt werden.

Die Polizei nimmt nur die Aussagen auf, sichert ggf. Beweise und versucht, Widersprüche aufzudecken und eine möglichst sichere Beweislage herzustellen.

Ob es zur Gerichtsverhandlung kommt, liegt in der Entscheidung des Staatsanwalts.

Allerdings - wenn du als Kläger vor der Polizei bewußt lügst, und dadurch eine andere Person ungerechtfertigt verdächtigt wird, begehst du selbst eine Straftat, die rechtliche Folgen nach sich ziehen wird

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