2x pro Jahr Anhänger vermieten = gewerbliche Tätigkeit?

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1 Antwort

Genau genommen berteibst du schon ein Gewerbe. Mehr Sorgen würde ich mir an deiner Stelle aber über die Versicherung machen. Weiß die, dass du den Anhänger vermietest ? Es kann sein, dass die im Schadensfall Stress macht...

Genau genommen berteibst du schon ein Gewerbe.

Nach dem Gewerberecht könnte es ein G. sein, aber wenn die Einnahmen unter den Ausgaben (Versicherung, Steuer, Unterhalt, Abschreibung) bleiben, ist es besonders für's Finanzamt nur eine Liebhaberei (=Hobby).

Und anscheinend besteht auch keine "Gewinnerzielungsabsicht".

Da der Frager sich wohl in der Nähe der Gewinn-Grenze befindet, sollte er (zunächst für sich selbst) eine korrekte(!) Einnahmen-Überschussrechnung machen und die zugehörigen Belege sammeln u. aufheben. Dann kann er bei Bedarf nachweisen, dass es keinen Gewinn gab, bzw. er weiß wieviel € Gewinn in die Anlage G der Steuererklärung einzutragen sind und dass spätestrens jetzt ein G. anzumelden ist.


Das mit der Versicherung ist vorerst sicher die dringendste Frage! Auch mit der könnte man klären, wie bei einem Ausleihen gegen Geld zu verfahren ist. Besonders wenn gar kein Gewerbe exstiert (weil weder Gewinn beabsichtigt ist, noch erzielt wird) sollte die Versicherung sagen, ob sich die Prämie generell oder z. B. in den Vermietungsphasen erhöht. Wenn man dazu eine Versicherung mit günstiger Aussage/Angebot gefunden hat, sollte man sich das unbedingt schriftlich(!!) bestätigen lassen.

Diese Spezialfrage (Vermietung ohne Gewinn und damit nicht gewerblich wird nicht von jedem Versicherungsberater begriffen. Man muss bei Versicherungen evtl. etwas suchen, bis man hierzu einen "Wissenden" und zu einer verbindlichen Aussage berechtigten Menschen findet.


Genau diese Problematik "Vermietung ohne Gewinn" betrifft z. B. auch Besitzer von Wohnmobilen, die ihr Rollhäusle gelegentlich im engeren Familien- und Bekanntenkreis gegen kleinen Beitrag verleihen.

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@JoWaKu

Eine Tätigkeit wird nicht erst dann zum Gewerbe, wenn sie tatsächlich Gewinn abwirft ! Auch Firmen, die Verluste machen, sind Gewerbebetriebe.

Und dass hier hier keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt, ist auch falsch. Der Fragende will einen Gewinn aus der Vermietung erzielen, um seine eigenen Kosten zu minimieren. Dafür nimmt er doch mehr, als den Selbstkostenpreis. Und eine Dauerhaftigkeit liegt auch vor, da wiederholt vermietet wird. Aus gewerberechtlicher Sicht ist dies eindeutig Gewerbe ! Wie das Finanzamt das sieht, interessiert kein Gewerbeamt. In diesen beiden verschiedenen Rechtsgebieten widerspricht sich sogar die Rechtsprechung. Daher empfehle ich - zur Vermeidung von Buß- und Zwangsgeldern - in gewerberechtlichen Fragen vorrangig auf die Einschätzung des Gewerbeamtes zu hören.

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