2.Vatikanum?

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1 Antwort

Hallo samila,

nach der Definition von Wikipedia:

D

er Inklusivismus ist eine Form der theologischen Beurteilung anderer Religionen. Er erkennt an, dass auch andere ReligionenHeilsbedeutsamkeit besitzen
können, dass aber diese Heilsbedeutsamkeiterst in der eigenen Religion
zu ihrer vollen Entfaltung und Bedeutung gelangt. Die eigene Religion
ist daher allen anderen überlegen.

Wenn ich also unter deinen drei Begriffen zu wählen hätte, ist das 2.Vatikanum mit

Inklusivismus

zu beschreiben. Es ist dabei selbstverständdlich, dass man seine eigene Religion für die wahre hält. Das 2. Vatikanum hat z.B. in den Teil "nostra

aetate" folgende Ausführungen:

Nichtchristliche Religionen 2. Von den ältesten Zeiten bis zu unseren Tagen findet sich bei den verschiedenen Völkern eine gewisse Wahrnehmung jener verborgenen Macht, die dem Lauf der Welt und den Ereignissen des menschlichen Lebens gegenwärtig ist, und nicht selten findet sich auch die Anerkenntnis einer höchsten Gottheit oder sogar eines Vaters……..

Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen
wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und
Lebensweisen, jene Vor-schriften und Lehren, die zwar in manchem von dem
abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen
Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen er-leuchtet.
Unablässig aber verkündet sie und muß sie verkündigen Christus, der ist „der
Weg, die Wahrheit und das Leben" 00 -14, 6), in dem die Menschen die Fülle
des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat

3.. Mit Hochachtung betrachtet die Kirche auch die Muslim, die den alleinigen Gott anbeten, den lebendigen und in sich seienden, barmherzigen und allmächtigen, den Schöpfer Himmels und der Erde5, der zu den Menschen
gesprochen hat. Sie mühen sich, auch seinen verborgenen Ratschlüssen sich mit ganzer Seele zu unterwerfen, so wie Abraham sich Gott unterworfen hat, auf den der islamische Glaube sich gerne beruft. Jesus, den sie allerdings nicht als Gott anerkennen, verehren sie doch als Propheten, und sie ehren seine jungfräuliche Mutter Maria, die sie bisweilen auch in Frömmigkeit anrufen.
Überdies erwarten sie den Tag des Gerichtes, an dem Gott alle Menschen:
auferweckt und ihnen vergilt. Deshalb legen sie Wert auf sittliche
Lebenshaltung und verehren Gott besonders durch Gebet, Almosen und Fasten.

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Kommentar von Waldfrosch10
03.07.2016, 21:23

Dabei sollte man aber auch wissen dass, gerade dieser Text unter den meisten Theologen ("nostra aetate") äusserst umstritten ist und Bestrebungen im Gange sind diesen Text  wieder zu streichen.oder zu klären da er im Grunde doch dem Evangelium widerspricht .

Auch der Koran zeichnet ja ein gänzlich anders Gottesbild ,und polemisiert ja explizit das unserige Gottesbild ,fasst könnte man denken die Konzilsväter dieser  Textes hätten ,von Islamischer Theologie keine Ahnung gehabt ...



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