2D Floppys lesen, welches Laufwerk?

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3 Antworten

Es könnte sein, dass die Disketten von einem Standard-Laufwerk ausgelesen werden können. Aber wenn ich mich richtig erinnere, konnte man bei einem Atari an der Formatierung der Disketten ziemlich frei herumspielen, sodass die Disketten womöglich nur noch von einem Atari gelesen werden konnten. Du kannst also Glück haben oder Pech haben mit dem Standard-Laufwerk.

Hinzu kommt noch, dass Disketten im Laufe von Jahren und Jahrzehnten ihre Magnetisierung allmählich verlieren.

Danke für die Antwort!

Das die irgendwann nicht mehr funktionieren werden weiß ich, allerdings kann der alte Atari sie (noch) wunderbar lesen, allerdings hab ich das bisher aber auch nur mit zwei Disketten versucht...

Also dann werde ich das wohl einfach mal testen und gucken ob das Laufwerk ansich funktionieren wird. Weil dass Windows die vom Atari formatierten Disketten gar nicht erst lesen kann weiß ich leider... Mein Plan ist aber eine unformatierte Diskette mit windows zu formatieren und dann auf diese mit dem atari die alten Daten zu kopieren. Das nämlich sollte windows dann wieder lesen können...

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@2marknudl

Das sollte im Prinzip funktionieren. Probleme sehe ich dann, wenn Dateien dabei sind, die für eine von Windows formatierte Diskette zu groß sind, oder wenn das Atari-Laufwerk mit den nur halb so breiten Spuren des Laufwerks, das Windows verwendet, nicht klarkommt.

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Hallo

ich habe noch immer alte 3,5" Disketten bei mir rumliegen

Ja solche habe ich auch noch, etwa 600 Stück

die ich jetzt gerne mal auf meine Festplatte ziehen möchte, wenn sie alle noch funktionieren sollten.

Das mache ich auch gerade, ich erstelle IMG-Dateien von jeder Diskette weil ich mir einen Floppy-Emulator (Hardware) gekauft habe *¹ Da steckt eine SD-Karte drinnen und so kann ich unzählige FDD-Images darauf ablegen.

Es handelt sich dabei um 2D - Floppys (2-sided / double density), die mit einem Atari-ST formatiert wurden (auf vermutlich 720 KB)

Ebenso bei mir, alles gemischt 360kb, 720kb, 1440kb und einige Exoten die mit mit FCOPY3 extrem ausgereizt wurden.

Ich frage mich nun, ob ich mit jedem beliebigen externen Diskettenlaufwerk diese Floppys auslesen kann, solange es ein 3,5" Laufwerk ist, oder ob ich da etwas spezielles brauche...

Es braucht nichts spezielles, denn die Laufwerke sind ja nicht anders, lediglich die Formatierung, also das Dateisystem ist nicht 100% DOS Kompatibel. Mit dd kann man die auslesen:

dd if=/dev/fd0 of=dateiname.imgconv=notrunc,noerror
Das hätte ich jetzt z.B. bestellt:

Ich würde lieber so etwas nehmen: http://www.lotharek.pl/product.php?pid=13 weil es sicherer, Verschleiß-freier und schneller ist.

Linuxhase


¹ und nebenbei noch einen LAN-Anschluss für meine ATARI ST, STE und TT Computer.

Ich hatte das selbe Problem mit Disketten von 1991 bis 1993, die ich auslesen wollte.

Meiner Erfahrung nach, sind USB-Diskettenlaufwerke für 20 bis 30 Euro besser, als die ganz billigen, z.B. aus deinem Link.

Mit dd, bzw. dd_rescue kann man versuchen die Disketten auszulesen, aber du solltest darauf gefasst sein, dass viele Daten verloren sind.

Die verschiedenen Dateisysteme dürften unter Linux kein Problem sein, aber erstmal an ein halbwegs intaktes Image ranzukommen, ist bei so alten Dingern nicht leicht.

Denoch, für 10 bis 40 Euro, kann man so ein Experiment ruhig mal wagen.

Viel Spaß dabei, und vielleicht findest du ja noch interessante Dateien von damals! :)

Danke für die Antwort!

Einen Teil habe ich schon in dem Kommentar auf die vorherige Antwort von PWolff geschrieben. Allerdings hatte ich vor die Daten mit Windows auszulesen, meinst du aber dass es Vl. mit Linux (oder Mac?) besser ginge?

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@2marknudl

Allerdings hatte ich vor die Daten mit Windows auszulesen, meinst du aber dass es Vl. mit Linux (oder Mac?) besser ginge?

Auf JEDEN Fall ist Linux für diesen Fall perfekt und um Faktoren besser geeignet als jedes Windows.

Versteh mich bitte nicht falsch, alle Betriebssysteme haben ihre Vor- und Nachteile, aber im vorliegenden Fall überwiegen die Vorteile auf Seiten von Linux einfach massiv.

Du kannst dir einfach eine Live-CD besorgen, davon booten und die Images auslesen, ohne jegliche Extra-Software. Gerade bei Linux sollte hier alles schon mit an Board sein. Auch die Möglichkeit, ältere und weniger bekannte Dateisysteme auslesen zu können.

Ich denke, Linux ist in deinem Fall eindeutig die beste Wahl. Andere Werkzeuge (Win und Mac) würden zwar auch funktionieren, aber mit Linux ist es am einfachsten.

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@TeeTier

Konnte man beim Atari nicht auch den Spurabstand, die Sektorenzahl etc. beliebig einstellen? Linux mit dd und ddrescue ist nur so lange eine Hilfe, wie der Inhalt der Diskette als Bitstream eingelesen werden kann, und das ist bei allzu exotischen Diskettenformatierungen nicht mehr der Fall. (Ich rede jetzt nicht vom Dateisystem, das ist noch eine logische Ebene darüber.)

Wobe ich natürlich mit dir übereinstimme, dass dd und ddrescue die Tools sind, die ich auch als erste ausprobieren würde (wenn das normale Mounten fehlschlägt).

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@PWolff

Naja, das ist dann wohl eher eine Frage des Floppy-Controllers ... wenn das Laufwerk hier nicht mitspielt, nützt die schönste Software nichts. :)

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@PWolff

@PWolff

Konnte man beim Atari nicht auch den Spurabstand, die Sektorenzahl etc. beliebig einstellen?

Ja

So sieht das mit den Sektoren auf dem Atari aus:

http://i61.tinypic.com/2gwcojs.png

Aber das Laufwerk muß auch Hardwareseitig in der Lage sein das umzusetzen und allzu oft hatte ich Hyperformat benutzt und dann lief die Diskette auf einem anderen Laufwerk nicht mehr.

Linuxhase

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