26 und nie gearbeitet, bleibt das für immer so?

9 Antworten

Ablehnung von hierarchischen Strukturen allgemein.

Ich dachte schon, ich wäre die einzige, die damit Probleme hat. Kann Regeln generell nicht ausstehen und muss alles hinterfragen. Mich machen z.B. Arbeitsverträge verrückt mit den ganzen Forderungen.

Ich hatte deswegen auch eine Ausbildung abgebrochen, nachdem ich den Ausbildungsvertrag bekommen habe. Konnte es nicht lassen, ständig daran etwas zu kritisieren und mich hat dieser Vertrag runtergezogen/motivationslos gemacht.

An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall 1x die Woche zu einem Therapeuten gehen, dann wird sich mit deinen Problemen auch etwas ändern. Der Zug ist noch nicht abgefahren. Aber ich denke, mit Problemen wie deine und meine wird es extrem schwer, diese loszuwerden/einen Job zu finden, m.M.n sind das schon Charakterzüge, die man nicht mehr verändern kann.

Dein Lebenslauf ist ein Problem, aber wenn du zu einem Gespräch eingeladen wirst, dann hast du gute Karten, wenn du dich gut gibst und deine Lücken überzeugend erklären kannst. Der Chef muss sehen, dass du bemüht bist, deinem jetzigen Leben adieu zu sagen und diese Fehljahre sind nun Vergangenheit, daran kann man nichts mehr ändern.

Also sollte dein Anschreiben entsprechend gut sein, sowie dein Zeugnis, dann kannst du auch deinen Lebenslauf ausgleichen.

Trotzdem solltest du dich für ein paar Praktika bewerben, um dich wieder ins Arbeitsleben einfühlen zu können.

Du solltest eine Ausbildung machen.Du müßtest doch mittlerweile wissen, welche Tätigkeiten Dir Freude machen.Evtl.kennst Du Leute, mit denen Du gerne tauschen möchtest wegen ihrer beruflichen Tätigkeit.Von diesen leuten könntest Du Dir deren Tätigkeit zeigen und erklären lassen.Da geht es lang für Dich.Ideal wäre es , wenn Du Dir selber eine Ausbildungsstelle suchen würdest und die dann durchziehst.Evtl. hilft Dir jemand dabei, aber die Initiative muß von Dir ausgehen.Du solltest für eine Ausbildung brennen, damit das was wird.Das wäre eine Grundlage für eine neues Leben, auf der Du dann weiter aufbauen könntest.

Ich kenne deine Situation, weil ich selber ein Jahr lang so herumgeiert bin wie du.

Was ich auf jeden Fall machen würde: Ehrenamtlich arbeiten. Damit gibst Du der Gesellschaft das zurück, was du von ihr bekommst und dein Tag erhält eine Struktur. Eine Struktur mit der du überhaupt noch in der Lage bist, dich wieder an einen Arbeitstag zu gewöhnen.

Arbeit gibt es überall auch unqualifizierte, du musst sie suchen und du darfst dich nicht unterkriegen lassen. Du solltest halt nicht in einer Kleinstadt wohnen wo die Möglichkeiten arg begrenzt sind. Je mehr du dem Frust nachgibst und die Schmerzen der Anstrengung scheust, um so tiefer fallst du ins Loch.

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