24qm-Zimmer-Beleuchtung-led

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1 Antwort

Mit LED- Technik ist "warmweiß" immer so ´ne Sache. Meistens ist der Blauanteil dominant. Einen Fluter für indirektes Licht halte ich ohnehin für ungeeignet, ausserdem fackelt Dir bei 400 Watt auf Dauer die Deckenraufaser ab und die Kabelisolierungen werden spröde. Eine Alternative wären Leuchtstoff-Röhren in zweistraligen Lampen und über die Decke verteilt. Die Röhren gibt es in diversen Weißtönen - auch in warmweiß. Aber egal ob Leuchtstoff oder LED: wenn der Blauanteil zu hoch bzw. das Licht zu kalt ist, kann man auch blassgelbe Filterfolie davor machen. Umgekehrt lässt sich mit blauen Korrekturfiltern (z.B. LEE 201) der Gelbanteil einer Glühlampe in den Weißbereich verschieben. Um punktuelles Licht besser zu verteilen, kann man sog. Streufilter benutzen.

Es gibt Formelbücher für Elektrotechnik, in denen die Berechnungen zur Beleuchtung von spezifischen Räumen enthalten sind. Denn die Wahl der richtigen Lampe und des richtigen Leuchtmittels hängt ja auch von der Deckenhöhe und der Farbgebung (Reflexion) des Raumes und des Mobiliars ab. Kann ich sehr empfehlen.

StreetSurfer 27.10.2012, 16:47

Was genau meinst du mit diesen Büchern zur Elektrotechnik? Gibts das auch online zum ansehen?

Auch habe ich nicht genau verstanden, wie du mehrere Leuchtstoffröhren über eine Decke (oder meinst du insgesamt im Zimmer?) Aufteilen willst. Abgesehen davon, dass ich die Röhren irgendwie "verstecken" muss gibts ja auch das Problem, dass ich nur einen Lampenauslass habe. Ansonsten wie gesagt, ich hätte gerne indirektes Licht.

Gruß StreetSurfer

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electrician 30.10.2012, 04:59
@StreetSurfer

OK, auf ein neues: Gute Elektrotechnik-Tabellenbücher gibt´s leider nur gegen Bares. Meins ist von Westermann, wenn auch schon etwas älter (2005).

Was das Verteilen der Lampen über die Decke betrifft: Man kann die Lampen durchverkabeln, d.h. man schließt die erste Lampe an und schließt parallel dazu in der Lampe ein Kabel an, welches man am anderen Ende wieder herausführt. Mit diesem Ende geht man dann zur nächsten Lampe usw.. Damit die Kabel nicht zwischen den Lampen durchhängen gibt es dünne Kabelkanäle, die sich aufkleben lassen (Zur Sicherheit kann man ja noch ´ne Schraube in die Rigipsdecke drehen bzw. 5er Dübel benutzen). Sieht auch gut aus, wenn man mal über Eck weiterverkabeln muss.

Alternative zur Deckenbeleuchtung: Auf 2m Höhe (nicht tiefer wegen Kopfhöhe) Multiplex-Winkel an die Wand bringen, Abstand so wählen, dass die Befestigungsbohrungen einflammiger Leuchtstofflampen-Gehäuse mittig aufliegen. Die Lampen entsprechend auf den Winkeln an der Wandseite befestigen. Von unten dünnes Multiplex o.ä. anschrauben, Blende davor. Das Ganze lässt sich auch mit mattiertem Acryl-(Plexi-)glas kombinieren - je nachdem, wo das Licht hin soll. U.U. vorher ein Holzdreieck an die Spitze der Winkel schrauben, damit die waagerechten Blenden stabilisiert werden. Die Lampen werden dann wie oben beschrieben durchverbunden. Die Spannungsversorgung kannst Du Dir von der Abzweigdose über dem Lichtschalter holen. Durch die Verblendung sollten die Kabel weitestgehend "unsichtbar" werden.

So, jetzt gehen mir aber die Tipps aus. Ich bin Veranstaltungstechniker, wenn Du noch mehr "Futter" brauchst, dann solltest Du einen Schreiner bzw. einen Elektriker in Deiner Nähe fragen. Die können auch spontaner antworten als ich. Dann wird´s auch vor Weihnachten noch fertig :-)

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electrician 30.10.2012, 09:32
@electrician

Sorry betreffs der Holzdreiecke: ich meinte natürlich nicht die waagerechten sondern die senkrechten Blenden.

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